Umweltveränderungen Flusslibellen verschwinden an Leipziger Gewässern

18. April 2024, 04:00 Uhr

An den Gewässern in Leipzig leben immer weniger Flusslibellen. Das ist das Ergebnis eines Gewässermonitorings, das jetzt vorgestellt wurde. Grüne Flussjungfer und Asiatische Keiljungfer seien nahezu vollständig verschwunden, sagt der Biologe Jens Kipping.

Blaugruene Mosaikjungfer (Aeshna cyanea), gefangene Libelle wird vorsichtig zwischen zwei Fingern gehalten und mit der Lupe untersucht
An Leipziger Gewässern gibt es weniger Libellen, so das Ergebnis eines Monitorings. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO / blickwinkel

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang seien Klimaveränderungen. "Wir haben durch die Frühjahrs- und Sommertrockenheit seit 2018 in den Flüssen deutlich höhere Wassertemperaturen", erklärt Kipping. Dazu käme durch die Niederschlagsarmut ein verminderter Durchfluss, dadurch auch eine geringere Verdünnung von Abwässern.

Als weitere Folge des Klimawandels käme es in den Sommermonaten verstärkt zu Starkregenereignissen. "Die überfordern dann die Kanalisation und führen dazu, dass vermehrt ungeklärte Abwässer in die Flüsse geraten."

MDR (ama)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Leipzig | 18. April 2024 | 09:30 Uhr

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