Ermittlungen Mehrere Schockanrufe in der Erzgebirgsregion

07. April 2024, 13:15 Uhr

Telefonbetrüger haben eine Frau aus Marienberg um 20.000 Euro gebracht. Sie erzählten der 46-Jährigen, dass Angehörige einen schweren Unfall verursacht hätten. Die Betrüger forderten nach Polizeiangaben daraufhin eine Kautionszahlung von mehreren zehntausend Euro, um eine Haft der Angehörigen abzuwenden. Die Frau schenkte dieser Erzählung Glauben und übergab einer unbekannten Person das Geld. Außerdem gab sie während der Telefonate noch Bank und Ausweisdaten bekannt.

 Eine Frau kommuniziert mit ihrem Mobiltelefon. Aufgenommen am 20.04.203 in Berlin
Die Polizei warnt vor Betrügern, die seit Freitagmittag in Chemnitz und im Erzgebirgskreis wieder mit Schockanrufen aktiv sind. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance / dpa-tmn | Bernd Diekjobst

Der Polizei sind noch drei weitere Fälle in Chemnitz und im Erzgebirgskreis bekannt, wo die Betrüger mit Schockanrufen Geld erbeuten wollten. Die anderen Betroffenen hätten aber selbst bemerkt, dass bei den Anrufen Betrüger am Werk waren. Sie gingen nicht auf die Forderungen ein oder beendeten die Gespräche. Da solche Betrugsversuche wellenmäßig auftreten, geht die Polizei von weiteren Schockanrufen in den nächsten Tagen aus.

Tipps der Polizei Sachsen - Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an
fremde Personen.
- Lassen Sie sich von angeblichen Amtspersonen am Telefon nicht unter Druck setzen.
- Angehörige deutscher Strafverfolgungsbehörden würden Sie niemals am Telefon zu einer Geldüberweisung drängen.
- Wenn Ihnen ein Anruf merkwürdig vorkommt, legen Sie
einfach auf. Gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich.
- Kontaktieren Sie selbst die Angehörigen, die angeblich betroffen sind.
- Verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei.

MDR (ali)

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