Filmstart "Ema": Tanzfilm, Ehedrama und Generationenporträt

Knut Elstermann
Bildrechte: Jochen Saupe

Im Drama "Ema" zeichnet Regisseur Pablo Larraín das rauschhafte Bild einer jungen Generation, die nach Leben brennt. Seine metaphorischen Bilder und der gewaltige Sound nehmen die Zuschauerinnen und Zuschauer dabei völlig in Besitz, so unser Kritiker.

Szene aus dem Kinofilm EMA 2 min
Bildrechte: Koch Films

Mi 21.10.2020 18:44Uhr 01:53 min

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Der chilenische Erfolgsregisseur Pablo Larraín ("El Club") erzählt in "Ema" zum ersten Mal keine historische oder tabubrechende Geschichte. Er zeichnet das packende, rauschhafte Bild einer jungen Generation in verschiedenen Handlungssträngen, die man sich selbst zusammensetzen muss. Der Film basiert eher auf Stimmungsbildern und Momentaufnahmen.

Tanz als Ausdruck von Wut und Lebenslust

Szene aus dem Kinofilm EMA
Mariana Di Girolamo als Ema und Gael Garcia Bernal als Gastón Bildrechte: Koch Films

Im Mittelpunkt steht ein Paar, gespielt von Gael García Bernal und der hinreißenden Mariana di Girolamo; sie ist die titelgebende Tänzerin Ema. Beide hatten einen achtjährigen Jungen adoptiert, der so gern und gefährlich mit Feuer spielt, dass sie ihn zurückgegeben haben – mit verzweifelten Schuldgefühlen. Ihre Wut und Lebenslust drückt Ema in ihren wilden Tänzen aus.

Symbolische Bilder von lodernden Flammen stehen für eine Generation, die nach Leben brennt. Ein wuchtiger, irritierender Film, dessen metaphorische Bilder und gewaltiger Sound die Zuschauerinnen und Zuschauer völlig in Besitz nehmen, aufgeladen mit einer großen erotischen Kraft.

Szene aus dem Kinofilm EMA
Ema drückt ihre Gefühle in ihren wilden Tänzen aus. Bildrechte: Koch Films
Genre: Drama, Tanzfilm
Regie: Pablo Larraín
Besetzung: Santiago Cabrera, Mariana Di Girolamo, Gael García Bernal
Im deutschen Kino ab: 22.10.2020
Produktionsland: Chile
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 22. Oktober 2020 | 08:10 Uhr

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