
Empfehlungen Thüringens schönste Burgen und Schlösser im Frühling entdecken
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28. Februar 2025, 12:06 Uhr
Sie suchen Tipps für schöne Ausflugsziele im Frühling? Thüringen hat viele zauberhafte Schlösser und geschichtsträchtige Burgen, die einen Besuch mit der ganzen Familie lohnen – allen voran die Wartburg in Eisenach, die als einzige deutsche Burg Weltkulturerbe ist. Aber auch rund um Gotha, Erfurt, Weimar, Jena oder Altenburg gibt es sehenswerte Bauwerke. Diese Auswahl können wir Ihnen wärmstens empfehlen. Hier finden Sie auch Informationen zu Öffnungszeiten, Eintritt und zur Barrierefreiheit.
Inhalt des Artikels:
- Eisenach: Wartburg
- Gotha: Schloss Friedenstein
- Greiz: Sommerpalais
- Seitenroda bei Jena: Leuchtenburg
- Südlich von Erfurt: Schloss Molsdorf
- Kyffhäuserkreis: Reichsburg Kyffhausen
- Altenburger Land: Burg Posterstein
- Meiningen: Schloss Elisabethenburg
- Rudolstadt: Heidecksburg
- Schmalkalden: Schloss Wilhelmsburg
- Schloss Schwarzburg
- Weimar: Schloss Belvedere und Schloss Tiefurt
- Saale-Holzland-Kreis: Dornburger Schlösser
- Altenburg: Schloss Altenburg
- Sondershausen: Schloss Sondershausen
- Bad Liebenstein: Schloss und Park Altenstein
- Kreis Hildburghausen: Veste Heldburg bzw. Deutsches Burgenmuseum
- Schleiz: Schloss Burgk
- Schleusingen: Bertholdsburg
Eisenach: Wartburg
Die Wartburg ist die erste deutsche Burg, die ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde: Martin Luther fand dort Zuflucht und übersetzte in wenigen Monaten das Neue Testament ins Deutsche. Sein Arbeitsort ist im Originalzustand erhalten, die Lutherstube ist aber nur ein Highlight auf dem Rundgang. Ebenso beeindrucken der prächtige Festsaal oder die Elisabethkemenate im Palas, dem Wohn- und Repräsentationsgebäude der Thüringer Landgrafen.
Wer nicht einfach das Busshuttle nehmen will, kann den 400 Meter langen Weg hoch zur Burg auf dem Felsplateau bei einer Wanderung "erklimmen". Oben angekommen, überrascht die Burg als architektonischer Mix vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert, da sie immer wieder umgebaut und erweitert wurde. Im Festsaal finden regelmäßig Konzerte statt, nicht nur im MDR MUSIKSOMMER. Vor Weihnachten entfaltet der historische Mittelaltermarkt im Burghof seinen besonderen Zauber. Das Weltnaturerbe Hainich mit seinen Buchenwäldern, die im Herbst besonders bunt leuchten, ist auch nicht weit.
Gotha: Schloss Friedenstein
Friedenstein gilt als größter Schlossbau Deutschlands aus dem 17. Jahrhundert – und als ein "Barockes Universum": Die weitläufige Anlage beherbergt verschiedenste Museen und Kunstsammlungen, die sich seit 350 Jahren am selben Ort erhalten haben – so wie der Schlosspark samt Orangerie. In einen der markanten Schlosstürme ist nach der umfassenden Sanierung die beeindruckende naturkundliche Sammlung eingezogen. Eine Rarität ist das historische Ekhof-Theater, das inzwischen mittels VR-Brille in Aktion erlebt werden kann.
Anreisen könnte man übrigens aus dem Thüringer Wald mit der Thüringer Waldbahn, die Waltershausen, Friedrichroda und Bad Tabarz mit Gotha verbindet. Eine Haltestelle befindet sich unweit des Schlosses. Aber Achtung – voraussichtlich bis 2032 finden im Westflügel des Schlosses Sanierungsarbeiten statt. Teile der Dauerausstellung sind deswegen geschlossen. Dafür lockt gleich gegenüber des Schlosses noch das Herzogliche Museum als größter Kunsttempel des Freistaats.
