Tipps vom Friseur Welcher Pony zu welchem Gesicht passt

Sven Hentschel
Bildrechte: MDR/Markus Geuther

Schräg, lang, rund, gerade, Mikro oder französisch – das sind alles Variationen vom Pony. Aber nicht jeder kann alles tragen. Was es zu beachten gibt und welcher Pony die Frisur aufpeppen könnte, verrät Friseurmeister Sven Hentschel.

Ponyfrisuren gibt es für alle Gesichts- und Haartypten. Ein Pony ist modisches Accessoire, erster Faltenverdecker oder auch Gesichtsentspanner. Er steht praktisch jeder Frau, aber nur, wenn er auch zu Haarstruktur und Typ passt. Und hier spielt die Gesichtsform eine wesentliche Rolle.

Welcher Pony passt zu welchem Gesicht?

Ovales Gesicht: wirkt länglich mit runder Kinn- und Mundpartie

  • Passend ist ein gerader Pony bis Augenbrauenhöhe
  • Wirkt lässig und weich zugleich

Herzförmiges Gesicht: markante Wangenpartie mit schmalem Kinn

  • Hier sollte der Pony in der Mitte am kürzesten sein und sanft seitlich auslaufen

Rundes Gesicht: weiche und runde Gesichtslinien, es fehlt das Markante und gerade Abgrenzungen

  • Meine Empfehlung ist ein eher schräger Pony. Der öffnet das Gesicht und verschlankt es so.
  • Ist der Pony gerade und sehr lang über den Augen, tritt das Gegenteil ein und es wirkt deutlich breiter. Cool und extravagant ist ein sehr kurzer Mikropony; dieser ist allerdings nur etwas für Mutige.

Langes Gesicht: eher langgezogen und schmal wirkend. Kinn und Kieferknochen stechen meist markant hervor und machen streng.

  • Für Weichheit sorgt ein langer bis überlanger rund fallender Pony, der die Gesichtsmitte optisch betont.

Dreieckiges Gesicht: breit wirkende Stirnpartie mit spitz auslaufendem Kinn.

  • Hier gleicht ein gerader Pony bis kurz über die Augenbrauen das schmale Kinn optisch aus.

Welche Ponyformen gibt es?

Gerader Pony: 

  • eine graphische Linie, wie mit dem Lineal gezogen

Junge Frau schüttelt die Haare vor einem rotem Hintergrund.
Bildrechte: imago images/Westend61

Schräger Pony:

  • asymmetrisch von kurz zu länger auslaufend
  • lässig und variabel zu Kurzhaar-Looks
  • leicht toupiert oder mit dem Welleneisen bewegt gestylt fast schon glamourös wirkend

Runder Pony:   

  • auf der Stirnmitte am kürzesten
  • mit abgerundeten seitlichen Ausläufern, die teilweise bis ins seitliche Haar reichen
  • Passt super bei Bob und anderen halblangen Frisuren

Französischer Pony: 

  • der Klassiker - charmant
  • knapp über der Augenbraue endend und super entspannt wirkend
  • leicht gestuft, aber nicht zu fransig

Langer Pony:     

  • lang und voll, bis weit über die Augenbrauen reichend
  • extrem lässig, aber auch ziemlich nervend. Denn meist stört er irgendwo und fällt wie er will

Micro-Pony:     

  • ich liebe ihn, weil super kurz geschnitten
  • nichts für "Feiglinge", aber herrlich extravagant und immer ein Statement für das Besondere

Fransiger Pony:

  • endet in unterschiedlichen Haarlängen, was wie zufällig aussieht
  • lockert dadurch auf und wirkt femininer

Eine Frau trägt einen Pony.
Fransiger Pony schafft einen lockeren Look. Bildrechte: IMAGO / Westend61

Trendpony "Curtain Bang":

  • fransig und überlang zu den Seitenpartien auslaufend geschnitten
  • nach hinten gewellt oder über die Gesichtsmitte nach hinten geschoben wirkt er besonders edel

Der Pony hat Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Modisches Haaraccessoires
  • Optischer Lookveränderer ohne kompletten Längenverlust
  • Variabel, abwechslungsreich und verjüngend
  • "Erste Falten"-Verdecker

Nachteile:

  • Meist schnell fettend
  • stylingaufwändig
  • Nachschneidezwang
  • Hautirritationen durch ständiges aus dem Gesicht schieben

Styling-Tipps

Stylingtools wie Glätteisen, Rundbürste oder Lockenstab sollten vorhanden sein, um die optimale Form zu Stylen. Bitte keine Ponyrolle kreieren. Zuviel Spannung sieht eher unmodern aus.

Als Stylingprodukte eignen sich Trockenshampoo, Volumenpuder und Haarspray besonders.

Bei sehr dickem Haar geht auch Haarwachs, was den Pony fransiger aussehen lässt.

Gel oder ölhaltige Stylingprodukte empfehle ich persönlich nicht, da der Pony dadurch klebrig, fettig und ungepflegt wirkt.

Extratipp Der Pony kann auch gern mal separat gewaschen werden. Meist wirkt der gesamte Look wieder frisch, man spart sich Stylingaufwand und Zeit. Und der Umwelt tut es auch gut.

Ponyfrisur und Brille?

Grundsätzlich ja. Der Pony darf gern etwas kürzer und transparenter sein. Wichtig ist, das Haar und Brille nicht kollidieren und vom Gesicht zu wenig zu sehen ist. Ovale Brillen mit dunklem Rahmen passen zu fransig-transparenten Ponys. Ist der Pony eher voll, sollte sich die Brille fast wegsehen (dezente, dünne und helle Fassung).

Pony selber schneiden?

Bitte nicht! Klar es gibt auch da Künstler, die das beherrschen, aber meist geht es dann doch schief oder das Ganze wird (zu) kurz! Also nutzen Sie gern den Ponyschneide-Service, den die meisten Friseure anbieten.

Wenn Sie Lust auf Veränderung Ihres Styles bekommen haben und ein Pony vielleicht als erste Option in Frage kommt, sprechen Sie gern mit dem Friseur Ihres Vertrauens die Möglichkeiten durch, die bei Ihnen passen und wo Sie sich optisch wohlfühlen.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 02. Mai 2022 | 17:00 Uhr

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