Frank-Walter Steinmeier und Emmanuel Macron
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nahmen sich nach ihren Reden auf der "Fête de l'Europe" Zeit für ein kurzes Bad in der Menge. Bildrechte: picture alliance/dpa/Jan Woitas

Staatsbesuch Macron in Sachsen: Alles Wichtige im Ticker

27. Mai 2024, 21:41 Uhr

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ist am Montag in Sachsen zu Gast. Auf dem Programm standen Besuche in Moritzburg und Treffen mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik. Am Nachmittag hielt Macron dann in Dresden auf dem Fest "Fête de l’Europe" vor der Frauenkirche eine Rede an die Jugend. MDR SACHSEN begleitet den gesamten Besuch im Liveticker.

21:00 Uhr | Tickerende

Mit einem "Au revoir!" beenden wir den Ticker zum französischen Staatsbesuch in Dresden. Wir freuen uns, dass wir Sie durch den Tag begleiten durften. Merci et bon nuit!

20:30 Uhr | Fest und Staatsbesuch in Dresden gehen zu Ende

Kurz vor Ende des Festes ist noch mal ausgelassene Stimmung angesagt. Die "Fête de l'Europe" neigt sich dem Ende. Nach Angaben eines MDR-Reporters konnten die Menschen ohne große Störungen feiern und Macron in Dresden begrüßen. Die mitreißende Rede des französischen Präsidenten hab viele begeistert und Eindruck hinterlassen.

Unterdessen sind Macron und Steinmeier gemeinsam mit ihrer Entourage weitergezogen zu einem Kulturabendessen. Wo genau das stattfindet, wollte von offizieller Stelle niemand bestätigen. Unklar ist auch, wo der französische Präsident und seine Ehefrau Brigitte Macron die Nacht verbringen. Sicher ist aber, dass die Reise morgen weitergeht nach Münster, bevor der Staatsbesuch gegen 14 Uhr mit der Heimreise nach Frankreich endet - vorausgesetzt der diesmal Zeitplan wird eingehalten.

19:55 Uhr | Ausgelassene Stimmung bei der "Fête de l'Europe"

Auch nachdem die beiden Staatsoberhäupter die "Fête de l'Europe" verlassen haben, ist die Stimmung unter dem jungen Publikum ausgelassen. Auf der Bühne spielt der Musiker Clueso aus Erfurt, Menschen feiern und singen mit.

19:10 Uhr | Macron und Steinmeier in der Menge

Im Anschluss an seine Rede mischt sich der französische Präsident in Begleitung Frank-Walter Steinmeiers unter das junge Publikum. Es werden Hände geschüttelt und kurze Gespräche geführt.

Emmanuel Macron und Frank-Walter Steinmeier unterhalten sich mit Jugendlichen auf einer Veranstaltung
Emmanuel Macron und Frank-Walter Steinmeier unterhalten sich mit Jugendlichen auf der "Fête de l'Europe" in Dresden. Bildrechte: MDR/Philipp Brendel

18:55 Uhr | Ende der Rede Macrons: "Es lebe Europa!"

Präsident Macron beendet seine Rede mit den Worten: "Zählen Sie auf mich, ich zähle auf Sie! Es lebe Europa!" Die Menschen in Dresden reagieren mit Jubel und Applaus. Zum Ende singen alle gemeinsam die Europa-Hymne.

18:50 Uhr | Deutschland und Frankreich Seite an Seite

Macron wechselt wieder ins Deutsche: "Wir beiden Länder stehen vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Kriege, wiedererstarkende extremistische Bewegungen. Nichts scheint, wie es früher war. Wir Franzosen stellen uns die selben Fragen. Es gibt aber eine Konstante, die deutsch-französische Freundschaft." Die Rede wird immer wieder von Applaus begleitet.

"Gemeinsam, nur gemeinsam können wir diese Herausforderungen meistern. Deutschland kann auf Frankreich zählen, Frankreich zählt auf Deutschland. Ich zähle auf Sie! Dass Humanismus weiterhin unser Leitfaden bleibt. Er macht unser Europa zu einem Kontinent der Zivilisation und des Friedens."

