Krankenhausreform Krankenhaus in Dippoldiswalde schließt 2024

14. Dezember 2023, 15:59 Uhr

Für Patientinnen und Patienten in Dippoldiswalde werden ab dem kommenden Jahr die Wege ins Krankenhaus länger: Der Betreiber Helios hat angekündigt, die stationäre Versorgung im Krankenhaus Dippoldiswalde 2024 zu schließen. Ab Januar werden im Krankenhaus Dippoldiswalde keine Patienten mehr stationär aufgenommen.

In der Weißeritztal-Klinik in Dippoldiswalde werden ab 1. Januar 2024 keine Patientinnen und Patienten mehr stationär aufgenommen. Sie haben weitere Wege in ein Krankenhaus. Der Betreiber Helios will die stationäre Versorgung auf das Krankenhaus in Freital konzentrieren. Dippoldiswalde soll dafür zum Gesundheitszentrum mit zehn Praxen verschiedenster Fachrichtungen und einer Notfallambulanz umstrukturiert werden, teilte die Klinik-Kette mit. Demnach soll die medizinische Versorgung der Menschen in jedem Fall sichergestellt werden.

Azubis der neuen Pflegeausbildung
Das Gesundheitswesen ist bundesweit im Wandel. 2024 soll der Bund eine umstrittene Krankenhausreform beschließen. Sie will unter anderem die Klinikanzahl straffen. Für die Weißeritztal-Kliniken in Sachsen steht der Umbau bereits fest. (Symbolfoto) Bildrechte: IMAGO / Sylvio Dittrich

Aus- und Neubaupläne für Standort Freital

Helios hat gleichzeitig Ausbaupläne für die Klinik in Freital bekräftigt. Man halte an den Plänen zur Errichtung eines Neubaus und der Sanierung der Häuser H und G fest. Laut Klinikgeschäftsführer der Helios Weißeritztal-Kliniken, Philipp Smolka, ermögliche der Neubau die Erweiterung einer modernen und bedarfsgerechten Altersmedizin. Für den Standort Dippoldiswalde spreche man über weiterer Praxen und die Erweiterung der ambulanten OP-Kapazitäten.

Eine Klinik
Das Helios-Klinikum in Dippoldiswalde verliert seine Krankenstationen und wird ab 2024 zum Ärztehaus mit ambulanten OP-Möglichkeiten umgebaut. (Archivbild) Bildrechte: Helios Kliniken

Dippoldiswalder Rathauschefin hat Wünsche für Ausbau

Die Oberbürgermeisterin von Dippoldiswalde Kerstin Körner (CDU) wünscht sich zudem für das künftige Medizinische Versorgungszentrum eine Palliativstation, eine Kurzzeitpflege und einen Kinderarzt, wie sie am Donnerstag MDR SACHSEN sagte. Über den geplanten weiteren Ausbau des gesamten Gebäudes sei sie froh: "Es gibt nun eine Entscheidung, welche ich sicherlich gern anders gehabt hätte." Sie könne jedoch einige der Gründe durchaus nachvollziehen.

MDR (wim)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 14. Dezember 2023 | 14:30 Uhr

1 Kommentar

harzer vor 18 Wochen

Eins kann ich nicht verstehen; wir nehmen Millionen Menschen auf,doch KH werden geschlossen! Warum jetzt ? Vorher, wo DE noch keine solche Menge von Menschen aufnahm, war es rentabel.

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