Ein beschädigter Kindergarten in Kyiv nach einem russischen Drohnenangriff.
Durch russische Drohnentrümmer beschädigter Kindergarten in Kiew. Bildrechte: picture alliance/dpa/AP | Efrem Lukatsky

Ukraine-News Ukraine spricht von größtem Drohnen-Angriff auf Kiew seit Kriegsbeginn

25. November 2023, 16:27 Uhr

Diese Ukraine-News vom Samstag, den 25. November 2023, sind beendet.

Die Ukraine-News vom 25. November 2023


16:27 Uhr | EU steckt 50 Millionen Euro in Reparatur ukrainischer Häfen

Die EU stellt der Ukraine 50 Millionen Euro für den Wiederaufbau und die Erweiterung seiner von russischen Angriffen beschädigten Häfen zur Verfügung. Verbesserte Hafen-Kapazitäten beschleunigten den Export von Lebensmitteln und anderen Gütern, die die Ukraine an globale Märkte liefere, hieß es in einem Brief von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. "Mit der Zeit sollten unsere Investitionen es den Häfen der Ukraine erlauben, zu Exportmengen von vor dem Krieg zurückzukehren", so von der Leyen.

Auf der Plattform X schrieb die EU-Kommissionspräsidentin zu dem dort veröffentlichten Brief: "Trotz des Krieges ernährt die Ukraine weiterhin die Welt. In diesen Bemühungen können Sie auf die EU zählen." Die 50-Millionen-Zusage fiel zusammen mit einem internationalen Gipfel zur Lebensmittelsicherheit in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

14:38 Uhr | Zahlreiche Demonstranten bei Friedensdemo am Brandenburger Tor

Rund 10.000 Menschen haben sich nach Polizeiangaben zum Beginn einer Friedensdemonstration gegen den Ukraine-Krieg und gegen Waffenlieferungen vor dem Brandenburger Tor in Berlin versammelt.

Kurz nach Beginn der Veranstaltung kam die frühere Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, die derzeit eine neue Partei gründet, für eine Rede auf die Bühne. Die Demonstranten hielten Schilder mit Aufschriften wie "Nie wieder Krieg" oder dem Bild einer Friedenstaube in die Luft. Mehrere Plakate nahmen Bezug auf den Gaza-Krieg.

Teilnehmer einer Friedensdemonstration verschiedener Initiativen auf dem Platz des 18. März halten unter anderem ein Transparent mit der Aufschrift "Goslar für den Frieden".
Teilnehmer der Friedensdemonstration "Nein zu Kriegen - Rüstungswahnsinn stoppen - Zukunft friedlich und gerecht gestalten" vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Bildrechte: picture alliance/dpa | Soeren Stache

Die Demonstration fand unter dem Motto "Nein zu Kriegen – Rüstungswahnsinn stoppen – Zukunft friedlich und gerecht gestalten" statt. Die Initiatoren verurteilten den russischen Angriff auf die Ukraine, aber auch "nicht eingehaltene Zusagen der Nato-Staaten". Sie forderten einen Waffenstillstand und Verhandlungen mit Russland.

13:37 Uhr | Baerbock sieht Ukraine in "absehbarer Zeit" als Teil der EU

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Die Grünen-Politikerin sagte beim Bundesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen in Karlsruhe, es sei "klar, dass die Ukraine in absehbarer Zeit die EU, unsere EU verstärken wird". Es sei "in unserem eigenen, in unserem geopolitischen Interesse, dass die Ukraine in die Europäische Union kommt." Man werde bei der Unterstützung für die Ukraine nicht nur weitermachen, sondern diese verstärken – "in der EU, aber auch in der Nato."

09:34 Uhr | Ukrainische Luftwaffe meldet Abschuss von 71 Drohnen

Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben beim jüngsten russischen Drohnenangriff 71 Angriffsdrohnen abgeschossen. Die überwiegende Mehrheit der 75 Schahed-Drohnen iranischer Bauart sei über der Hauptstadt-Region zerstört worden, teilte die Luftwaffe in den Online-Netzwerken mit.

Kiews Stadtverwaltung sprach vom größten Angriff auf die Hauptstadt seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. Fünf Menschen seien dabei verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko ertönte sechs Stunden lang der Luftalarm in der Stadt. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten zudem Brände ausgelöst und Gebäude beschädigt. "Der Feind setzt seinen Terror fort", erklärte Klitschko.

07:25 Uhr | Ukraine meldet russische Drohnenangriffe auf Kiew

Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht erneut Kiew mit Drohnen angegriffen. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete auf Telegram von Trümmern abgeschossener Drohnen, die in der Hauptstadt abgestürzt seien. Dadurch seien an mehreren Stellen Brände ausgebrochen, unter anderem in einem Wohngebäude und einem Kindergarten. Mehrere Menschen seien verletzt worden, darunter ein elfjähriges Kind. Die Menschen sollten in den Notunterkünften bleiben, da der Angriff weitergehe.

Das Unabhängigkeitsdenkmal ist in der Abenddämmerung im Zentrum von Kyiv zu sehen.
Das Unabhängigkeitsdenkmal im Zentrum von Kiew (Archivbild): Die ukrainische Hauptstadt meldet erneut russische Drohnenangriffe. Bildrechte: picture alliance/dpa/AP | Felipe Dana

Nach Angaben der Militärverwaltung in Kiew brach infolge von abstürzenden Trümmerteilen in einem unbewohnten Areal ein Feuer auf 100 Quadratmetern Fläche aus. Zudem sei am Ostufer des Flusses Dnipro (Dnjepr) wegen herabstürzenden Trümmern ein Hochhaus in Brand geraten. Die "Ukrainska Prawda" schrieb auf Twitter, Kiew werde von Drohnen angegriffen, die Luftabwehr sei im Einsatz. Ein dpa-Reporter berichtete von heftigem, lang andauerndem Flugabwehrfeuer.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler 74 min
Bildrechte: MDR / Erhard Bühler
74 min

Sollte Deutschland der Ukraine Taurus-Marschflugkörper liefern? Bühler hält eine Lieferung unter bestimmten Voraussetzungen für sinnvoll. Außerdem: Was bringen die Drohnen-Angriffe auf Moskau?

MDR AKTUELL Di 01.08.2023 19:12Uhr 73:41 min

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00:00 Uhr | Ukraine-News am Samstag, 25. November 2023

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Berichterstattung zum Ukraine-Krieg

Die Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, da wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter vor Ort sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum überprüft werden können.

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
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Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 25. November 2023 | 06:15 Uhr

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