Die Polizei war am Montag mit Spürhunden vor Ort
Die Polizei ist mit Spürhunden an der Gesamtschule "Am Schwemmbach" in Erfurt im Einsatz. Bildrechte: MDR/Martin Wichmann

Kriminalität Bombendrohung an Schulen in Erfurt, Dresden und Chemnitz: Polizei gibt Entwarnung

23. Oktober 2023, 15:51 Uhr

Nach Bombendrohungen an Schulen in Erfurt, Dresden und Chemnitz hat die Polizei Entwarnung gegeben. Auch an Schulen in anderen Bundesländern gingen am Montag Drohungen per Mail ein. Betroffen war auch das ZDF in Mainz.

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Nach einer Bombendrohung an der Kooperativen Gesamtschule in Erfurt "Am Schwemmbach" und an weiteren Schulen in anderen Bundesländern hat die Polizei am Montagnachmittag für Erfurt Entwarnung gegeben. In der Schule sei nichts Verdächtiges gefunden worden. Bei der Suche waren laut Polizei auch vier Polizeihunde im Einsatz. Für Hunderte Schülerinnen und Schüler fiel der Unterricht aus.

Am Dienstag gab es weitere Drohungen in Thüringen. Betroffen waren erneut Schulen und die Radiosender Antenne Thüringen und Landeswelle. Mehr Infos zu den erneuten Bombendrohungen in Erfurt und Weimar lesen Sie hier.

Die Hintergründe sind noch unklar. Ob es einen Zusammenhang mit den anderen Bombendrohungen gibt, sei noch immer unklar, so eine Polizeisprecherin. Neben der Schule in Erfurt waren auch Schulen in Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betroffen.

Drohung per E-Mail eingegangen

An der Erfurter Gesamtschule war die Bombendrohung am Montagmorgen per E-Mail eingegangen. Spürhunde seien im Einsatz, um das Gebäude zu durchsuchen, teilte ein Sprecher mit. Schulkinder, die am Morgen im Hort waren, wurden im benachbarten Kindergarten untergebracht oder von den Eltern abgeholt.

Die Schule hatte die Eltern und Kinder am Morgen über eine interne Schul-App und die Internetseite informiert. Der Unterricht wurde für den restlichen Tag abgesagt.

Zwei Polizeiautos stehen in der Straße vor einer Schule in Erfurt
Das Gelände der Schule wurde am Montag von der Polizei umstellt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bombendrohungen auch in Dresden und Chemnitz

Ähnliche Vorfälle gab es am Montag auch in Sachsen. Ins Bertolt-Brecht-Gymnasium in Dresden-Johannstadt war die Polizei am Morgen gerufen worden. Wie ein Sprecher sagte, war per E-Mail eine Bombendrohung eingegangen. Mehrere Polizeibeamte hätten daraufhin des Schulgelände überprüft, jedoch keine Anhaltspunkte für eine Gefahr gefunden. Der Unterricht wurde wieder aufgenommen. Zur Sicherheit blieben Polizeikräfte weiterhin im Umfeld der Schule.

Zwei Polizisten stehen vor einem Schulgebäude in Chemnitz.
Polizisten vor der Oberschule "Am Körnerplatz" in Chemnitz am Montag Bildrechte: Harry Härtel

Nach einer anonymen Bombendrohung durchsuchte die Polizei am Montagvormittag auch eine Oberschule auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Dabei kamen laut Augenzeugen Spürhunde zum Einsatz. Eine Polizeisprecherin teilte mit, es sei nichts gefunden worden. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Nach Angaben des Landesamts für Schule und Bildung fiel der weitere Unterricht aufgrund der vagen Bedrohungslage am Montag aus.

Drohung auch gegen das ZDF in Mainz

Auch in der ZDF-Zentrale in Mainz wurden zwei Gebäude vorübergehend wegen einer Bombendrohung geräumt. Rund 600 Mitarbeiter mussten das ZDF-Hochhaus auf dem Lerchenberg und das sogenannte Sendebetriebsgebäude verlassen, wie eine Sprecherin des Senders sagte.

Das Gebäude des Zweiten Deutschen Fernsehens auf dem Lerchenberg in Mainz.
Das ZDF in Mainz Bildrechte: picture alliance/dpa | Helmut Fricke

Das Hochhaus beherbergt Redaktion und Verwaltung. Die Sendefähigkeit war nach ZDF-Angaben nicht beeinträchtigt. Nach rund eineinhalb Stunden gab die Polizei Entwarnung.

MDR/AFP (jw/sar)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 23. Oktober 2023 | 11:30 Uhr

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