18:25 Uhr | Plädoyer für Unterstützung der Ukraine

Mehrere Minuten lang hält Macron ein leidenschaftliches Plädoyer für die Unterstützung der Ukraine, denn "in der Ukraine geht es um unseren Frieden und unsere Sicherheit". Er spricht sich für ein gemeinsames Sicherheits- und Friedensprojekt für Europa aus. Das müssten alle Europäer aufbauen. Dabei dürfte Europa nicht in die Falle tappen, nationalistisch zu werden, sondern: "Entschlossen als Europäer handeln". Diese neue Epoche wäre eine kopernikus'sche Revolution.

Vor einer großen Bühne hören junge Menschen Emanuel Macron zu.
Auf einer Großleinwand verfolgen Tausende Besucher auf dem Neumarkt die leidenschaftliche Rede des französischen Präsidenten Macron auf der Bühne. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

18:15 Uhr | "Europa erlebt entscheidenden Moment"

Macron sagt in seiner Begrüßung auf Deutsch: "Es ehrt mich, als einer der ersten Präsidenten nach der Wiedervereinigung hier sprechen zu können." Und: "Ich will über Europa reden. Ich stehe vor Ihnen, weil ich fest davon überzeugt bin, weil mir die Zukunft unseres Kontinents bestimmen müssen. Europa erlebt einen entscheidenden Moment. Unser Europa kann sterben, wenn wir die falschen Entscheidungen treffen."

Macron fährt auf Französisch fort und bezeichnet die EU als ein "einzigartiges Projekt in der Welt". Das vom Krieg zerstörte und wieder aufgebaute Dresden, das er für seine Rede bewusst gewählt hat, sei "ein Zeichen der Hoffnung". Er halte seine Rede nicht aus dem Osten Europas, sondern aus dessen Mitte, sagte Macron mit Blick auf Dresden.  

18:10 Uhr | Macron beginnt seine Rede auf Deutsch

Der französische Präsident beginnt seine Rede auf Deutsch. Ein Raunen geht durch die Reihen. "Meine erste persönliche Erfahrung mit Deutschland war in der französischen Schule", erzählt Macron. "Ich lernte die deutsche Sprache und Kultur und tue das immer noch." Damals nahm er auch an einem Austausch zwischen seinem Heimatort Amiens und Dortmund teil. "Ich entdeckte Ihr Land, das damals noch durch die Mauer geteilt war."

Zuvor hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Macron einen kurzen Gruß gesprochen und Macron auf Französisch begrüßt. "Europa ist nicht aus Zweifel und Ängstlichkeit entstanden - Europa ist aus Mut und Zuversicht entstanden", sagte Steinmeier. "Generationen haben daran gearbeitet, dass dieser Kontinent ein Kontinent von Freiheit und Demokratie wird. Es liegt an unseren Generationen, das fortzusetzen. Das freie demokratische Europa zu verteidigen."

17:25 Uhr | Auf dem Weg zur Frauenkirche

Trotz Zeitverzögerungen im Ablauf soll laut Sächsischer Staatskanzlei Macrons Rede gegen 18:15 Uhr Uhr vor der Frauenkirche beginnen. Derzeit befindet er sich nach MDR-Informationen auf dem Weg vom Fraunhofer-Institut zum Neumarkt.

Bei dem Gespräch am Fraunhofer-Institut wurden Hürden bei der europäischen Zusammenarbeit beim Thema KI diskutiert. Macron forderte "ein System der Talentförderung". Außerdem müsse deutlich mehr auf europäischen Level zusammengearbeitet werden, sagte der französische Präsident am Nachmittag weiter, "Wir müssen mehr in die Wissenschaft investieren. Die größten Wettbewerbsrisiken kommen aus China und den USA."

Wir müssen mehr in die Wissenschaft investieren. Die größten Wettbewerbsrisiken kommen aus China und den USA.

