Eckfahne mit Emblem des  FSV Zwickau
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Fußball | Regionalliga "Wir leben noch" - FSV Zwickau baut den Schuldenberg ab

28. November 2023, 12:11 Uhr

Sportlich läuft es bescheiden beim FSV Zwickau, finanziell ist weiterhin strikter Sparkurs angesagt. Auf der Mitgliederversammlung der "Schwäne" konnte zumindest bezüglich der Finanzen ein Teilerfolg offeriert werden.

Der Anblick der Tabelle schmerzt die Anhänger des FSV Zwickau. Trotz eines Punktgewinns gegen Tabellenführer Greifswalder FC (2:2) sind die "Schwäne" ans Tabellenende abgestürzt und Träger der Roten Laterne. Und auch finanziell ist weiterhin alles im roten Bereich, obwohl es zumindest Lichtblicke gibt, wie den rund 300 anwesenden Vereinsmitgliedern am Montagabend (27. November) bei der Mitgliederversammlung in der Sporthalle Neuplanitz offeriert wurde.

Eine Million Euro Schulden abgebaut

Dank Sparprogramm und der Crowdfunding-Aktion, die über 500.000 Euro einbrachte, konnten in den letzten Monaten vom Schuldenberg der FSV Zwickau Spielbetriebs GmbH etwas mehr als eine Million Euro abgebaut werden. Wie Zwickau auf der Homepage schreibt, sei dies "vor allem durch Gläubigerverhandlungen, Verzichts- und Teilverzichtserklärungen sowie Umwandlung und Verrechnung in Werbe- und Sponsoringleistungen" erreicht worden. Die Verbindlichkeiten belaufen sich damit aber weiter auf gut zwei Millionen Euro.

"Nicht selbstverständlich, dass es den FSV überhaupt noch gibt"

FSV-Vorstand André Beuchold, der die Anwesenden mit den aufmunternden Worten: "Wir leben noch", begrüßt hatte, wertete die Zahlen "als absoluten Erfolg. Es ist nicht selbstverständlich, dass unsere Maßnahmen so gegriffen haben und alle Beteiligten, auch Gläubiger, Sponsoren und Fans so mitziehen". Beuchold betonte aber auch: "Es ist nicht selbstverständlich, dass es den FSV überhaupt noch gibt."

Lenk schaut sich nach Verstärkungen um

Somit sind große Sprünge weiterhin ausgeschlossen, speziell beim kickenden Personal. Dennoch schaut sich Zwickaus Sportdirektor Robin Lenk nach Spielern um, wie er im Kicker sagte. "Ich bin letzte Woche in Tschechien gewesen, weil ich nach alle Richtungen schaue, wo Verstärkung herzubekommen ist und ich bin auch in den nächsten Tagen wieder unterwegs."

Sportdirektor Robin Lenk FSV Zwickau
Beim Geld sind Sportdirektor Robin Lenk die Hände gebunden. Bildrechte: IMAGO/Fotostand

Letztlich sind Lenk bezüglich des Geldes aber die Hände gebunden, an echte Verstärkungen ist wohl kaum zu denken. "Sichten ist das eine, die Bereitstellung der finanziellen Mittel das andere."

jmd

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 28. November 2023 | 19:30 Uhr

11 Kommentare

hartmut45 vor 13 Wochen

Wieder die alten Lamellen von der 2.Liga .Das war einmal ! Da muss doch was nicht Stimmen,wenn man die dritte Liga ,mit einem Hauch Zweitklassigkeit vergleicht . Aber träume weiter .

AnniZ vor 13 Wochen

Oh doch, gekreischt wurde heftig. Als im Sommer das finanzielle Defizit bekannt wurde und dann nochmal mindestens ebenso heftig, als die Fans die Crowdfunding-Kampagne starteten, kam grade aus Aue, dass man in Zwickau überhaupt keine Ahnung vom Wirtschaften hätte. Man habe das Geld mit vollen Händen ausgegeben und weit über die Verhältnisse gelebt. Alles Unterstellungen, die vollkommen haltlos sind. Kaum einer hat mal anerkannt, dass die Auflagen des DFB für viele Vereine kaum bis gar nicht zu erfüllen sind, dass man ohne große Sponsoren oder Investoren die 3. Liga nicht lange überleben kann - vor allem finanziell, aber auch sportlich (der Kader des FSV bestand auch zu Drittligazeiten zum beträchtlichen Teil aus Regionalligaspielern).

Joe 09 vor 13 Wochen

Hallo BSG der Echte, woher nimmst du eigentlich dein angebliches Wissen von deinem Verein. Komisch meine Arbeitskollegen vom Schacht erzählen mir nämlich etwas anderes, und das sind langjährige Mitglieder von deinem so ach super heißgeliebten Verein!!! Bitte vor der eigenen Haustür kehren.

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