Schwimmbereich des Spaßbads Bulabana in Naumburg
Das Bulabana in Naumburg schließt zum 31. März. Bildrechte: MDR

Spaßbad in Naumburg Bulabana: Landespolitik beschäftigt sich mit möglichem Weiterbetrieb

16. Februar 2023, 16:57 Uhr

Die Zukunft des Spaßbades Bulabana in Naumburg beschäftigt jetzt auch die Landespolitik. Bei einer Sitzung im Wirtschaftsministerium am Mittwoch wurden Möglichkeiten besprochen, wie das vor der Schließung stehende Bad gerettet werden könnte. Die meisten Mitarbeitenden verlieren aber zunächst ihre Jobs.

Im Wirtschaftsministerium hat es am Mittwoch eine Beratung zum Spaßbad Bulabana in Naumburg gegeben. Bei der Runde ging es um einen möglichen Weiterbetrieb des Bades, sagte Naumburgs Oberbürgermeister Armin Müller (CDU) MDR SACHSEN-ANHALT. Für feste Zusagen sei es aber noch zu früh. Zunächst solle eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden.

In einem ersten Schritt gehe es darum, die 900.000 Euro Betriebskosten für 2023 zu sichern. Später soll auch über die Finanzierung der Sanierung gesprochen werden. Zuletzt hatte das Bulabana nach Angaben der Stadt jährlich Verluste in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gemacht. Deshalb soll das Bad Ende März dauerhaft schließen. Dem Großteil der 51 Mitarbeitenden werden nach Angaben des Geschäftsführers Detlef Apel Kündigungen ausgesprochen.

MDR (Kathrin Köcher, Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 16. Februar 2023 | 07:30 Uhr

5 Kommentare

Burgfalke am 16.02.2023

@Steffen 1978, das mit "... verschenkt..." trifft zu.

In Naumburg gibt es seit Jahrzehnten "geduldete" Mißwirtschaft u. dazu gehört leider auch dieses Bad!

Naumburg wird durchgängig durch die dritte "Garnitur" aus dem ...geleitet/ bestimmt. Der aktuelle OB ist leider besonders bekannt durch tägliches Wegsehen. Da die "Seilschaften" bzw. die Verbindungen nach Magdeburg besonders gut sind, darf man hier auf "Erlösung" hoffen.

Ca. 12 km weiter westlich schmeißt man mit vollen Händen derzei 225 Mio. € zum "Fenster" heraus u. keiner stört sich daran.
Auch bei diesem Bad könnte man auch einige Mio. aus dem "Kohleumstrukturierungstopf" begründen/ abzweigen. Für eine nicht benötigte Umgehungsstraße, die keiner objektiven (!) Prüfung standhalten würde, verschwendet man Mio. € - Beträge.

steka am 16.02.2023

Verstehe nicht, warum das "Spaßbad" so im Fokus steht, warum liegt die Betonung nicht auf Schulschwimmen und Rettungsschwimmerausbidung. Vielleicht sollte das Bad geteilt werden und nur der Spaßbereich geschlossen werden. Und ein Land, das millarden Steuergelder ausländischen Großkonzernen in den A.... stecken kann, sollte wenigstens für seine Steuerzahler soviel übrig haben.

Peter am 16.02.2023

Steffen 1978: In Naumburg werden in Kürze ein paar rechtslastige Polizeischüler nach Jobs suchen. Zur Probe könnten die im Bad unentgeltlich als Schwimmlehrer tätig werden. Mal schauen, ob die Unterstützung des Bades in diesem Millieu auf fruchtbaren Boden fällt.

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