Emmanuel Macron Staatspräsident Frankreichs

16:45 Uhr | MP Kretschmer beim Europäischen Jugendfest: Auf Euch kommt es an

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat eine Rede bei der "Fête de l’Europe" gehalten. Dabei begrüßte er die Tausenden jungen Menschen vor der Dresdner Frauenkirche. "Ihr seid die Generation, die beweisen muss, dass man keine schrecklichen Erfahrungen braucht, um für Frieden zu handeln, für Demokratie und Europa einzutreten, sondern wisst es, lebt es, gestaltet es". Er verwies darauf, dass das weltbekannte Bauwerk 1945 zerstört und auch mit Hilfe einstiger Kriegsgegner wiedererrichtet wurde. "Auf Euch kommt es an, damit Europa eine Zukunft hat in Frieden."

Verschiedene Vertreter von Politik und Wirtschaft sind per Video zugeschaltet, wie ein MDR-Reporter berichtet. In den Reden werde betont, dass Europa für Vielfalt und Toleranz steht. Dafür sollte man einstehen. Die Zukunft liege auch in der Hand der Jugend, man richte sich gegen jegliche Gewalt. Nun tritt Sängerin Elif auf. Als ihr Auftritt angekündigt wird, gibt es viel Jubel.

Zuschauer vor einer Bühne vor der Frauenkirche
Bis zum Abend treten verschiedene Bands auf dem Neumarkt auf. Dabei sein wird auch Clueso. Bildrechte: MDR/Philipp Brendel

16:40 Uhr Stippvisite von Brigitte Macron an französischem Gymnasium

Während der Stippvisite in Dresden besuchten die Präsidenten-Ehefrauen das Roland-Romain-Gymnasium in Dresden. Das etwa 40-minütige Gespräch moderierten zwei Abiturientinnen. Eine davon war Alma Thomas aus Dresden. Sie berichtet MDR SACHSEN von einer angenehmen Gesprächsatmosphäre. "Erst waren alle zurückhaltend und aufgeregt. Aber die Frauen haben es geschafft, dass viele Fragen aufkamen. Es wurde auch gelacht."

Brigitte Macron (Mitte l), Ehefrau des Präsidenten von Frankreich, und Elke Büdenbender (Mitte r), Ehefrau des Bundespräsidenten, stehen im Romain-Rolland-Gymnasium zwischen Schülerinnen und Schülern.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

Mit Schülern der 8. und 5. Klasse unterhielten sie Elke Büdenbender und Brigitte Macron über Cybermobbing und den Schutz vor Gefahren durch Soziale Medien. "Frau Macron hat auch gefragt, wie wir zu Hause mit dem Thema umgehen und betont, dass sie als Lehrerin unheimlich gern Schüler unterrichtet hat", erzählt Alma Thomas. Sie will nach einem Auslandsaufenthalt später in Frankreich Politikwissenschaften studieren.

16:30 Uhr | Europapolitische Rede am Abend geplant

Nach dem Besuch und der Gesprächsrunde im Fraunhofer-Institut in Dresden-Klotzsche wird sich Präsident Macron auf den Weg zum Neumarkt machen. Dort soll er eine europapolitische Rede halten. Macron und seine Frau Brigitte hatten den knapp dreitägigen Staatsbesuch gestern in Berlin begonnen. "Die deutsch-französischen Beziehungen sind für Europa unabdingbar und wichtig", betonte der französische Präsident zum Auftakt. Die Rede können Sie ab 18 Uhr im Livestream verfolgen.

Bevor sich Macron auf den Weg nach Dresden machte, nahm er an einer Kranzniederlegung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin teil. Es ist der erste Staatsbesuch eines französischen Präsidenten in Deutschland seit 24 Jahren.

16:05 Uhr | Für KI-Expertengespräch eingetroffen

Mittlerweile sind Macron und Steinmeier nach Angaben einer MDR-Reporterin am Fraunhofer-Institut eingetroffen. Derzeit gibt es etwas über eine Stunde Verzögerung im Ablaufplan.

Emmanuel Macron und Frank-Walter Steinmeier
Emmanuel Macron und Frank-Walter Steinmeier besuchen am Montag das Fraunhofer-Institut. Bildrechte: picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Jens Schlueter

Der Abreiseverkehr der Schaulustigen am Schloss Moritzburg gestaltete sich schwierig. Wie ein MDR-Reporter mitteilte, hat sich ein langer Stau gebildet.

