Nach Hochwasser In Elbe gerolltes Auto in Dresden gefunden

21. Februar 2024, 13:49 Uhr

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Am Mittwoch ist das bereits am 11. Februar in Dresden in die Elbe gerollte Auto gefunden worden. Das Wasser- und Schifffahrtsamt teilte auf Anfrage von MDR SACHSEN mit, der Pkw sei im direkten Uferbereich in den sogenannten "Laubegaster Lachen" geortet worden. Auf diese Stelle hatten bereits Fotos hingedeutet, die das Versinken des Autos zeigen sollten. Wegen des Hochwasser der Elbe war der Pkw aber nicht genau zu lokalisieren.

Inzwischen sinkt der Wasserstand der Elbe, "so dass die Flächen in nächster Zeit nicht mehr überschwemmt sein werden", hieß es von Wasser- und Schifffahrtsamt. Wenn die Wasserstände es zulassen, müsse der Eigentümer das Auto bergen lassen. "Die Bergung wird von Land aus erfolgen müssen."

Bisher offenbar keine Umweltschäden eingetreten

Das Umweltamt der Stadt Dresden steht wegen der Havarie im engen Kontakt mit der Wasserschutzpolizei und dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Das teilte die Pressestelle des Rathauses auf Anfrage mit. Nach ersten Erkenntnissen habe es durch die Havarie bisher keine Umweltschäden gegeben. Laut der Erfahrungen des Umweltamtes müsse man aber bei der Bergung besonders vorsichtig sein, damit keine Betriebsstoffe auslaufen.

Elblachen Dresden
In den Elblachen bei Dresden-Laubegast liegt ein Pkw unter Wasser, der sich selbstständig gemacht hatte. Bildrechte: MDR/Nozon

Bergung des Pkw steht noch immer aus

Das Wasser- und Schifffahrtsamt hatte die Suche nach dem versunkenen Pkw zwischenzeitlich eingestellt. Das Auto war im Stadtteil Laubegast führerlos in die Elbe gerollt.

Feuerwehrleute suchen in einem Rettungsboot bei Dunkelheit nach einem Pkw
Am Abend des 11. Februars hatte zunächst die Feuerwehr vergeblich nach dem versunkenen Pkw gesucht. Bildrechte: Feuerwehr Dresden

Die Fotos vom Versinken des Autos hatte ein Verein aus der Nähe der Havariestelle dem Wasser- und Schifffahrtsamt zur Verfügung gestellt. Klaus Kautz von der Behörde hatte daraufhin abgeschätzt, dass keine Gefahr für die Schifffahrt bestehe.

Peilschiff mit Echolot im Einsatz

Das Amt war mit einem Messboot mit Echolot im Einsatz. Die Kosten hierfür würden dem Verursacher noch in Rechnung gestellt, hieß es.

Laut Wasserschutzpolizei werden im Zusammenhang mit dem in die Elbe gerollten Fahrzeug keine Menschen vermisst.

Ein Schiff mit Echolot-Auslegern fährt auf einem Fluss, es ist Sommer, die Ufer begrünt.
Mit diesem Peilschiff - ausgestattet mit Echolot - hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt die Suche nach dem vermissten Auto fortgesetzt. (Archivbild) Bildrechte: MDR/L. Müller

Autofahrer parkt seinen Pkw kurz am Ufer

Ein 27-Jähriger hatte laut Feuerwehr Dresden sein Auto für eine kurze Zeit am Laubegaster Ufer abgestellt, um in eine Pizzeria zu gehen. Wenig später kamen Passanten in das Restaurant und erzählten, dass ein Auto in der Elbe trieb. Der Mann konnte nur noch zusehen, wie sein Wagen unterging.

Feuerwehr bricht Suche wegen Dunkelheit ab

Gerufene Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr suchten nach dem Auto mithilfe eines Rettungsbootes. Wegen des seinerzeit hohen Pegelstands und der Strömungsgeschwindigkeit gestaltete sich die Suche den Angaben zufolge schwierig und wurde nach rund einer Stunde abgebrochen. Der Wasserstand der Elbe lag bei rund 4,50 Meter. Warum das Auto in den Fluss rollte, war zunächst unklar. 

Grafik - Regionalnachrichten Dresden 3 min
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MDR SACHSEN – Das Sachsenradio

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MDR (lam)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 21. Februar 2024 | 14:30 Uhr

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