Greiz: Sommerpalais
Das kleine Sommerpalais im Greizer Park wurde im 18. Jahrhundert nach französischem Vorbild erbaut. Umgeben ist das Palais von einem englischen Landschaftspark mit inzwischen über 4.000 Gehölzen. Im Sommerpalais können die Hofbibliothek, die Kupferstichsammlung und Kunstschätze des Greizer Fürstenhauses bestaunt werden. Auch Karikaturen gehören zum Bestand. Im Gartensaal finden die Ausstellungen des Satiricums sowie Konzerte und Veranstaltungen statt. In den Räumen der Bel Etage ist die Alte Sammlung zu besichtigen. In den ehemaligen Wohnräumen der fürstlichen Familie sind heute die Bibliothek, der Leseraum und die Restaurierungswerkstatt untergebracht.
Nicht weit entfernt vom Sommerpalais können Besucherinnen und Besucher durch den Park zum Küchenhaus direkt an der Weißen Elster laufen. Dort gibt es ein Café, das außer montags täglich geöffnet ist.
Seitenroda bei Jena: Leuchtenburg
Erbaut wurde sie Ende des 12. Jahrhunderts hoch über dem Saaletal bei Seitenroda. Wenn die Sonne über dem markanten Berg scheint, bringt sie den Muschelkalk zum Leuchten. Diesem Naturschauspiel verdankt die Burganlage ihren Namen. Sie gilt als eine der schönsten Burgen Thüringens, die idyllischen Weinberge zählen zu den höchstgelegenen nördlich der Alpen. Ein frei schwebender Stahlsteg ragt 20 Meter ins Saaletal und ermöglicht eine spektakuläre Rundumsicht.
Außerdem beherbergt die Leuchtenburg ein Porzellanmuseum, gehört speziell das Saaletal doch zu den ältesten Porzellanregionen Deutschlands. Die "Porzellanwelten" geben Auskunft über den Ursprung des Porzellans in China und die Suche nach der richtigen Rezeptur in Europa. In der interaktiven Ausstellung können sich kleine und große Besucher auch selbst an der richtigen Rezeptur versuchen. Zu sehen ist auch wertvolles Porzellan der Fürstenhöfe und Porzellankunst. Und es gibt eine Porzellankapelle, in der auch Konzerte stattfinden. Für Stärkung sorgt die Burgschänke.
Südlich von Erfurt: Schloss Molsdorf
Schloss Molsdorf ist im wesentlichen dem Prestigebedürfnis des Reichsgrafen Gustav Adolf von Gotter zu verdanken, der es in ein barockes Lustschloss verwandelte. Es gibt Stuckdecken, Wandvertäfelungen und in den Räumen ist Porzellan ausgestellt. In einem holzgetäfelten Festsaal können Gemälde bewundert werden.
Das Schloss gehört zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten. Von Zeit zu Zeit sind Teile der Erotika-Sammlung ausgestellt. Seit 1998 wird im Schloss der Nachlass des Nestors der Thüringer Landschaftsmalerei, Otto Knöpfer, gepflegt. Von März bis Dezember finden regelmäßig Kammerkonzerte im Festsaal statt. Umgeben ist das Schloss von einem romantischen Park, aus dem barocken Garten wurde im 18. Jahrhundert ein acht Hektar großer Landschaftspark mit Allee, Wasserkanälen und Kieswegen.
Kyffhäuserkreis: Reichsburg Kyffhausen
Auch wenn von der Reichsburg mittlerweile nur noch eine Ruine übrig ist – sie ist eines der meistbesuchten Touristenziele hierzulande. Das liegt am Kyffhäuserdenkmal, das Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Burggelände errichtet wurde. Es zeigt Kaiser Friedrich Barbarossa, der einer Sage nach seit mehr als 800 Jahren im Kyffhäuser schläft, um auf die Wiederkehr seines Reiches zu warten.
Weithin sichtbar thront die Burg auf dem Höhenzug des Kyffhäusergebirges. Einst war die romanische, dreigeteilte Anlage über 600 Meter lang und 60 Meter breit. In Teilen erhalten geblieben ist bis heute der Barbarossaturm der Oberburg: Eine 17 Meter hohe Bergfriedruine mit drei Meter dicken Mauern. Und auch in den beeindruckenden Burgbrunnen kann man heute noch hinabschauen: Mit 176 Metern ist er der tiefste der Welt!