Stau auf einer Straße
Vom Schloss Moritzburg weg bildete sich Stau. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß

15:40 Uhr | Festival auf dem Neumarkt gestartet

Die "Fête de l’Europe" vor der Frauenkirche ist gestartet. Wie ein MDR-Reporter sagte, ist der Platz vor den Bühnen auf dem Neumarkt gut gefüllt. "Die Stimmung ist gut und es sind vor allem junge Leute hier".

Um insbesondere Schülerinnen und Schülern aus ländlichen Regionen Sachsens die Anreise zu erleichtern, konnten laut Kultusministerium Schulen den Transfer zum Festival direkt nach dem Unterricht mit Reisebussen kostenfrei organisieren. Wie das Ministerium im Vorfeld mitteilte, werden mehr als 100 sächsische Schulen diesen Service nutzen und haben mehrere tausend Schülerinnen und Schüler angemeldet. Insgesamt werden etwa 15.000 Besucher erwartet.

Menschen vor einer Bühne
Zu Festivalbeginn war der Platz vor den Bühnen schon gefüllt. Bildrechte: MDR/Philipp Brendel

15:25 Uhr | Au Revoir Märchenschloss, bonjour Fraunhofer

Nach dem Märchenschloss-Ambiente und dem Mittagessen in Moritzburg werden Macron und Steinmeier das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS besuchen. Laut Bundespräsidialamt ist dort ein Expertengespräch zu Künstlicher Intelligenz und der europäischen Wettbewerbsfähigkeit der Mikrochipindustrie geplant.

Zeitgleich werden Elke Büdenbender und Brigitte Macron im zweisprachigen Romain-Rolland-Gymnasium am Rosengarten Schülerinnen und Schüler treffen und sich über Cybermobbing austauschen.

15:10 Uhr | Derweil auf dem Neumarkt

Langsam füllt sich der Neumarkt, bald beginnt hier das Jugend-Festival. Die Bands stimmen ihre Instrumente. Melanie und René Schmidt aus Baden-Württemberg haben ganz zufällig auf ihrer Urlaubsreise in Sachsen mitbekommen, dass Macron zu Besuch ist. "Wir waren in der Frauenkirche und haben uns gefragt 'Was ist denn hier los?'", sagt Melanie Schmidt mit Blick auf die großen Bühnen. "Wir freuen uns ihn hier vielleicht zu sehen", sagt die 50-Jährige. Ob Macron mit seiner Rede etwas in den aktuell unruhigen Zeiten bewegen kann? "Ich glaube schon. Er ist ein Mann Europas und kann sicher noch bestimmte Menschen ansprechen."

Auf den französischen Präsidenten sind auch Andrea und Frank Endemann aus Schleswig-Holstein rein zufällig in ihrem Urlaub gekommen. Aber wenn er schon mal da ist, warum nicht dann auch sehen, sagt sich Andrea Endemann. "Es ist schon spannend, weil man kennt ihn nur aus dem Fernsehen und wer weiß, wann man ihn sonst mal wieder sehen kann."

Zwei Urlauber auf dem Neumarkt
Melanie und René Schmidt sind im Urlaub in Dresden, als sie vom Macron-Festival auf dem Neumarkt erfahren. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

14:45 Uhr | Warten auf Macron macht lange Gesichter

Am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Deutschland ist Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Sachsen eingetroffen. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) begrüßte ihn und seine Frau Brigitte am frühen Montagnachmittag am Schloss Moritzburg bei Dresden. Mit dabei waren auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Frau Elke Büdenbender.

Die Ankunft Macrons hatte sich um etwa eine Stunde verzögert. Zahlreiche Schaulustige hatten sich rund um das Schloss versammelt - und vergeblich auf einen Plausch mit ihm gewartet. Zuschauer Matthias Keil aus Ebersbach sagte MDR SACHSEN: "Ich bin sehr enttäuscht. Absperrungen, Polizei, keine Fähnchen, keine Begrüßung. So empfängt man keine Gäste. Macron ist so ein sympathischer Typ. Der Steinmeier hätte sich mal blicken lassen können. Und dann stehen wir hier 2,5 Stunden und warten. Ich bin enttäuscht. Meinen freien Tag hätte ich besser nutzen sollen".

