Leute in Winterkleidung machen den ersten Spatenstich auf einer Baustelle. Im Hintergrund ein gelber Bagger.
Mit dem offiziellen Spatenstich hat der Bau an einem neuen Abschnitt der A14 in Sachsen-Anhalt begonnen. Bildrechte: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert

Erster Spatenstich Start für neuen Abschnitt der A14 in der Börde

07. Dezember 2023, 12:42 Uhr

An der A14 in Sachsen-Anhalt wird weiter gebaut: Am Montag haben die Bauarbeiten für den Abschnitt der Autobahn zwischen Dahlenwarsleben und Wolmirstedt in der Börde begonnen. Im Kreis Stendal soll Mitte Dezember ein weiteres Teilstück freigegeben werden. Fertig ist die Nordverlängerung aber noch lange nicht.

In Sachsen-Anhalt entsteht ein neuer Abschnitt der Nordverlängerung der A14. Am Montag haben die Arbeiten an der Autobahn auf dem Teilstück von der Anschlussstelle Dahlenwarsleben bis nach Wolmirstedt mit dem offiziellen Spatenstich begonnen. Das teilte die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, kurz Deges, mit.

Neuer Abschnitt der A14 schließt an fertige Autobahn an

Der geplante Autobahn-Abschnitt ist den Angaben zufolge rund 11,5 Kilometer lang. Er schließe an die bereits fertige Autobahn an, die Dresden und Magdeburg verbindet. Kernstück der Strecke ist eine rund 80 Meter lange Brücke über den Mittellandkanal. Für den Bau sind vier Jahre vorgesehen.

"Mit diesem Abschnitt, der die Landeshauptstadt direkt an die bereits unter Verkehr stehende Strecke Richtung Norden anschließt, kommt der Bau der Autobahn wieder ein gutes Stück voran", erklärte die Landesministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens (FDP), beim offiziellen Spatenstich.

Nächste Strecke in Sachsen-Anhalt wird noch im Dezember freigegeben

Nördlich davon, zwischen Tangerhütte und Lüderitz im Kreis Stendal, wird am 14. Dezember ein fertiges Teilstück der A14 freigegeben. An dem Abschnitt wurde gut fünf Jahre lang gebaut. Zuletzt waren auch die Kosten dafür deutlich gestiegen. Auch der daran anschließende Abschnitt bis Stendal Mitte befindet sich bereits im Bau. Er soll in knapp zwei Jahren freigegeben werden.

Bau der A14-Nordverlängerung: Noch kein Ende in Sicht

Der Bau der A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt hatte sich vor allem wegen Klagen immer wieder verzögert. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Für die beiden Abschnitte von Stendal über Osterburg nach Seehausen laufen derzeit Vorbereitungs-Arbeiten. Zwischen Seehausen und Wittenberge wird bereits gebaut. Die neue Elbe-Brücke nimmt dabei nach Angaben der Autobahn GmbH bereits sichtbar Form an. Dieser Abschnitt könnte ab 2026 genutzt werden, so die Hoffnung.

Bleibt noch das Teilstück zwischen Wittenberge und Karstädt: Verantwortlich dafür ist die Deges. Dort läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren zur Baurecht-Schaffung, erklärte ein Sprecher der Autobahn GmbH auf Anfrage. Wann die Autobahn 14 zwischen Magdeburg und Schwerin also tatsächlich durchgängig befahrbar ist, lässt sich deswegen noch nicht abschätzen, so der Sprecher.

dpa, MDR (Maren Wilczek) | Erstmals veröffentlicht am 4.12.2023

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 04. Dezember 2023 | 13:00 Uhr

7 Kommentare

MathiasMD vor 12 Wochen

Endlich tut sich was. Die Naturschützer haben nur erreicht das die Kosten explodieren. Wenn man bedenkt wie lange man kaum Leute auf den Baustellen sieht, geht es bestimmt auch schneller, aber es scheint nicht gewollt. Die Region wird endlich vorankommen, was sie absolut verdient. Freue mich auf die Fertigstellung...

Quacksalber vor 12 Wochen

2028? Wer es glaubt wird selig. Meine Mutter lebte in der Altmark. Ich in Barleben. Ich habe mich in den letzten 20 Jahren des öfteren gefragt, wann ich wohl über diese A14 in 30 min. bei ihr zu Besuch sein kann statt wie sonst 90 min. Inzwischen ist meine Mutter tot. Und ich frage mich, ob ich selbst noch die Fertigstellung dieser Autobahn erlebe, um wenigstens in gut 90 Minuten zur Ostsee zu kommen. Die Zustände in diesem Land sind einfach erbärmlich. Vor lauter Wokeness auf dem Weg in die dritte Welt...

pwsksk vor 12 Wochen

"Fertig ist die A14 noch lange nicht."
Stimmt.

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