Heutzutage herrscht auf dem Gelände der Burg oft Trubel, ganze Busladungen an Menschen besichtigen täglich das Gelände. Wer es etwas ruhiger mag, kann die Burg als Ausgangspunkt für eine Wanderung ins idyllische Umland unterhalb des Berges nutzen: Hier wechseln sich Wälder mit Streuobstwiesen ab.
Altenburger Land: Burg Posterstein
Über dem Altenburger Land thront die Burg Posterstein. Um 1191 entstanden, wurde sie im Lauf der Jahrhunderte häufig umgebaut. Kuriosum ist ein im Gerichtsraum der Burg versteckter Zugang zu einer Treppe, die vielleicht einmal ein geheimer Fluchtweg war. Davor steht ein Schrank.
Seit 1952 gibt es das Museum Burg Posterstein. Dort lässt sich die regionale Geschichte erkunden. Etwa die von Anna Dorothea von Kurland, die einst eine der reichsten und schillerndsten Damen Europas war. Oder die von Hans Wilhelm von Thümmel, der es im Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg vom Pagen bis zum Minister brachte. Auch gibt es immer wieder Sonderausstellungen im Museum.
Meiningen: Schloss Elisabethenburg
Die Schlossanlage ist ein herausragendes Beispiel für thüringische Schlossbauten des Barock. Highlights sind die Schlosskirche "Zur Heiligen Dreifaltigkeit", der Marmorsaal und der Hessensaal. Der im englischen Stil angelegte Garten gehörte zu den prächtigsten in ganz Deutschland. Kein Wunder, dass hier bedeutende Künstler ein- und ausgingen: Max Reger und Richard Wagner, Hans von Bülow oder Johannes Brahms. Auch Friedrich Schiller saß oft in der gut ausgestatteten Hofbibliothek.
Heute beherbergt das Schloss ein Museum, das über zwei Etagen die Kunstsammlung sowie die reiche Theater- und Musikgeschichte präsentiert. Für eine angemessene Pause empfiehlt sich das Museumscafé im Hessensaal mit Blick über die Altstadt.
Rudolstadt: Heidecksburg
Auf den ersten Blick wirkt die Heidecksburg schlicht: 60 Meter oberhalb der Stadt gelegen, dominiert sie zwar das Stadtbild, fällt aber nicht durch üppige Außengestaltung auf. Dass man hier Meisterleistungen barocker Baukunst bewundern kann, wird deswegen erst bei einem Rundgang klar. Die reichen Sammlungen sind größtenteils in den Schauräumen des Schlosses untergebracht. In der ehemaligen Hofküche wird die Welt des "Rococo en miniature" präsentiert, eine Ausstellung, die das Leben am Hofe zu Zeiten des Barocks im Maßstab 1:50 zeigt. Auch eine Gemälde- und eine Porzellangalerie sind im Schloss zu besichtigen, außerdem ein naturhistorisches Museum und das Museum für Schwarzburgische Geschichte.
Die Heidecksburg wird heute gerne als Veranstaltungsort für Konzerte und Theater genutzt: Eine große Bühne des Rudolstadt-Festivals wird beispielsweise jedes Jahr im Innenhof aufgebaut. Auch das Sommertheater des Theaters Rudolstadt ist zur schönen Tradition geworden.
Schmalkalden: Schloss Wilhelmsburg
Über dem mittelalterlichen Stadtkern von Schmalkalden thront Schloss Wilhelmsburg. Es gilt heute als einzigartiges Juwel aus der Zeit der Renaissance: Aufgrund seiner originalen Raumstruktur im Inneren, wegen der prächtigen Wandmalereien und Stuckaturen sowie seiner nahezu vollständig erhaltenen Außenanlage. Der sogenannte Riesensaal macht seinem Namen alle Ehre, als einer der schönsten und größten im ausgehenden 16. Jahrhundert. Das Museum im Schloss gibt Einblicke in die höfische Kultur und Gesellschaft.
Die neue barrierefreie Dauerausstellung informiert über die Gründung des Schmalkadischen Bundes 1530/31 und die Kirchenspaltung. Eine digitale Ausgabe von Herzogin Elisabeth von Rochlitz führt auf lebensgroßen Bildschirmen durch die Ausstellung. Kinder können mit Schlossgespenst "Willi" durch das Schloss und die Außenanlagen geistern.
