Bahn Nach Kabeldiebstahl bis Oktober kein Zugverkehr zwischen Zittau und Görlitz

Ein Kabeldiebstahl hat lange Unannehmlichkeiten für Nutzer und Nutzerinnen des ÖPNV zwischen Görlitz und Zittau zur Folge. Weil die Sicherheitstechnik an einer Bahnbrücke zerstört wurde, verkehrt die Regionalbahn-Linie 65 nur bis Hagenwerder. Dann muss in den Bus umgestiegen werden.

 Ein Desiro-Triebwagen der ODEG rollt an einem blühenden Rapsfeld vorbei.
Die Regionalbahn der ODEG verkehrt bis Ende September nur von Cottbus bis Hagenwerder. Wer nach Zittau will, muss den Ersatzverkehr nutzen. Bildrechte: ODEG

Nachdem Kupferdiebe im Juni in Hirschfelde bei Zittau die Sicherheitstechnik der Bahnstrecke zerstört haben, ziehen sich die Reparaturarbeiten hin. Spezialisten der für die Strecke zuständigen DB Netz AG hatten in den vergangenen zwei Wochen die kaputten Anlagen inspiziert und große Schäden ausgemacht.

Statik der Bahnbrücke betroffen

"Der Schwerpunkt der Zerstörungen liegt im Bereich der Neißebrücke und den Kabelanlagen im Umfeld", erklärte eine Bahnsprecherin. Unter anderem sei die Statik der Brücke betroffen. Laut der Sprecherin der Bahn sind umfangreiche Instandsetzungen nötig. Diese würden voraussichtlich bis Ende September dauern. Damit könne der Bahnbetrieb erst Anfang Oktober wieder aufgenommen werden.

Kein Anspruch auf Fahrradtransport beim Ersatzverkehr

Unbekannte hatten Ende Juni die Stahlträger der Neiße-Bahnbrücke in Hirschfelde aufgeflext und mehrere Meter Bahnkabel herausgeschnitten. Auf der Gleisstrecke, die auch über polnisches Gebiet führt, fahren Züge der Regionalbahn-Linie 65 der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft (ODEG). Wie die ODEG mitteilte, fährt die RB 65 wegen der beschädigten Strecke von Cottbus nicht bis Zittau durch, sondern nur bis Hagenwerder kurz hinter Görlitz. Auf dem restlichen Teil der Strecke ist Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden.

Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder könnten zwischen Hagenwerder und Zittau nur eingeschränkt befördert werden. Bei wenig Platz hätten Rollstühle und Kinderwagen Vorrang, so die ODEG. Ein Anspruch auf Mitnahme des Fahrrades bestehe nicht.

Sachsen

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Immer wieder müssen Polizei und Deutsche Bahn Schäden ermitteln, die Buntmetalldiebe und Kabeldiebe an der Neißebrücke in Hirschfelde anrichten. Sie zerschneiden Meldekabel, Signalkabel und Kabelschächte, um das Material zu klauen und das darin befindliche Kupferkabel zu Geld zu machen. Bildrechte: Bundespolizei Ebersbach

MDR (ma)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Nachrichten | 12. Juli 2022 | 17:30 Uhr

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