22.10.2019 | 17:09 Uhr Sparkasse Mittelsachsen schließt jede dritte Filiale

Karte Schließungen Sparkasse Mittelsachsen
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Die Sparkasse Mittelsachsen schließt zum 31. Dezember 2019 insgesamt 16 Filialen. Das sind mehr als ein Drittel aller Geschäftsstellen. Damit gehen auch rund 100 Arbeitsplätze verloren. Um den Kunden dennoch weiter Service zu bieten, soll es als Ersatz eine sogenannten Direktfiliale geben. Diese wird werktags von früh bis abends über Telefon und Internet erreichbar sein, teilte die Sparkasse Mittelsachsen auf Anfrage von MDR SACHSEN mit. Auch wird die mobile Filiale der Sparkasse künftig an mehr Haltepunkten Station machen.

Das Sparkassenlogo und der Schriftzug an einer Wand.
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Enttäuschung in Rechenberg-Bienenmühle

Eine der betroffenen Gemeinden ist Rechenberg-Bienenmühle. "Die Schließung bedeutet eine große Einschränkung vor allem für die älteren Bürger", sagt Bürgermeister Michael Funke. "Für uns als Gemeinde ist es sehr traurig, da damit auch die letzte Filiale einer Bank vor Ort schließt." Rechenberg-Bienenmühle muss damit zukünftig ohne Geldautomat auskommen. Aus unternehmerischer Sicht könne er die Entscheidung der Sparkasse nachvollziehen, so Funke. Aber die Sparkasse sei auch die Bank des ländlichen Raums und sollte für die Gemeinden bestehen bleiben.

Mit dem Abbau reagiert die Sparkasse eigenen Angaben zufolge auf die anhaltende Niedrig- und Negativzinspolitik sowie das veränderte Kundenverhalten. "Wir bekennen uns zur Präsenz vor Ort in künftig 27 Filialen unter Berücksichtigung der individuellen Kundennutzung und investieren in die Zukunftsfähigkeit dieser Standorte", so Vorstandsvorsitzender Hans-Ferdinand Schramm.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 22.10.2019 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2019, 17:10 Uhr

10 Kommentare

Kirchenmitglied vor 4 Wochen

Die meisten älteren Leute verfügen noch über Sparbücher. Das Abheben von Geld sowie das Umbuchen auf das laufende Konto sind nur an einem Schalter möglich. Wo soll nun in Zukunft ein älterer Mensch diese Vorgänge tätigen?

Rein vor 4 Wochen

Schuld ist Politik der Rettung des Euro und der Banken im Süden.
Dragi und Konsorten mit ihrer 0 Zins Strategie. Warum den betroffenen Menschen und Gemeinden nicht mal ein Geldautomat bleiben soll, da sollten die Bürgermeister dran bleiben.

Dreissiger vor 4 Wochen

Wurde nicht vor kurzem aus Berlin verkündet, der ländliche Raum muss gestärkt werden. Die Menschen werden in diesem Land von einer unfähigen Politikergilde nur noch verar...,aber die Geduld des Michels ist groß, noch.

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