Schloss Schwarzburg
Das Schloss Schwarzburg liegt malerisch im Grünen, hoch oben auf einem von der Schwarza umflossenen Schieferfelsen. Von der Vorgeschichte als wehrhafte Burg kündet die rund 5.000 Objekte umfassende Waffen-Sammlung. Einmalig ist nicht nur, dass sie nahezu komplett erhalten ist, sondern auch, dass die Waffen aus fünf Jahrhunderten nicht in Vitrinen, sondern frei hängend und liegend in der Schau unter dem Titel "Fürstliche Erlebniswelten" gezeigt werden.
Auf Schloss Schwarzburg unterzeichnete Friedrich Ebert die Weimarer Verfassung. Bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg galt das Ensemble als eines der schönsten Barockschlösser Deutschlands.
Weimar: Schloss Belvedere und Schloss Tiefurt
Schloss Belvedere war einst die barocke Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach. Das Gebäude ist deswegen von einem weitläufigen Park mit Orangerie, Lust- und Irrgarten umgeben. Es beherbergt außerdem ein Museum für Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts.
Schloss und Park Tiefurt galten einst als "Musenort" der Weimarer Hofgesellschaft: Knapp vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, bot sich hier ein ruhiges Idyll mit einem weitläufigen Park. Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar und Eisenach lud zahlreiche Gäste hierher ein, u.a. Goethe, Herder und Schiller.
Auch heute ist Tiefurt ein wunderbarer Rückzugsort: Viele Touristen treten den Weg in den etwas abseits gelegenen Stadtteil nicht an, so dass man im 21 Hektar großen Park anders als in der Innenstadt manchmal fast alleine ist. Ein Tipp für heiße Tage: Die Ilm ist hier stellenweise nicht tief, eine Einstiegsstelle lädt dazu ein, die Füße abzukühlen.
Saale-Holzland-Kreis: Dornburger Schlösser
Nur wenige Kilometer nordöstlich von Jena schlängelt sich die Saale malerisch zwischen hohen Felsen hindurch. Hoch oben auf einem mit Wein bewachsenen Muschelkalkfelsen erheben sich die drei Dornburger Schlösser, bestehend aus Altem Schloss, Renaissanceschloss und Rokokoschloss.
Im Sommer 1828 weilte Goethe hier für acht Wochen – und auch heute noch spürt man, wieso ihn dieser Ort damals begeisterte: Der Blick hinab zur Saale und auf die Weinreben ist traumhaft, der Garten mit Eschen- und Rosengang ebenso. Am letzten Wochenende im Juni wird hier übrigens traditionell das Rosenfest gefeiert: mit Kinderspielen, Theater, Musik und der Krönung der Rosenkönigin.
Altenburg: Schloss Altenburg
Schloss Altenburg war im Verlauf seiner langen Geschichte mehrfach Residenz sächsicher Kurfürsten und ernestinischer Herzöge, die heutige Burganlage entstand deswegen in verschiedenen Bauphasen und zählt zu den größten Schlosskomplexen in Thüringen. Im Corps de Logis kann man verschiedene Ausstellungen besuchen, unter anderem können die herzoglichen Gemächer aus dem 19./20. Jahrhundert besichtigt werden: In den historischen Räumen wird die Entwicklung von Stadt und Land im 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie Wohnkultur des 17./18. Jahrhunderts dargestellt.
Weiterhin zu sehen sind die Lindenauschen Sammlungen (von Bernhard von Lindenau, der das benachbarte Museum mit seiner einzigartigen Sammlung italienischer Tafelmalerei der Gotik und Frührenaissance stiftete), die Rüstkammer, das Sibyllenkabinett und eine Uhrensammlung. Eine Besonderheit stellt das weltweit einzigartige Spielkartenmuseum dar.
Sondershausen: Schloss Sondershausen
Die vierflügelige Schlossanlage verzeichnet eine fast 800-jährige Baugeschichte. Heute ist es Hort für Museen und 20 verschiedene Sammlungen: Das Schlossmuseum beherbergt sowohl Kunst und Kunsthandwerk als auch volkskundliche und naturwissenschaftliche Bestände. Seit 1925 ist zudem das Städtische Museum im Schloss Sondershausen untergebracht.
Einer der Höhepunkte auf dem Gang durch die Schlossräume ist die barocke goldene Prunkkutsche, eine Art "Rolls Royce des 18. Jahrhunderts". Von diesem in Paris gefertigten Typ der "grand carrosse" gibt es weltweit nur noch wenige Exemplare. Außerdem lockt der ab 1695 entstandene Riesensaal, der mit 16 überlebensgroßen Figuren antiker Gottheiten und mehr als 20 Deckengemälden mythologischen Inhalts geschmückt ist.
