Szene aus Eleanor & Colette
Die Schizophrenie-Patientin Eleanor Riese (Helen Bonham Carter) kämpft für mehr Rechte von psychisch Kranken. Bildrechte: Warner Bros. Entertainment

Filmbiografie von Bille August "Eleanor & Colette" – Eine Schizophrenie-Patientin kämpft

von Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker

Szene aus Eleanor & Colette
Die Schizophrenie-Patientin Eleanor Riese (Helen Bonham Carter) kämpft für mehr Rechte von psychisch Kranken. Bildrechte: Warner Bros. Entertainment

Dieser Film erzählt die wahre Geschichte der Eleanore Riese, die an paranoider Schizophrenie litt. Dennoch schaffte es die Patientin einer Klinik in San Francisco, sich gegen die entmündigende Behandlung zur Wehr zu setzen. In einem spektakulären Verfahren, unterstützt von der Anwältin Colette Hughes, wehrte sie sich gegen medizinische Zwangsmaßnahmen, etwa gegen aufgezwungene Medikamente, und veränderte damit die Praxis nachhaltig.

Szene aus Eleanor & Colette
Die Patientenrechtsanwältin Colette Hughes (Hilary Swank) unterstützt Eleanore Riese in ihrem Kampf. Bildrechte: Warner Bros. Entertainment

Eine erstaunliche und wichtige Geschichte, die in von Regisseur Bille August leider etwas zu brav und konfliktarm erzählt wird. Allerdings verkörpern die beiden wunderbaren Schauspielerinnen Helena Bonham Carter als Eleanor und Hilary Swank als Colette ihre Figuren mit so viel Wärme und Sympathie, dass man den komplizierten juristischen Vorgängen doch mit geduldiger Anteilnahme folgt.

Genre: Drama, Biografie
Regie: Bille August
Darsteller: Helena Bonham Carter, Hilary Swank, Jeffrey Tambor
Im deutschen Kino ab: 3. Mai 2018
Produktionsland: Deutschland, Belgien
Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆ (3 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Filme der Woche | 03. Mai 2018 | 07:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Mai 2018, 10:27 Uhr

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