Ein Hinweis für das Deutschlandticket steht am Hauptbahnhof auf einem Fahrkartenautomat.
Das Deutschlandticket wird mindestens bis April kommenden Jahres weiter 49 Euro kosten. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Nach Bund-Länder-Beratungen Deutschlandticket soll bis Ende April nicht teurer werden

07. November 2023, 16:26 Uhr

Das Deutschlandticket wird mindestens bis Ende April kommenden Jahres 49 Euro im Monat kosten. Darauf haben sich Bund und Länder bei ihrem Treffen im Kanzleramt verständigt. Ob es danach teurer wird, ist allerdings offen. Die Länderverkehrsminister sollen ein Konzept zur Finanzierung vorlegen, der Bund sieht sich nicht in der Pflicht.

Der Preis für ein Deutschlandticket soll bis mindestens zum Frühjahr bei 49 Euro pro Monat liegen. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies sagte nach den Beratungen von Bund und Ländern, zumindest im ersten Jahr nach der Einführung, also noch bis Ende April, werde es keine Preiserhöhung geben.

Deutschlandticket soll auch 2024 angeboten werden

Lies erklärte, nach den Beratungen sei klar, dass das Deutschlandticket auch 2024 weiter angeboten werden. Unklar ist allerdings auch nach dem Treffen von Bund und Ländern am Montagabend, was das Ticket ab Mai kosten wird. Der Preis von 49 Euro im Monat war als "Einführungspreis" gedacht.

Der SPD-Politiker Lies rief die Verkehrsminister von Bund und Ländern auf, bis Mai ein Konzept für die weitere Finanzierung des Tickets vorzulegen. Dabei werde man dann auch über Anpassungs- und Ausgleichsmechanismen beim Preis diskutieren müssen.

Wissing: Verkehrsminister der Länder sollen über Preis beraten

Bundesverkehrsminister Volker Wissing sieht sich dabei nach dem Bund-Länder-Treffen nicht in der Pflicht. Er sagte mit Blick auf eine mögliche Preiserhöhung, diese Frage sei der Verkehrsministerkonferenz der Länder als Aufgabe zugewiesen worden. Aus seiner Sicht gibt es keinen Grund mehr, Finanzdebatten oder den Fortbestand des Deutschlandtickets in Frage zu stellen.

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Ungenutzte Zuschüsse werden zur Finanzierung des 49-Euro-Tickets genutzt

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Länder hatten bei ihrem Treffen am Montag Schritte für eine weitere Finanzierung des Tickets vereinbart. So sollen in diesem Jahr ungenutzte Zuschüsse 2024 verwendet werden können. Damit sollen finanzielle Nachteile ausgeglichen werden, die durch das günstigere Ticket bei Verkehrsanbietern entstehen.

dpa (jks)

Weitere Infos zur Debatte ums Deutschlandticket

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. November 2023 | 15:00 Uhr

2 Kommentare

Matthi vor 31 Wochen

Wir haben quer durch Deutschland unterschiedliche Preise für die Monatskarte. Erstmal haben viele Menschen das 49 Euro Ticket gekauft im Abo die nicht jeden Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder sonst Laufen würden, bedeutet eigentlich Mehreinnahmen durch diese Leute. Haben die Verkehrsbetriebe oder DB mehr Fahrer oder Fahrzeuge angeschafft, das kann sich selber jeder nach Region beantworten. Bei uns in Erfurt wurde die Taktungszeit vergrößert weil Fahrer fehlen. Ich persönlich werde das Abo kündigen wenn sich der Preis verteuert weil ich nicht jeden Tag mit Bus und Bahn fahre. Ich bin mal gespannt wieviel Abo Kunden auch ihr Abo Kündigen, je mehr um so größer wird die Finanzierungslücke.

kleinerfrontkaempfer vor 31 Wochen

Offen ist die Verteuerung sicher bis heute. Das der Preis steigt ist aber jetzt schon klar. Wir leben und nutzen den ÖPNV schließlich in Doitschland.

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