Neben den ständigen Ausstellungen bietet die Galerie im Schloss Wechselausstellungen zur modernen Kunst. Im Gebäudekomplex befinden sich außerdem ein Restaurant sowie die städtische Musikschule. Im historischen Schlosspark lädt das barocke sogenannte Achteckhaus in der Sommersaison zu Konzerten ein.
Bad Liebenstein: Schloss und Park Altenstein
Der ehemalige Sommersitz der Herzöge von Sachsen-Meiningen mit seinem weitläufigen Park liegt etwa zwei Kilometer nördlich des ältesten Thüringer Bades, dem Kurort Bad Liebenstein. Auf dem Weg zu der sich malerisch auf einem Bergplateau erhebenden Anlage passieren Sie auch jenes Waldstück, in dem Reformator Martin Luther auf der Rückreise von Worms "überfallen" und anschließend auf die Wartburg bei Eisenach gebracht wurde.
Gern gesehener Gast des Herzogs auf Schloss Altenstein war der Komponist Johannes Brahms, der hier mehrere seiner Werke komponierte.
Ein Brand im Februar 1982 zerstörte die gesamte historische Innenausstattung des Schlosses. Seit Schloss und Park zum Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten gehören, wird an der Rekonstruktion gearbeitet. Das Schloss beherbergt heute wieder ein Chinesisches Kabinett und eine Brahms-Gedenkstätte, die im Rahmen von Führungen zugänglich sind. Stärken kann man sich im Café Altenstein, um danach vielleicht noch die Altensteiner Höhle ganz in der Nähe zu besuchen.
Kreis Hildburghausen: Veste Heldburg bzw. Deutsches Burgenmuseum
Die Veste Heldburg, eine ursprünglich mittelalterliche Höhenburg, stellt mit ihrer Baugeschichte den Idealfall einer Burg dar – weshalb das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg (in Zusammenarbeit mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten) die Burg auch ausgewählt hat, dort das weltweit erste Burgenmuseum einzurichten. Darin werden auf etwa 1.700 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 250 Exponate gezeigt.
Das Museum lässt dabei mit originalen Ausstellungsstücken, authentischen Räumen, Modellen und Multimedia-Präsentationen die Welt der Burgen lebendig werden. Es erlaubt Einblicke in historische Zusammenhänge, in den Alltag auf Burgen, ihre Funktion in Kriegs- und Friedenszeiten und räumt mit so manchen Vorstellungen und Mythen rund um die Burgen auf.
Schleiz: Schloss Burgk
Schloss Burgk ist malerisch am Ufer der Oberen Saale gelegen. Vom Schloss aus bietet sich eine einzigartige Aussicht über die Täler und Wälder der Flusslandschaft. Die einstige Reußische Residenz beeindruckt nicht nur mit historischen Wohn- und Schauräumen samt ihrer wertvollen Innenausstattung – sondern sie ist mit ihren Sammlungen, Ausstellungen und Märchensonntagen mit Puppentheater zu einem kulturellen Zentrum in Ostthüringen geworden.
Seit 1952 beherbergt es das Museum Schloss Burgk, das über drei wertvolle Sammlungen verfügt: Die Exlibris-Sammlung mit etwa 250.000 Blättern, die Sammlung Künstlerbücher und originalgraphische Zeitschriften sowie eine umfangreiche Bibliothek.
Der Märchen-Klassiker "Die goldene Gans" (2013) wurde unter anderem auch im Prunkzimmer auf Schloss Burgk gedreht.
Schleusingen: Bertholdsburg
Dort, wo Erle und Nahe zusammenfließen, befindet sich am westlichen Rand der Altstadt von Schleusingen der bedeutendste Profanbau im südthüringischen Raum: die Bertholdsburg, das älteste Residenzschloss Thüringens.
Der ehemalige Wehr- und Wachturm, welcher 40 Meter über die Stadt ragt, kann bestiegen werden und liefert eine malerische Aussicht über die Ausläufer des Thüringer Waldes. Das Schloss beherbergt das Naturhistorische Museum mit Informationen zur Natur- und Regionalgeschichte Thüringens und dem ein oder anderen Saurierskelett.
Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 27. Juni 2024 | 21:00 Uhr