Iran Studenten in Ilmenau und Weimar setzen Zeichen gegen Gewalt

30. November 2022, 20:32 Uhr

Bundesweit haben Universitäten und Hochschulen Solidarität mit den Menschen im Iran bekundet. Bei Aktionen an der TU Ilmenau und der Bauhaus-Uni Weimar forderten die Veranstalter die Politik auf, eine klare Botschaft zu senden.

Mit einer Luftballonaktion haben in Ilmenau Studentinnen und Studenten ein Zeichen gegen die Gewalt im Iran gesetzt. Bis zu 100 Teilnehmer hatten sich am Mittwoch auf dem Campus der Technischen Universität Ilmenau versammelt. Dort ließen sie mehrere weiße Ballons aufsteigen.

An ihnen waren Zettel mit Namen von Opfern befestigt, die während der Proteste im Land getötet wurden. Iranische Studierende der Universität haben über die Lage der im Iran lebenden Studenten sowie Wissenschaftler gesprochen.

Forderungen an Politik und Wissenschaft

In ihren Reden haben sie die Politik und Wissenschaft aufgefordert, sich offiziell gegen die Angriffe auf die akademische Gemeinschaft im Iran auszusprechen. Außerdem solle es iranischen Studenten und Akademikern erleichtert werden, sich in Deutschland aufzuhalten. Als Beispiele wurden der Wegfall von Studiengebühren und die Vergabe von Stipendien genannt. An der TU Ilmenau gibt es nach Angaben der Universität knapp 90 Studentinnen und Studenten aus dem Iran.

Die Aktion war Teil der bundesweiten Aktion "Campus Rally for Iran". Die Proteste im Iran wurden durch den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini ausgelöst. Sie wurde am 13. September von der iranischen Sittenpolizei festgenommen und verstarb drei Tage später.

Kundgebung auch in Weimar

Auch an der Bauhaus-Universität in Weimar haben am Mittwoch rund 120 Menschen gegen die Gewalt im Iran protestiert. Darunter waren viele Studierende aus dem Iran, aber auch aus anderen Ländern und Politiker. Plakate zeigten Gesichter der Opfer und es wurde gemeinsam gesungen. Videos zeigten zudem eine Chronik der Ereignisse.

Die Veranstalter forderten die Politik auf, den iranischen Botschaften auszuweisen, die Zusammenarbeit mit dem Mullah-Regime einzustellen sowie weitere Sanktionen gegen die Machthaber einzuleiten. Außerdem forderten sie, Profite nicht über Menschenrechte zu stellen. Es sei seitens der Bundesregierung eine klare Botschaft gegen den Iran nötig.

Jutta Emes, vorläufige Leiterin der Bauhaus-Uni, sagte, sie sei entsetzt darüber, was im Iran passiert. "Wir werden uns weiter einsetzen, unsere Stimme erheben und uns für Menschenrechte weltweit einsetzen." Sie forderte Solidarität mit den rund 80 Iranerinnen und Iranern der Bauhaus-Uni und mit den Menschen im Land.

Mehr zur Situation im Iran

MDR (wdy/gh/sar)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 01. Dezember 2022 | 08:30 Uhr

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