Bildung Streit um neuen Schulleiter an Gymnasium in Schleusingen

Der bisherige Direktor am Schleusinger Gymnasium ist vor etwa einem Jahr in den Ruhestand gegangen. Bürgermeister André Henneberg kritisiert die Neubesetzung.

Ein Stück Metalltor sowie Torpfosten im Fokus. Auf dem Torpfosten steht "Staatliches Preußisches Henneberg Gymnasium und Alumnat.". Dahinter ein altes, mehrgeschossiges Gebäude mit großen Rundbogenfenstern
Wie geht es weiter am Schleusinger Gymnasium? Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

In Schleusingen (Kreis Hildburghausen) gibt es eine Debatte um den neuen Schulleiter am Gymnasium. Bürgermeister André Henneberg (Freie Wähler) hält den Bewerber für ungeeignet. Er sei bereits 61 Jahre alt und wohne zu weit entfernt von Schleusingen, sagte Henneberg.

Außerdem sei im Besetzungsverfahren das Gleichheitsprinzip verletzt worden. Das Bildungsministerium habe nur Bewerber mit der Besoldungsgruppe A 14 zugelassen. Normale Lehrer könnten diese in Thüringen jedoch nicht erreichen, in anderen Bundesländern wie Hessen jedoch schon.

Bildungsministerium setzt auf Fairness

Das Bildungsministerium sieht dagegen keine Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten. Das Besetzungsverfahren sei überprüft worden, sagte ein Sprecher. Das Ministerium plädierte zudem für einen fairen Umgang. Der Schulleiter habe bisher noch nicht einmal die Chance gehabt, seine Arbeit aufzunehmen.

Der bisherige Direktor am Schleusinger Gymnasium ist vor etwa einem Jahr in den Ruhestand gegangen.

MDR (mab)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. Juli 2022 | 15:30 Uhr

2 Kommentare

Reuter4774 vor 29 Wochen

L-E-S-E-N!
Lokale Bewerber waren nicht möglich, da in Thüringen KEIN Lehrer in diese Besoldungsgruppe kommt. Das Alter ist unwichtig, aber es sollte schon jemand sein, der ortsansässig ist bzw dort hinzieht. Das ist verständlich.

kleinerfrontkaempfer vor 29 Wochen

Gibt es da keine Residenzpflicht für Beamte?!

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