Schaulustige vor Schloss Moritzburg
Matthias Keil hat extra seinen freien Tag genutzt, um Macron zu sehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

14:10 Uhr | Macron in Moritzburg angekommen

Mit etwa einer Stunde Verspätung ist Emmanuel Macron in Moritzburg angekommen. Er fuhr in einer schwarzen Limousine am Schloss vor.

Polizisten bei Ankunft von Macron vor Schloss Moritzburg
Mit Verspätung erreichen Frankreichs Präsident Macron und seine Frau das Schloss Moritzburg. Mit dabei hat er auch eine französische Delegation. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

14:00 Uhr | Ankunft verzögert sich

Vor 45 Minuten sollte eigentlich schon zu Mittag gespeist werden, noch ist der französische Präsident aber nicht in Moritzburg eingetroffen. Er wird voraussichtlich gegen 14:15 Uhr ankommen.

Polizisten und wartende Schaulustige vor Schloss Moritzburg
Am Schloss Moritzburg haben sich nach MDR-Reporterangaben mehrere Hundert Schaulustige versammelt, um Macron und seine Frau zu sehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

13:50 Uhr | Studenten aus ganz Europa zu Gast in Dresden

Diese Studierenden der Karls-Universität Prag nutzen die Gelegenheit, um beim Jugend-Festival dabei zu sein und natürlich um Emmanuel Macron zu sehen. Aber es geht um viel mehr, sagt Daniel Paál. "Seine Nachricht kann wichtig für unsere zukünftigen Beziehungen sein. Er ist ein Symbol der langen deutsch-französischen Freundschaft".



Auch für die Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien sei das wichtig, da beide Länder in der Vergangenheit auch viel Schlechtes gemeinsam erlebten. "Es ist wichtig, dass wir in einem heutigen Europa in freundlichen nachbarschaftlichen Beziehungen leben", sagt der 24-Jährige.

Macron in Dresden, Jugendliche kommen am Hauptbahnhof Dresden an
Die Studierenden haben sich extra rausgeputzt für heute und Daniel (2.v.l.) trägt auch einen Anstecker mit deutsch-tschechischer Flagge. Bildrechte: MDR/Philipp Brendel

13:40 Uhr | aïe, aïe, aïe - Schulfranzösisch im Rückgang

Eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes hat ergeben, dass immer weniger Schülerinnen und Schüler in Mitteldeutschland Französisch als Fremdsprache lernen. Die Lehrergewerkschaft meint, ein Grund dafür sei der Mangel an Französischlehrkräften. Ein Elternrat aus Sachsen sagt, dass es auch an Lehrern für andere Sprachen mangele.

13:05 Uhr | Brigitte Macron statt Gartenarbeit

Das Ehepaar Christine und Udo Hinrichsen aus Moritzburg hat am Montagmittag extra ihre Gartenarbeit unterbrochen, weil sie Macron und seine Frau begrüßen wollen. MDR SACHSEN sagten sie: "Wir freuen uns dass er kommt." Christine freut sich auf Brigitte Macron. Ich wollte sie aus der Nähe sehen. "Sie ist eine Erscheinung und hat so tolle Ausstrahlung. Das kann ich gar nicht beschreiben", berichtete sie. Ihren Aussichtspunkt an der Postmeilensäule musste das Paar gleich darauf räumen, weil die Strasse abgesperrt wurde.

Das Ehepaar Hinrichsen aus Moritzburg wartet beim Schloss auf die Ankunft der Macrons.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

12:25 Uhr | Polizeiaufgebot am Schloss Moritzburg

In wenigen Minuten soll am Schloss Moritzburg der französische Präsident Emmanuel Macron eintreffen. Derzeit ist ein großes Polizeiaufgebot im Einsatz, um den Staatsbesuch abzusichern. Ein Hubschrauber kreist über dem Teich des Schlosses. Der Besucherparkplatz am Schloss ist momentan gesperrt.

