Die Figur eines historischen Apothekers in einer Szene des neuen Schnaps-Museums der Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik
Die Figur eines Apothekers im Schnaps-Museum der Altenburger Destillerie und Liqueurfabrik. Das Unternehmen befindet sich seit Dezember 2023 in einem Insolvenzverfahren. (Archivfoto) Bildrechte: picture-alliance/ZB/Jan-Peter Kasper

Wirtschaft Altenburger Destillerie meldet Insolvenz an

28. Dezember 2023, 10:32 Uhr

Die Altenburger Destillerie ist in vorläufiger Insolvenz. 30 Jobs sind betroffen. Der Geschäftsbetrieb in der Destillerie läuft vorerst weiter.

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Die Altenburger Destillerie hat am 20. Dezember beim Amtsgericht Gera vorläufige Insolvenz angemeldet. Die 30 Mitarbeiter würden jedoch ihren Novemberlohn erhalten und derzeit weiterarbeiten, teilte Insolvenzverwalter Rolf Rombach am Mittwoch mit.

Ursache der Krise seien unter anderem die gesamtwirtschaftliche Lage und die steigenden Energiekosten. Der Geschäftsbetrieb in der Destillerie läuft vorerst uneingeschränkt weiter. In der Woche vor dem Jahreswechsel soll laut Rombach weiter daran gearbeitet werden, das Unternehmen und den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren.

Das Altenburger Traditionsunternehmen produziert Spirituosen und andere Getränke für große Einzelhandelsketten. Zudem exportiert es seine Waren in verschiedene europäische Länder, zeitweise waren es mehr als 20 Länder.

Nach eigenen Angaben arbeiteten in früheren Jahren bis zu 65 Mitarbeiter in dem Unternehmen und stellten bis zu 30 Millionen Flaschen mit Alkohol her.

Zahl der Insolvenzverfahren in Thüringen im Bundesvergleich sehr niedrig

In den vergangenen Monaten wurden wiederholt Insolvenzverfahren bei Thüringer Unternehmen bekannt. Allerdings ist die Zahl der Firmenpleiten im Freistaat im Jahr 2023 nach Schätzungen der Wirtschaftsauskunft Creditreform im bundesweiten Vergleich am niedrigsten.

Die Insolvenzquote, also die Anzahl der Insolvenzen je 10.000 Unternehmen, liegt bei 40. Im Vorjahr betrug der Wert 35, wie aus Anfang Dezember veröffentlichten Daten von Creditreform hervorgeht.

Mehr zu Insolvenzen in Thüringen

MDR (KaBe/rom/ost)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. Dezember 2023 | 14:30 Uhr

4 Kommentare

zenkimaus vor 16 Wochen

Muss schon etwas länger schlechter laufen. Selbst auf ihrer eigenen Webseite steht noch , das sie 65 Mitarbeiter beschäftigen.
Es ist schade,doch jetzt hat das Unternehmen die Chance sich von Altlasten zu befreien und kleiner dafür Markt-gerechter aufzustellen.
Ich drücke die Daumen das es funktioniert.

martin vor 16 Wochen

Da stellt sich mir die Frage, weshalb Sie "übersehen" haben, dass sich der Wert auf die Quote der Betriebe und nicht auf die absolute Anzahl bezieht?

Dermbacher vor 16 Wochen

Es mir fehlen die konkreten Gründe für die Insolvenz!

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