Ferientipp Wandern Bei Kaffee-Kurt und Winnetou im Schwarzwassertal

23. Oktober 2022, 18:49 Uhr

Zwischen Kühnhaide und Pobershau liegt eines der malerischsten Täler des Erzgebirges. Vor allem jetzt im Herbst ist das Tal der Schwarzen Pockau ein beliebtes Ausflugsziel, denn es hat einiges zu bieten.

Der Parkplatz gegenüber der Gaststätte Schwarzwassertal in Kühnhaide ist komplett dicht. Die Nummernschilder verraten es: Viele kommen aus der Region, aber auch aus Thüringen, Brandenburg oder Tschechien, um von hier aus ins Tal der Schwarzen Pockau loszuwandern. Wie das Ehepaar Walter aus Chemnitz: "Der Fichtelberg oder das Rätzteichgebiet sind schön, aber das Schwarzwassertal ist einfach herrlich." Die Schwarze Pockau heißt übrigens Schwarzwasser, weil das Wasser eine braune Färbung hat. Die kommt von den Mooren im Einzugsgebiet. Bei den Hertels aus Frankenberg steht heute der Grüne Graben, der Katzenstein und ein kurzer Halt beim Kaffee-Kurt auf dem Programm.

Erzgebirgsoriginal Kaffee-Kurt

Den Kaffee-Kurt kennt fast jeder hier. Das Erzgebirgische Original betreibt inmitten von Bäumen und Felsen am Grünen Graben einen Imbiss-Stand.

"Den Kuchen habe ich selbst gebacken und die Fettbemmen schmier ich auch", erklärt er. Der Kaffee-Kurt heißt eigentlich Steffen Konkol und wohnt in Kühnhaide. Vor 14 Jahren kam er auf die Idee mit seinem Wald-Imbiss und mittlerweile ist der 58-Jährige so etwas wie eine Legende. Die Corona-Pause sei ziemlich hart gewesen aber jetzt gehe es wieder aufwärts, sagt er. "So gut wie vorher ist es nicht, aber es wird." Vom 1. Mai bis zum 31. Oktober steht Konkol Wochenende für Wochenende im Wald: "Wenn das Wetter mitspielt, häng ich in diesem Jahr vielleicht noch zwei Wochenenden dran".

Beliebt bei Radlern

Denn gerade an schönen Tagen ist im Schwarzwassertal ziemlich viel Betrieb. Der flache gut ausgebaute Wanderweg durchs Tal zieht nicht nur Wanderer an. Hanna und Laura drehen mit dem Rad eine Runde von Kühnhaide über Pobershau bis nach Rübenau. Für die 16 Jahre alte Laura ist es eine Premiere. Die Berlinerin besucht in den Herbstferien ihre Freundin in Rübenau. Und Hanna zeigt natürlich die schönsten Ecken. Die Schwarze Pockau entlang geht es durch weite Täler und enge Schluchten.

Karl May am Katzenstein

Überall gibt es herrliche Rastplätze. So zum Beispiel rund um den Katzenstein. Am Nonnenfelsen sind gerade zwei Kletterer auf dem Gipfel angelangt und winken den Wanderern nach unten.

Der Berg ist zwar nicht die Eiger-Nordwand, aber mit Abschnitten bis zum 7. Schwierigkeitsgrad recht anspruchsvoll. Unten am Fluss sitzt eine kleine Wandergruppe aus Chemnitz. Die drei Erwachsenen und vier Kinder haben ihre Picknick-Decke ausgebreitet. "Wir sind öfters hier. Den Kindern gefällt es, mal rumzutoben und gerade jetzt im Herbst ist es wunderschön", sagt René. Und wirklich: irgendwie könnte das auch die Kulisse für einen Karl-May-Film sein. Fehlt nur noch Winnetou - aber die meisten fahren hier Fahrrad.

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