Rund zwei Dutzend Anhänger der Freien Sachsen stehen auf dem Parkplatz. Sie hatten über Telegram Proteste angekündigt. Auch Neugierige und Schaulustige haben sich am Rande des abgesperrten Geländes versammelt.

Männer und Frauen stehen mit Plakaten da.
Anhängerinnen und Anhänger der Freien Sachsen demonstrieren gegen Macrons Besuch und fordern den EU-Austritt Deutschlands. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

12:05 Uhr | Vorbereitungen an der Frauenkirche

Noch ist der Neumarkt leer, das wird sich gegen Mittag sicher ändern. Die Vorbereitungen auf das große "Fête de l’Europe" laufen bereits. Erste Bands proben. Schulklassen kommen an. 15.000 Gäste werden erwartet. Der Eintritt ist frei. Als Bands und Künstler sind Elif, Bennett, Alle Farben, rémi.fr und Clueso angekündigt worden.

Macron in Dresden, Vorbereitungen an der Frauenkirche
Auf dem Neumarkt an der Frauenkirche laufen die Vorbereitungen für Macrons Besuch und das Konzert. Bildrechte: MDR/Philipp Brendel

11:50 Uhr | So war der Macron-Besuch am Sonntag in Berlin

Emmanuel Macron hat am Sonntag zunächst Berlin einen Besuch abgestattet. Dort hat er unter anderem gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Demokratiefest besucht, mit dem das 75-jährige Bestehen des Grundgesetzes gefeiert wurde. Zum offiziellen Abschluss des Staatsbesuchs soll dem französischen Präsidenten am Dienstag in Münster der Internationale Preis des Westfälischen Friedens verliehen werden.

11:20 Uhr | Deutschlehrer von Macron stammt aus Hessen

Frank Gröninger ist Deutschlehrer und gebürtiger Hesse. Er lebt seit Jahrzehnten in Frankreich und hat mit Macron bis zuletzt an der Rede an die europäische Jugend gefeilt, die Macron heute zum Teil auf Deutsch in Dresden halten will. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP) sagte er: "Man könnte ja denken, er lernt alles auswendig. Aber er versteht alles, was er sagt". "Das Problem ist immer: Wann hat er Zeit?", sagt Gröninger. "Jetzt kam ja auch noch Neukaledonien dazwischen". Deshalb ist Gröninger auch bei dem Staatsbesuch in Deutschland mit dabei. "Ich muss jede freie Minute zur Verfügung stehen", sagt er - für den Fall, dass Macron noch weiter üben möchte. Gröninger hatte mit Macron auch dessen Trauerrede auf den CDU-Politiker Wolfgang Schäuble einstudiert.

10:40 Uhr | Rund 1.800 Franzosen leben in Sachsen

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lebten 2023 rund 1.800 Franzosen in Sachsen - 928 Männer und 880 Frauen.

10:05 Uhr | Staatsbesuche in Sachsen

Emmanuel Macron ist der dritte französische Staatspräsident, der Sachsen besucht. Seine Vorgänger François Mitterrand und Jacques Chirac waren auch schon in Sachsen zu Gast.

Bisherige Besuche französischer Präsidenten in Sachsen:

  • 21.12.1989: François Mitterrand, Leipzig
  • 19.09.1991: Francois Mitterand, u.a. Rochlitz
  • 3.10.2000: Jacques Chirac, Dresden


Andere Staatsbesuche in Sachsen:

  • 22.10.1992: Queen Elizabeth II., Dresden
  • 9.-11.10.2006: Wladimir Putin, Dresden
  • 4.-5.6.2009: Barack Obama, Dresden
  • 6.2.2014: Königin Silvia von Schweden, Dresden
  • 8.10.2016: Schwedisches Königspaar, Leipzig
  • 8.2.2017: Niederländisches Königspaar, Leipzig
  • 4.4.2018: Königin Silvia von Schweden, Leipzig

Bildergalerie Von Präsident bis Königin: Wer war noch zu Besuch in Sachsen?

