Eine Wolke spiegelt sich in einer Photovoltaik-Freiflächenanlage auf einem Solarpark.
Liefern Solarstrom: Panele auf Flächen oder Dächern. Bildrechte: IMAGO / Silas Stein

Ökostrom Land plant Solaranlagen auf Flächen und Dächern

20. Februar 2024, 14:59 Uhr

Sachsen-Anhalt investiert in Solarpanele auf Landesflächen und Dächern von Gebäuden. Allein für den Raum Magdeburg werden über vier Millionen Euro investiert. In Halle soll ein ähnliches Projekt folgen. Unterdessen werden die Rufe lauter, die Solarindustrie in Deutschland zu unterstützen. Sie gerät wegen preiswerteren Solarmodulen aus Ländern wie China zunehmend unter Druck.

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In Magdeburg werden in elbnahem Gebiet zahlreiche neue Solaranlagen aufgestellt. Das hat das Finanzministerium des Landes MDR SACHSEN-ANHALT mitgeteilt. Demnach sollen vor allem Flächen auf Dächern von Immobilien des Landes mit Solaranlagen ausgestattet werden.

Solarpanel aus Deutschland werden nicht bevorzugt

Das betrifft die Hochschule Magdeburg-Stendal, das Institut für Brand- und Katastrophenschutz Heyrothsberge, Landesgebäude in der Tessenowstraße, der Ministerien in der Turmschanzenstraße sowie der Landesbereitschaftspolizei in Alt Prester. Der Auftrag dafür sei bereits vergeben und soll rund 4,2 Millionen Euro umfassen. Produzenten aus Deutschland werden dabei nicht bevorzugt. Der Auftrag wird normal ausgeschrieben. Man sehe sich ans Vergaberecht gebunden, heißt es aus dem Finanzministerium.

Durch die Solarpanele sollen sich die Gebäude mindestens zu etwas mehr als einem Drittel selbst versorgen. Überschüssiger Strom soll eingespeist werden, weil Speicher zu teuer sind. Ein ähnliches Solar-Großprojekt wird aktuell für Standorte in Halle vorbereitet. Hier werden Investitionen von 3,9 Millionen Euro prognostiziert. Derzeit würden verschiedene Standorte und Varianten untersucht.

Anspannung auf dem deutschen Solar-Markt

Ministerpräsident Haseloff hatte zuletzt eine Subventionierung der deutschen Solarindustrie gefordert. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) forderte im Gespräch mit dem MDR sogenannte Resilienz-Boni – einen staatlichen Ausgleich zwischen günstigeren, importierten Solarmodulen aus Ländern wie China und teureren Solarmodulen aus deutscher Produktion. Das Schweizer Solarunternehmen Meyer Burger mit Niederlassung in Thalheim hatte im Januar unter Hinweis auf Konkurrenz vor allem aus China mit der Schließung seiner Solarmodulproduktion in Deutschland gedroht.

MDR (Max Hensch, Marvin Kalies, André Plaul)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 20. Februar 2024 | 05:00 Uhr

30 Kommentare

Ines W. vor 8 Wochen

Genau und weil sich Photovoltaik weder für Kommunen, noch Betriebe und schon gar nicht für Privatleute lohnt, investieren all diese Gruppen massiv in diesem Bereich.
Alles Dummköpfe, nur der Typ der ansonsten hier gerne mal ausländerfeindlich und realtivierend in Bezug auf Rechtsextremismus schreibt, der hat es natürlich als einziger durchschaut.
Für mich klingt das eher nach einem dicken Interessenskonflikt bei ihnen und nach einem Weltbild, dass sich nicht wirklich auf Fakten stützt. Dazu kommt noch eine große Portion Verlogenheit:

Immer postulieren wie günstig Atomkraft angeblich sei, aber eine transparente Kostenaufstellung bei erneuerbarer Energie verlangen. Mit wem sprechen sie da? Mit dem MDR? Dessen Aufgabe ist es nicht sie schlau zu machen. Bildung muss man sich schon selbst aneignen, wenn man es denn will.

Ines W. vor 8 Wochen

Lesen sie die Beiträge der Anderen auch?
Wenn ein Atomkraftwerk havariert, dann kommt es zu hunderttausenden von Binnenflüchtlingen, oder glauben sie etwa die Menschen bleiben dort, wo der Fallout runter kommt und die Böden verseucht sind?

Von daher sind auch mir Solarpanele tausendmal lieber als Atomkraft die dazu noch schweineteuer ist.

hinter-dem-Regenbogen vor 8 Wochen

@Peter ___"Millionen Deutsche . . "

und wieviel von diesen Millionen, dürfen ihren selbst produzierten Strom, auch selbst verbrauchen ?

Hier geht es darum, sämtliche Möglichekeiten und Ressourcen zu nutzen um den Handel, um ein System zu bedienen, welches einzig dazu angetreten ist , möglichst viel aus der Bevölkerung rauszuholen.

Strom ist Grundversorgung und so sollte dieser Energieträger auch behandelt werden, genauso wie Wasser auch !

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