Krankenschwester hält hand einer Seniorin
Die Personalsituation in der Pflege könnte sich angesichts der sinkenden Zahl neuer Ausbildungsverträge weiter verschärfen. Bildrechte: IMAGO/Zoonar

Auch in Mitteldeutschland Zahl der Auszubildenden in der Pflege gesunken

04. April 2023, 14:40 Uhr

Trotz des wachsenden Personalbedarfs in der Pflege fangen in Deutschland immer weniger Menschen eine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann an. Die Zahlen gingen dabei auch in Mitteldeutschland zurück.

In der Pflege sind im vergangenen Jahr weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Während im Jahr 2021 noch 56.300 neue Ausbildungsverträge in der Pflege abgeschlossen wurden, waren es 2022 nur 52.300 – ein Rückgang von 4.000 neuen Auszubildenden. Insgesamt befanden sich im vergangenen Jahr 146.500 Menschen in der Ausbildung zum Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns. Endgültige Ergebnisse seien voraussichtlich im Juli verfügbar, hieß es vom Statistischen Bundesamt.

Leichte Rückgänge in Sachsen und Thüringen

Der bundesweite Rückgang zeigte sich dabei auch an den Zahlen für Sachsen und in Thüringen. In Sachsen waren 2021 noch 3.435 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, 2022 waren es 3.375. In Thüringen sank die Zahl in dem Zeitraum von 1.680 auf 1.599. Für Sachsen-Anhalt lagen für das Jahr 2022 zunächst keine Zahlen vor. 2021 waren hier 1.644 Ausbildungsverträge abgeschlossen worden.

Der Bedarf an Pflegekräften wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Ende März war das Statistische Bundesamt in einer Berechnung davon ausgegangen, dass die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland allein durch zunehmende Alterung bis 2055 um 37 Prozent zunehmen werde.

dpa, Reuters (fef)

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 04. April 2023 | 11:45 Uhr

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