Der französische Staatspräsident Francois Mitterand war im Rahmen seiner Deutschland-Visite am 19.09.1991 Gast des sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf.
September 1991: Der französische Staatspräsident Francois Mitterand (li.) ist im Rahmen seiner Deutschland-Visite Gast beim sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU). Bildrechte: picture-alliance / ZB | Waltraud Grubitzsch
Der französische Staatspräsident Francois Mitterand war im Rahmen seiner Deutschland-Visite am 19.09.1991 Gast des sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf.
September 1991: Der französische Staatspräsident Francois Mitterand (li.) ist im Rahmen seiner Deutschland-Visite Gast beim sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU). Bildrechte: picture-alliance / ZB | Waltraud Grubitzsch
Frankreichs Staatspräsident Francois Mitterand besuchte 1991 die RFT/SEL Nachrichtenelektronik GmbH in Rochlitz
Francois Mitterand besuchte 1991 auch eine Firma für Nachrichtenelektronik in Rochlitz. Bildrechte: picture-alliance/ZB/Thomas Lehmann
Die britische Königin Elizabeth II. (M) spricht nach einem Empfang im Alten Rathaus am 22.10.1992 in Leipzig mit Bürgern.
Oktober 1992: Die britische Königin Elizabeth II. spricht nach einem Empfang im Alten Rathaus in Leipzig mit Bürgern. Bildrechte: picture alliance / ZB Fotoagent.Zentralbild | Karlheinz Schindler
Lachend stehen der russische Präsident Wladimir Putin (l) und der sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf am 27.09.2001 auf dem Gelände des Dresdener Zwingers, im Hintergrund ist ein Teil des historischen Gebäudes zu sehen.
September 2001: Russlands Präsident Wladimir Putin und Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) posieren vor dem Zwinger. Bildrechte: picture-alliance / ZB | Ralf Hirschberger
Lachend steht der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin (M) am 11.04.2002 gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (r) in Dresden in der Gemäldegalerie Alte Meister vor dem Bild der Sixtinischen Madonna von Rafael.
April 2002: Der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin (li.) steht gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf (CDU) in Dresden in der Gemäldegalerie Alte Meister vor dem Bild der Sixtinischen Madonna von Rafael. Bildrechte: picture-alliance / ZB | Ralf Hirschberger
Der französische Staatspräsident Jacques Chirac begrüßt am 04.09.2003 in Dresden bei einem Spaziergang durch die Gartenanlage des Zwingers wartende Kinder.
September 2003: Der französische Staatspräsident Jacques Chirac begrüßt in Dresden bei einem Spaziergang durch die Gartenanlage des Zwingers wartende Kinder. Bildrechte: picture-alliance / ZB | Peer Grimm
US-Präsident Barack Obama unterschreibt am 05.06.2009 die goldenen Bücher der Stadt Dresden und des Freistaates Sachsen im Preziosensaal des Dresdner Residenzschlosses. Links neben ihm stehen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU).
Juni 2009: US-Präsident Barack Obama (re.) ist auf Besuch in Dresden und trägt sich, begleitet von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Stanislaw Tillich (beide CDU), ins Goldene Buch der Stadt ein. Bildrechte: picture-alliance/ dpa | Ralf Hirschberger
US-Präsident Barack Obama besichtigt am 05.06.2009 in Dresden (Sachsen) gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) die Frauenkirche.
Bei dieser Gelegenheit besichtigt Obama auch die Frauenkirche in Dresden. Bildrechte: picture alliance / dpa | Matthias Hiekel
Königin Beatrix der Niederlande trägt sich am Donnerstag (14.04.2011) in der Staatskanzlei in Dresden in das Goldene Gästebuch der Stadt ein, während im Hintergrund Prinzessin Maxima, Prinz Willem-Alexander, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und dessen Ehefrau Veronika stehen.
April 2011: Königin Beatrix der Niederlande trägt sich in der Staatskanzlei in Dresden in das Goldene Gästebuch der Stadt ein, während im Hintergrund Prinzessin Maxima, Prinz Willem-Alexander, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und dessen Ehefrau Veronika stehen. Bildrechte: picture alliance / dpa | Robert Schlesinger
Königin Silvia von Schweden (2.v.l.) geht neben Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU, 3,v.l.) am 07.02.2014 in Dresden (Sachsen) über den kleinen Schlosshof.
Februar 2014: Königin Silvia von Schweden (2.v.l.) geht neben Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU, 3.v.l.) in Dresden über den kleinen Schlosshof. Bildrechte: picture alliance / dpa | Sebastian Kahnert
Park Geun Hye, Stanislaw Tillich, Helma Orosz
März 2014: Die Staatspräsidentin der Republik Korea, Park Geun Hye besucht in Dresden die Frauenkirche. Bildrechte: picture alliance/dpa/Matthias Hiekel
Königin Silvia von Schweden und König Carl XVI. Gustaf verabschieden sich winkend.
Oktober 2016: Königin Silvia von Schweden und König Carl XVI. Gustaf verabschieden sich nach einem Besuch in Leipzig. Bildrechte: picture alliance / ZB | Hendrik Schmidt
Michael Kretschmer und Michael D. Higgins
Juli 2019: Irlands Präsident Michael D. Higgins besucht die Universität Leipzig. Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Peter Endig
Dirk Hilbert (FDP, l-r), Oberbürgermeister von Dresden, Königin Mathilde und König Philippe von Belgien, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender sowie Annett Hofmann und Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, gehen gemeinsam über die Augustusbrücke.
Dezember 2023: Königin Mathilde und König Philippe von Belgien machen Station in Dresden. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert
König Philippe und Königin Mathilde der Belgier gehen mit Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, über den Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche.
Die Staatsgäste aus Belgien besuchen auch den Weihnachtsmarkt. Bildrechte: picture alliance/dpa | Robert Michael
Michael Kretschmer begrüßt Petr Pavel
März 2024: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer begrüßt seinen Gast aus Tschechien, Präsident Petr Pavel (re.) an der Staatskanzlei. Bildrechte: picture alliance/dpa/Robert Michael
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9:25 Uhr | Straffer Zeitplan zum Staatsbesuch

