Montag, 25.03.2019: Weihnachten

Heute, neun Monate vor Weihnachten, feiern wir Katholiken das Hochfest der Verkündigung des Herrn. Will heißen, heute wurde Maria gesagt, dass sie Jesus empfängt und Weihnachten der Welt geben wird.

Was daran nun historisch hinhaut und was nicht, ist meines Erachtens zweitrangig. Es geht um Glauben - und da geben Zahlen nicht viel her. Das ist es ja, was wir an dieser mutigen jungen Frau so bewundern: ihren Glauben. Besser ausgedrückt: ihre unvoreingenommene Offenheit für den Willen Gottes. "Mir geschehe nach Deinem Wort.", sagt sie - einfach so.

Ach, das sagen wir doch auch oder zumindest so ähnlich, wenn wir beten: "Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden …"

Nur - manchmal würde ich dennoch so ein kleines "… aber könnten wir vorher noch mal darüber reden …?" ganz gern reinmogeln.

So wie Maria. habe ich es jedenfalls nicht drauf, diese Offenheit und Vorbehaltlosigkeit dem Willen Gottes des Vaters gegenüber - ohne "wenn" und "aber".

Das Ergebnis dieses bedingungslosen Glaubens ist das Wort Gottes mit - wenn man so will - Hand und Fuß - das Jesuskind, das heute in neun Monaten zur Welt kommt.

Vielleicht muss es bei uns ja nicht gleich so etwas Gigantisches sein, geht ja auch gar nicht. Unter Umständen können wir diese Offenheit ja auch erst einmal den Mitmenschen gegenüber üben. Vorbehaltlos mal zuhören oder so. Würde schon was bringen. Wenn wir so offen den Anderen zuhören, könnte es ja auch passieren, dass ich dann Gottes Anspruch aus dem Nächsten - auch dem, der mich so nervt - erlebe?

  

Das Wort zum Tag spricht in dieser Woche:

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Christine Rösch

Christine Rösch

Geboren am 28.09.1958 in Gotha | 1977 Abitur | Studium an der Bauhaus-Universität Weimar mit Abschluss als Dipl. Ing. für Gebiets- und Stadtplanung 1983 | danach tätig in der Altstadtsanierung und im Kirchenbau der Stadt Gotha | ab 1992 theologische Ausbildung | 1. und 2. Examen und Ordination | zunächst Pfarrstelle in Seebergen (Kreis Gotha) | ab 2002 Pastorin für allgemeinkirchliche Aufgaben der Landeskirche in der 1. Pfarrstelle des Diakonischen Werkes Thüringen | ab 2014 theologische Referentin im Landesverband der Diakonie Sachsen | wohnhaft in Radebeul

Kurzbiografie Pater Bernhard Venzke

Pater Bernhard Venzke

geboren 1959 in Osterwieck/Harz | 1978–1982 Theologiestudium in Erfurt | Priesterweihe am 26. Juni 1988 in Sankt Albert, Leipzig | 1988–1991 Kaplan in Sankt Martin, Leipzig | 1991–1993 Studentenpfarrer in Sankt Thomas Morus, Berlin | 1993–1999 Teammitglied des Pfarrteams Sankt Paulus, Berlin | seit 2000 Subprior in Walberberg und Seelsorger an Sankt Albert, Walberberg | seit 2002 Direktor der Tagungsstätte Walberberg | ab 2005 Kreuzfahrtseelsorger in Hamburg | seit September 2007 Pfarrer an Sankt Albert, Leipzig

Verantwortlich für Verkündigungssendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie das Wort zum Tag...

... sind die Senderbeauftragten der evangelischen Landeskirchen, der evangelischen Freikirchen bzw. der römisch-katholischen Kirche.