Ein Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe
In Dresden wird die Mobilitätssituation am besten bewertet. Bildrechte: imago/momentphoto/Killig

ADAC-Studie Zufriedenheit mit Verkehrssituation in Dresden und Leipzig am größten

30. Januar 2024, 21:03 Uhr

Die Zufriedenheit mit der örtlichen Mobilitätssituation ist laut einer ADAC-Studie in keiner anderen deutschen Großstadt größer als in Dresden. Allerdings nahm die Zufriedenheit der Autofahrer, Radfahrer und Co. insgesamt ab.

In keiner anderen deutschen Großstadt ist die Zufriedenheit der Einwohner, Pendler und Besucher mit der örtlichen Mobilitätssituation größer als in Dresden. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle ADAC-Monitor "Mobil in der Stadt". Die sächsische Landeshauptstadt überzeuge bei allen Fortbewegungsarten am meisten, gefolgt von Leipzig und München, heißt es in der Studie. Erhoben wurde die Zufriedenheit der Autofahrer, ÖPNV-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger.

Studie: Insgesamt höhere Unzufriedenheit gegenüber 2017

Allerdings ist den Studienmachern zufolge die Zufriedenheit gegenüber dem ersten ADAC-Monitor 2017 teils deutlich zurückgegangen, vor allem aufgrund der Ergebnisse bei den Pkw-Fahrern. Bis auf Dresden überwiege in allen Städten die Unzufriedenheit der Autofahrer. Die Pkw-Nutzer störten sich demnach vor allem an den Parkgebühren in den Innenstädten.

Wichtigste Themen für Radfahrer sind laut Studie das Radwegenetz und die Verkehrssicherheit. Hier fielen die Urteile überwiegend kritisch aus. Mit dem ÖPNV seien die Nutzer hingegen zufrieden. Dresden werde auch hier am besten bewertet.

ADAC empfiehlt, sämtliche Verkehrsarten zu berücksichtigen

Für die im Vergleich zu 2017 geringere Gesamtzufriedenheit macht der ADAC mehrere Ursachen aus. "Sicherlich spielt die Zunahme des Pkw-Bestandes in den Großstädten eine große Rolle, aber auch der stärkere Pendlerverkehr und die verschärften Flächenkonkurrenzen", sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand. Hinzu komme, dass angesichts der Vielzahl von Krisen die Zufriedenheit der Menschen mit den Lebensumständen insgesamt abnehme.

Der ADAC empfiehlt den Städten, bei der Mobilitätsplanung sämtliche Verkehrsarten zu berücksichtigen. Die Kommunen sollten ein effizientes Parkraummanagement betreiben, um die Erreichbarkeit mit dem Auto sicherzustellen. Angesichts der Zunahme des Radverkehrs sollten Städte aber auch für ein durchgängiges Radverkehrsnetz sorgen. Als Mobilitätsalternative zum Auto empfiehlt der ADAC zudem das Bemühen um schnelle und zuverlässige Verbindungen von Bussen und Bahnen.

pm (mze)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 30. Januar 2024 | 12:30 Uhr

3 Kommentare

Anni22 vor 16 Wochen

Das in den Großstädten die Verkehrs-anbindung, inclusive ÖPNV funktioniert, das wussten wir schon. Wie wär es mal mit Studien für die Kleinstadt und "den Rest des Landes"?!

Wagner vor 16 Wochen

Hier in der Stadt bin ich auch zufrieden. Aber die Verbindung aufs Land von der Stadt aus und auf den Land ? Das wäre mal einen Bericht wert.

fritz deutsch vor 16 Wochen

Na irgendwo muss sich das 49€ Ticket doch lohnen .

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