Energiekrise Leuna reduziert russisches Öl um 50 Prozent

Durch den Krieg in der Ukraine ist auch die Versorgung mit Gas und Öl zu einem Problem geworden. Die Öl-Raffinerie in Leuna hat bis jetzt den Bezug von russischem Öl um die Hälfte reduzieren können und will bis Ende des Jahres unabhängig von Importen aus Russland werden.

Raffinerie Leuna
In Leuna wird Kraftstoff für 1.300 Tankstellen in Mitteldeutschland hergestellt. Bildrechte: IMAGO/Jan Huebner

Die Total-Raffinerie in Leuna hat den Bezug von russischem Öl deutlich reduziert. "Wir haben schon im April mit der Umstellung begonnen und stehen heute bei etwa 50 Prozent nichtrussischem Öl", sagte der Geschäftsführer der Total Energies Raffinerie Mitteldeutschland GmbH, Thomas Behrends, der "Mitteldeutschen Zeitung".

Das Öl komme teils aus der Nordsee und auch aus dem Persischen Golf. Bis Jahresende wolle das Unternehmen komplett ohne russische Rohöle auszukommen.

Leuna versorgt 1.300 mitteldeutsche Tankstellen

Die Raffinerie versorgt derzeit 1.300 Tankstellen aller Marken in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Kraftstoff. In der Industrieanlage werden nach Unternehmensangaben jährlich bis zu zwölf Millionen Tonnen Rohöl zu Benzin, Diesel, Heizöl, Methanol, Flugkraftstoff und vielen weiteren Produkten verarbeitet.

Kein russisches Öl nach 2022 mehr

Der französische Mutterkonzern Total hatte im März 2022 wegen des Ukraine-Kriegs beschlossen, nach 2022 kein russisches Erdöl mehr kaufen zu wollen.

MDR (Moritz Arand)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 20. August 2022 | 08:30 Uhr

32 Kommentare

hinter-dem-Regenbogen vor 15 Wochen

@ElBuffo

Das mit den "Lumpen", das find ich gut . Leider dürfen wir als Medien-Konsumenten derlei Worte nicht personengebunden in Anwendung bringen, obwohl es dringend geboten wäre.
Das dürfen nur die Meinungs-Kanalisten und Satire-Komiker im Fernsehen.

hinter-dem-Regenbogen vor 15 Wochen

@EIbuffo

Wer hat den Energiekrieg begonnen ?
Auch das war ein Angriffskrieg. Erinnert sein an NordStream II .
Jetzt dient der Krieg als Alibi für die überhohen Händlerpreise.

Gas und Erdöl werden aktuell mit kaufmännischen Instrumenten, künstlich verknappt. Daran erkennt man, wer die Macht hat und welche Rolle die Fortschrittsregierung in Berlin dabei spielt. Milliarden an das börsennotierte Unternehmen "UNIper" und Umlagen bzw. Preissteigerungen für den Bürger . . . . die Politik der Umverteilung nimmt immer mehr an Fahrt auf. . . . Die Inflation und die nächste , die Sozialkrise ist nicht mehr aufzuhalten.

meine Schlußfogerung:
Das ist Krieg gegen die Bürger in der Heimat. Eine Verschiebung des bürgerlichen Status in Richtung Armut und Abhjängigkeit.

ElBuffo vor 15 Wochen

Jetzt liegt der Benzinpreis bei 1,60, wobei ich zugebe, den von 2008 nicht mehr im Kopf zu haben. Schon gar nicht für alle Gegenden und Uhrzeiten. Da ich immer in Euronen bezahle, habe ich auch die jeweiligen Wechselkurse nicht im Kopf. Kann man aber rausbekommen.

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