Vogtland Eine Million Schaden durch Gasexplosion in Ellefeld

30. März 2023, 19:32 Uhr

Durch eine Gasexplosion wurde im vogtländischen Ellefeld ein Wohnhaus zerstört. Ein Mensch kam ums Leben und der Sachschaden ist groß. Kurz nach dem Schock hat im Ort eine Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt.

Der Schaden nach der Gasexplosion im vogtländischen Ellefeld ist immens. Nach Angaben der Polizeidirektion Zwickau wird er auf 1,1 Millionen Euro geschätzt. Davon entfielen 800.000 Euro auf das beschädigte Nachbarhaus, auf welches das Feuer übergegriffen hatte, erklärte Polizeisprecherin Christina Friedrich auf Anfrage von MDR SACHSEN.

Brandopfer ist obduziert

Am 19. März war es in einem mehrstöckigen Wohnhaus in Ellefeld zu einer Gasexplosion gekommen. In deren Folge brannte das Haus in der Alten Auerbacher Straße lichterloh. Die Flammen griffen auch auf das Dach des Nachbarhauses über. Mehr als hundert Rettungskräfte waren im Einsatz. Sie bargen aus den Trümmern die Leiche eines Mannes. Es handelte sich um den 67 Jahre alten Besitzer des Gebäudes, in dem das Gas in Brand geriet.

Wie Polizeisprecherin Friedrich informierte, sei der Leichnam inzwischen obduziert worden. Aktuell liefen noch kriminaltechnische Untersuchungen zur Brandursache. Deshalb könnten die Ergebnisse der Obduktion noch nicht mitgeteilt werden.

Spendenaktion, um Grundstück zu beräumen

Inzwischen haben freiwillige Helfer mit den Aufräumarbeiten im derzeit unbewohnbaren Nachbarhaus begonnen. Es handelt sich um das Haus der Eltern von der Zwickauer Baubürgermeisterin Silvia Queck-Hänel. Die Giebelwand sei einsturzgefährdet, deshalb müsse das Gebäude jetzt schnell gesichert werden, erklärte die Baubürgermeisterin während der Räumaktion.

Queck-Hänel hat auch im Internet zu einer Spendenaktion aufgerufen. Hier sind bisher fast 13.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld sollen die Trümmer auf dem Nachbargrundstück geräumt werden, sagt die Baubürgermeisterin von Zwickau.

Verwaltung im Kontakt mit Angehörigen des Verstorbenen

Wie Bürgermeister Jörg Kerber (parteilos) MDR SACHSEN mitteilte, gibt es Kontakt zu den Angehörigen des verstorbenen Hauseigentümers. Jene hätten sich auch mit der Versicherung in Verbindung gesetzt. Kerber äußerte Verständnis, dass die Familie des beschädigten Nachbarhauses, dieses schnell sanieren will. Auf der anderen Seite müsse aber auch der Familie des Verstorbenen Zeit eingeräumt werden. Es herrsche eine große Betroffenheit, so Kerber.

MDR (ama)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 28. März 2023 | 19:00 Uhr

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