Der Besuch des französischen Präsidentenpaars in Sachsen unterliegt einem straffen Zeitplan. Während sich Präsident Emmanuel Macron am frühen Nachmittag mit Wirtschaftsvertretern und Forschenden des Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS in Dresden trifft, ist seine Frau Brigitte gemeinsam mit Elke Büdenbender, der Frau des Deutschen Präsidenten Frank-Walter Steinmeier am Romain-Rolland-Gymnasium eingeladen. Dort wollen sie sich mit Schülerinnen und Schülern über Cybermobbing austauschen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender begrüßen Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, und seine Frau Brigitte Macron mit militärischen Ehren vor dem Schloss Bellevue.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender haben bereits am Sonntag Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, und seine Frau Brigitte Macron mit militärischen Ehren vor dem Schloss Bellevue empfangen. Am Mittag werden sie in Sachsen erwartet. Bildrechte: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

9:00 Uhr | Moritzburg bereitet sich vor

Am Mittag wird der französische Präsident Macron in Sachsen erwartet. Zum Start des Besuchs geht es ins Märchenschloss nach Moritzburg. Geplant sind ein Fototermin vor dem Schloss sowie ein Mittagessen in Adams Gasthof mit Politikern und Unternehmern. Wie Holger Förstemann, Geschäftsführer des Gasthofs weiß, mag Macron rotes Fleisch - am liebsten blutig - und nach dem Essen einen Espresso. Wenn das Wetter mitspielt, soll das Essen im Freien stattfinden. Was genau auf dem Speiseplan steht, ist nicht bekannt. Auf Vorlieben und Unverträglichkeiten der Gäste werde natürlich Rücksicht genommen, so Förstemann.

Bürgermeister Jörg Hänisch ist schon aufgeregt. Die Gemeinde werde den Staatsmann gebührend willkommen heißen, sagte er MDR SACHSEN. "Aufgeregt bin ich schon", sagt Hänisch. Es komme ja nicht alle Tage vor, dass jemand nach Moritzburg kommt.

MDR (ben)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 27. Mai 2024 | 09:00 Uhr

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