Herzzentrum Coswig (Kreis Wittenberg)
Das Herzzentrum Coswig hat eine neue Eigentümerin. Bildrechte: Martina Conradt, JSD Johannesstift Diakonie

Nachfolger Johannesstift Diakonie übernimmt Herzzentrum Coswig

23. Februar 2024, 19:12 Uhr

Das Herzzentrum in Coswig hat eine neue Eigentümerin. Die Klinik wurde von der Johannesstift Diakonie (JSD) übernommen. Zur JSD gehört bereits das Paul-Gerhardt-Stift in Lutherstadt Wittenberg, unweit von Coswig. Beide Häuser sollen eng zusammenarbeiten. Die Jobs in Coswig bleiben erhalten.

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Der Verkauf des Herzzentrums Coswig im Landkreis Wittenberg ist abgeschlossen. Neue Eigentümerin ist die JSD Johannesstift Diakonie. Sie betreibt bereits das Paul-Gerhardt-Stift in der benachbarten Lutherstadt Wittenberg. Stift-Geschäftsführer Matthias Lauterbach soll auch die Leitung in Coswig übernehmen. Am Freitag wurde laut Informationen von JSD und dem bisherigen Träger des Herzzentrums, MEDICLIN, der Kaufvertrag unterzeichnet.

Team soll komplett übernommen werden

Die rund 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden laut JSD gemeinsam mit MEDICLIN bereits im Januar über den Verkauf informiert. Die Arbeitsverhältnisse sollen unverändert übernommen, wie beide Seiten betonen. Der Betriebsübergang solle zeitnah stattfinden, erklärt MEDICLIN in einer Pressemitteilung. Man sehe das Herzzentrum und sein Team damit in guten Händen.

Prof. Dr. med. Lutz Fritsche (Vorstand Medizin Johannesstift Diakonie), Joachim Ramming (CEO MEDICLIN) und Andreas Mörsberger (Sprecher des Vorstands und Vorstand Finanzen Johannesstift Diakonie)
Prof. Dr. med. Lutz Fritsche (Vorstand Medizin Johannesstift Diakonie), Joachim Ramming (CEO MEDICLIN) und Andreas Mörsberger (Sprecher des Vorstands und Vorstand Finanzen Johannesstift Diakonie) Bildrechte: MEDICLIN

Die JSD sieht die Übernahme als wichtigen Schritt, um sich auf die Krankenhausreform vorzubereiten. Lutz Fritsche, Vorstand Medizin der Johannesstift Diakonie erklärte: "Wir verfügen bereits über kardiologische und gefäßmedizinische Fachkompetenzen in der Lutherstadt Wittenberg und können jetzt ein noch breiteres Portfolio für unsere Patientinnen und Patienten in der Region anbieten."

Ärztlicher Direktor und Landrat begrüßen Verkauf

Der ärztliche Direktor des Herzzentrums, Harald Hausmann, betont die gute Entwicklung der Klinik in Coswig und setzt auf die Vernetzung mit den Kolleginnen und Kollegen in Wittenberg: "Das Herzzentrum Coswig hat sich in den vergangenen 25 Jahren zur führenden Klinik für die operative und invasive Behandlung von Herzerkrankungen in Sachsen-Anhalt entwickelt. Es kommen mittlerweile auch viele Patienten aus Brandenburg, Sachsen und Berlin zur Behandlung."

Wittenbergs Landrat Christian Tylsch (CDU) sprach am Freitagnachmittag von einer guten Nachricht: "Die Johannesstift Diakonie ist ein bewährter Partner in der Gesundheitslandschaft des Landkreises Wittenberg, mit dem wir vertrauensvoll im größten Krankenhaus des Landkreises zusammenarbeiten. Ich freue mich außerdem, dass die Übernahme aller 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklärt wurde, da damit viel Sicherheit für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort mit der guten Nachricht verbunden ist."

MDR (Susanne Reh, Karin Roxer, Lucas Riemer, Mario Köhne); zuerst veröffentlicht am 20.Januar 2024

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 23. Februar 2024 | 21:00 Uhr

5 Kommentare

Nudel81 vor 13 Wochen

Wenn es in 5 Jahren nicht profitabel ist, wird es weiter verkauft und der Nächste versucht sein Glück. Personal und Patienten sind nur noch ein Kostenfaktor.

pwsksk vor 13 Wochen

Läuft doch, auch das Gesundheitssystem verkommt nur noch zu einem ökonomischen Gesellschaftsfaktor.
Wie sollte es auch anders sein, wenn da ein "Gesundheitsökonom" seit 25 Jahren an Stellschrauben dreht und noch nie im Gesundheitswesen gearbeitet hat.
Ähnlich Wirtschaftsminister, Außenministerin, Innenministerin..
Bundeskanzler, EU Chefin.

Styler6040 vor 13 Wochen

Was bringen einem ganz teuere Maschine heutzutage, womit man Diagnose stellt.
Die Behandlung wird nicht besser man kann nur genauer dir Krankheit darstellen.
Was bring einem Ärzte die nur 10 Minuten Zeit haben, wenn man dass was die sagen auf dem Beipackzettel auch lessen kann.
Oder im Internet doch das Medikament ist nicht lieferbar ist.
die Pharmaindustrie hat in Deutschland eine längere Geschichte als die vom Auto, ich lasse nicht zu dass es zum Niedergang kommt.
Wenn es seinuss kaufe ich nichts anderes als deutsche Medikamente.

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