Liebt die Sonne Eukalyptus: Die Trendpflanze im Kübel richtig pflegen

Eucalyptus gunnii

Eine Frau mit grüner Schürze steht in einem Garten vor einem Pfirsichbaum mit Früchten.
Bildrechte: MDR/Lisa-Marie Kaspar

Weltweit gibt es etwa 700 Eukalyptus-Arten. Sie lassen sich nur anhand der Blüten und Früchte unterscheiden. Eine davon ist der hier weit verbreitete Eucalyptus gunnii. Wie der Strauch gegossen, gedüngt und im Winter gepflegt wird, erklärt MDR Garten-Expertin Brigitte Goss in diesem Steckbrief.

Natürlich Gärtnern
Eukalyptus ist derzeit sehr beliebt. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss
Eukalyptus auf einen Blick
Heimat Australien, Tasmanien
Pflanzenfamilie Myrtaceae
Wuchs in der Heimat 25 cm hoch, wintergrün
Blüte bildet sich nur bei Altersformen aus, die sich in unseren Breiten kaum bilden (siehe Lebensdauer)
Standort sonnig, als Kübelpflanze sollte Eukalyptus im Winter hell bei 5°C bis 15°C stehen
Boden/Substrat locker, durchlässig, eher sauer
Winterhart ausgepflanzt: geschützt bis minus 18 °C, oberirdische Teile sterben ab, aus der Wurzel bilden sich aber wieder Stockausschläge (aus dem Lignotuber, dem Speicherorgan)
Mehrjährig ja
Lebensdauer In unseren Breiten werden die Pflanzen nicht so alt. Sie frieren meist jedes Jahr zurück, so dass sich die Pflanzen bei uns ständig verjüngen und nie die Altersform mit länglichen Blättern, Blüten und Früchten bilden können.
Besonderheiten Eukalypus erträgt wie keine andere Pflanze hohe Sonneneinstrahlungen. Die Pflanzen schützen sich, indem sie die Blätter von der Sonne wegdrehen und ihr nur die schmale Seite zu wenden. Dies können sie natürlich nur mit den Blättern der Altersform.

Eukalyptus pflanzen

Weil Eukalyptus gunii nur bedingt winterhart ist, eignet er sich vor allem als Topfpflanze. In sehr milden Regionen kann er im Frühjahr aber auch ausgepflanzt werden. Eukalyptus braucht einen sonnigen Standort und durchlässigen Boden. Im Kübel sollte Eukalyptus im Sommer auch unbedingt in der Sonne stehen.

Eukalyptus gunnii im Topf
Eukalyptus gunnii fühlt sich im Kübel wohl. Sobald es warm genug ist, sollte sie ins Freie gestellt werden. Als klassische Zimmerpflanze ist sie nicht geeignet. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Eukalyptus gießen, düngen und schneiden

Im Kübel ist eine gleichmäßige Wasserversorgung mit kalkarmem Wasser wichtig. Der Topfballen darf nie austrocknen, aber auch nie im Wasser stehen.

Seien Sie beim Düngen zurückhaltend: Nur im Sommer zwischen April und August, wenn die Pflanze im starken Wachstum ist, sollte Eukalyptus alle zwei Wochen mit der Hälfte des auf der Verpackung angegebenen Flüssigdüngers gedüngt werden.

Eukalyptus verträgt im Frühjahr und Sommer starke Rückschnitte der oberen Pflanzenteile. Durch den Rückschnitt bilden sich frische junge Triebe.

Blühender Eukalyptus in Neuseeland
Ein Eukalyptus-Baum in Neuseeland. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Eukalyptus-Bäume sind nahezu unverwüstlich Eukalyptus ist eine Pflanze, die früher vollkommen unterschätzt wurde. Das Holz wächst schnell. Deshalb wurde der Eukalyptus exportiert und außerhalb seiner Heimat gepflanzt. Dort entpuppten sich die Eukalyptusarten als Problempflanzen, die andere Arten massiv verdrängen und zudem durch das mit ätherischen Ölen getränkte Holz die Waldbrandgefahr erhöht.

Eukalyptuspflanzen bilden schon in jungen Jahren an der Stammbasis beziehungsweise im Wurzelraum ein Speicherorgan, den Lignotuber. Dank des Lignotubers kann der Eukalyptus am Naturstandort nach einem Waldbrand schnell wieder auszutreiben. Dieser Vorteil führt aber auch dazu, dass Eukalyptus-Bäume dort, wo sie sich etabliert haben, durch Fällung nicht mehr entfernt werden können. Durch ihr hohes Regenerationsvermögen treiben sie immer wieder neu aus.


Eukalyptus im Winter

Im Winter kann Eukalyptus im Kübel lange geschützt im Freien bleiben. Leichten, kurzzeitigen Frost bis -5 Grad Celsius verträgt er gut. Überwintert wird der Eukalyptus an einem kühlen hellen Standort bei etwa 10 Grad Celsius. Eukalyptus besitzt ein empfindliches Wurzelwerk. Er reagiert empfindlich auf Staunässe, aber auch auf Trockenheit. Gießen Sie ihn daher auch im Winter gleichmäßig mit kalkarmem Wasser und lassen Sie ihn nie austrocknen.

Eukalyptus fühlt sich im Winter an einem hellen und kühlen Standort wohl. Ideal ist dafür beispielsweise ein Wintergarten. Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius sind optimal. Im warmen Zimmer sollte der Eukalyptus nur kurzzeitig stehen. An frostfreien Tagen kann die Pflanze ins Freie.

Eukalyptus als Geschenk
Ein Eukalyptus-Bäumchen lässt sich gut mit Eukalyptus-Badesalz zusammen verschenken. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

Geschenkidee für Eukalyptusfans Eukalyptuspflanzen im Topf lassen sich gut zusammen mit Eukalyptusbadezusätze, -öl und -dragees verschenken. Kleben Sie die Produkte einfach mit einem starken Klebeband an stabile Holzstäbe und stecken Sie sie in den Kübel. Fertig!

Auch mit Servietten, Geschenkpapier und Stoffen mit Eukalyptus-Motiven lässt sich die Trendpflanze als Geschenk gut kombinieren. Accessoires dieser Art gibt es aktuell sehr häufig.

Eukalyptus - Erkältungsmittel und beliebtes Deko-Motiv

Traditionell begegnet uns Eukalyptus als Bestandteil von Mitteln gegen Erkältungskrankheiten. Die Pflanze selbst verströmt bei Berührung diesen frischen, aromatischen Duft, der das Atmen bei verstopfter Nase erleichtert.

Eukalyptus wird auch gern in der Floristik verwendet.

Außerdem gilt Eukalyptus derzeit als Trendpflanze bei Indoor-Designern. Die grau-grünen Eukalyptusblätter schmücken Tapeten, Stoffe und viele Dekoelemente.


Schädlinge und Krankheiten bei Eukalyptus ...

... sind nicht bekannt.

Eukalyptus mit Blüten und Früchten in Neuseeland
Blüten und Früchte an einem Eukalytus-Baum in Neuseeland. Bei uns bildet Eukalyptus in der Regel keine Früchte und Blüten aus. Bildrechte: MDR/Brigitte Goss

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 16. Oktober 2021 | 11:45 Uhr