Ein Schild wirbt für den Weinsommer auf Schloss Wackerbarth.
Die Sächsische Weinstraße soll Urlauber aus dem Südwesten Deutschlands anlocken. Bildrechte: IMAGO / Steffen Unger

Fremdenverkehr Touristiker aus Sachsen wollen in Stuttgart mit Wein um Urlauber werben

11. Januar 2023, 05:00 Uhr

Nach der Corona-Zeit will die Fremdenverkehrsbranche in Sachsen wieder durchstarten. Deshalb wird eine Woche lang auf einer der größten Urlaubsmessen in Stuttgart um Gäste geworben. Helfen soll dabei auch Sachsenwein. Weinhoheiten und eine Sommelière sollen an einer Weintheke von Schloss Wackerbarth für Genuss- und Erlebnisreisen entlang der Sächsischen Weinstraße werben.

Sachsen will sich nach den Einschränkungen der Corona-Pandemie wieder als Reiseziel für Genuss-, Aktiv- und Kultururlauber empfehlen. Von Sonnabend an ist die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS) gemeinsam mit Partnern eine Woche lang auf der Messe Caravan, Motor, Touristik (CMT) in Stuttgart vertreten. Man präsentiere dort alle Regionen des Freistaats, teilte die TMGS mit.

Sächsischer Wein soll Genussmenschen aus dem Südwesten anlocken

Einen Schwerpunkt bildet dabei aber das Elbland. TMGS-Sprecherin Ines Nebelung sagte, in Zusammenarbeit mit dem Fremdenverkehrsverband Dresden-Elbland und dem Staatsweingut Schloss Wackerbarth werde eine Weintheke aufgestellt. "Es geht an dieser dabei vor allem um die Beratung, wie Wein entlang der Sächsischen Weinstraße touristisch erlebbar ist." Natürlich dürfe auch verkostet werden. Die sächsischen Weinhoheiten Sabrina Papperitz, Sabine Leonhardt und Stefanie Mühlbach sowie Sommelière Katharina Schuh würden den Messebesuchern sächsischen Rebensaft und die Sächsische Weinstraße vorstellen. Noch eher ein Geheimtipp sind Fahrradtouren mit dem Meißner Domkantor Thorsten Göbel, der mit Musikinteressierten von Meißen über Brockwitz bis nach Radebeul von Orgel zu Orgel radelt.

Klassiker sind dagegen Stadtrundfahrten durch Dresden, die Staatsoperette, die Landesbühnen Sachsen mit der Felsenbühne Rathen sowie die Porzellanstadt Meißen, die ebenfalls in Stuttgart um Urlauber werben.

Chemnitz will in den Fokus der Touristikbranche

Im Kulturhauptstadt-Jahr 2025 werden unter dem Motto "C the Unseen" in Chemnitz unentdeckte Orte erlebbar und bisher Unsichtbares sichtbar, so TMGS-Sprecherin Nebelung. Bereits jetzt lohne es sich, "Chemnitz und die gesamte Region zu erkunden, beispielsweise in neuen Sonderausstellungen der Kunstsammlungen Chemnitz, im Industriemuseum oder im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz". 

Oper Chemnitz
Chemnitz will schon vor dem Kulturhauptstadtjahr 2025 als Reiseziel bekannter werden. Bildrechte: IMAGO / Schöning

Direkter Kontakt zu Urlaubern mit verschiedenen Interessen

Die Publikumsmesse CMT gelte als eine der größten Urlaubsmessen in Europa, zu der Gäste direkt kommen können, so Nebelung. Man könne in Stuttgart "ein breites, vom Alter und den Interessen her gemischtes Publikum erreichen". Als Beispiele nannte die Sprecherin Familien mit Kindern und auf Kultur- und Städtetourismus sowie auf Aktivurlaub in der Natur ausgerichtete ältere Gäste ab 50 Jahren. "Von Vorteil für die Präsentation sind spezielle Aktionstage, die die Messe auch für Schüler, Senioren und Menschen mit Handicap anbietet." Ferner wolle man Fachveranstaltungen nutzen, um mit Reiseveranstaltern in Kontakt zu kommen.

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Die Zittauer Schmalspurbahn ist ein Reiseziel für junge und alte Bahnfans in der Oberlausitz. Bildrechte: M. Bergelt/SOEG

Anreise mit Auto oder Zug dauert einige Stunden

Baden-Württemberg gehört den Angaben zufolge zu einem der wichtigsten deutschen Region, aus der für Urlauber nach Sachsen kommen. So generiere man rund zehn Prozent der Übernachtungsreisen mit einer Länge ab fünf Tagen aus Baden- Württemberg, hieß es von der TMGS. "Bei einer Fahrtzeit von rund sechs Stunden reisen Gäste aus Baden-Württemberg vorrangig mit dem Pkw an." Für Urlaubsreisen ab fünf Tagen Aufenthalt nutzten 18 Prozent der Gäste die Bahn, bei Kurzurlaubsreisen steigen noch etwas mehr Gäste in den Zug. Die Bahnreise mit Umsteigen dauert rund sechs bis sieben Stunden. Der wiedereingeführte Nachtzug zwischen Prag und Zürich kann für Urlauber aus Karlsruhe, Baden-Baden und Freiburg interessant sein. Flugverbindungen zwischen Sachsen und Baden-Württemberg gibt es seit Corona keine mehr.

MDR (lam)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 10. Januar 2023 | 15:30 Uhr

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