Bildung Vorübergehend keine Schulsozialarbeiter im Kreis Hildburghausen

04. Januar 2023, 20:35 Uhr

In den Schulen im Landkreis Hildburghausen findet vorübergehend keine Schulsozialarbeit statt. Alle zwölf Schulsozialarbeiter haben zum Jahresende gekündigt oder sind gekündigt worden.

Neue Anforderungen des Bildungsministeriums sind nach Angaben des Landratsamtes Hildburghausen der Grund, warum in den Schulen im Landkreis vorübergehend keine Schulsozialarbeit stattfindet.

Wie ein Sprecher im Landratsamt MDR THÜRINGEN sagte, dürfen durch die neuen Anforderungen Schulsozialarbeiter seit diesem Jahr nicht mehr an mehreren Schulen tätig sein. Die Kreisverwaltung musste daraufhin die Schulsozialarbeit neu ausschreiben. Allen noch im Landkreis tätigen Schulsozialarbeitern war deshalb zum Ende des Jahres gekündigt worden. 18 Schulen im Landkreis Hildburghausen sind nun ohne Sozialarbeiter. 22 Schulen haben Bedarf angemeldet.

Schulsozialarbeiter: Verlieren Kontakt zu 1.500 Kindern

"Das schlimmste an der ganzen Geschichte: Wir verlieren den Kontakt zu 1.500 Kindern", sagt Marcel Hoppe im Gespräch mit MDR THÜRINGEN. Darunter seien meistens Kinder, die laut dem Schulsozialarbeiter in ohnehin schon belasteten Situationen leben, "und die haben jetzt wieder einen Beziehungsabbruch".

Neue Träger für Sozialarbeiter im Kreis Hildburghausen stehen fest

Inzwischen stehen mit dem Hildburghäuser Bildungszentrum e.V. sowie der Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH die beiden künftigen Träger fest. Voraussichtlich noch im Februar sollen die Sozialarbeiter wieder an den Schulen tätig sein. Bis dahin müsste jedoch noch geklärt werden, wann und ob Fördergelder vom Land fließen.

Die gekündigten Fachleute könnten dann wieder eingestellt werden. In diesem Jahr finanziert das Land die Schulsozialarbeit im Kreis mit rund 500.000 Euro. Vom Landkreis kommen rund 200.000 Euro.

Schulsozialarbeiter unterstützen Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern außerhalb des Unterrichtes. Im Landkreis Hildburghausen wird diese Aufgabe im Auftrag des Jugendamtes von freien Trägern übernommen.

MDR (bee/rom/fno)

Stühle hängen an Tischen in einem Klassenraum 16 min
Bildrechte: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Januar 2023 | 11:30 Uhr

20 Kommentare

DER Beobachter am 05.01.2023

Ach Reuter: die Kommentatorin schreibt doch hier gleich zweimal erkennbar, dass sie in etwa selbst der noch gefährdeteren Generation angehört. Das mit Kleinkindmagenauspumpen wegen Medikament versehentlich geschluckt kenne ich auch - und ich bin so Mitte 50. Sinnfreies Geplapper Ihrerseits wie oben schon...

Reuter4774 am 05.01.2023

Ein Land das freiwillig seine Zukunft mit Füßen tritt. Und die Kommentare der älteren ( sehr verbitterten) Generation zeigen auch wo das Problem liegt und warum Deutschland keine führende Nation mehr ist oder werden wird. Wir sind in allen Bereichen träge, bürokratisch und veraltet.

Anita L. am 05.01.2023

PS: Dass wir damals die Fläschchen aus der Apotheke ohne Schwierigkeiten öffnen konnten, hat meinem Bruder im Alter von drei Jahren zwei Wochen Krankenhaus und meiner Mutter einen Nervenzusammenbruch beschert. Denn an Schrankwänden klettern "konnten" wir damals auch.

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