Linksextremismus Einsatz am "Tag X" im Juni: Eltern-Demo gegen mutmaßliche Polizeigewalt

04. Dezember 2023, 10:30 Uhr

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Am Sonntag haben sich in Leipzig mehr als 100 Menschen zu einer Demonstration versammelt. Die Initiative "Eltern gegen Polizeigewalt" will den Polizeieinsatz am "Tag X" am 3. Juni 2023 in Leipzig aufgeklärt wissen. Zudem verlangt sie Gespräche mit den Behörden und der Stadt. Am "Tag X" hatte die Polizei mehr als 1.300 Menschen, darunter 104 Minderjährige, mehrere Stunden lang festgehalten und ihre Personalien notiert.

Polizisten stehen in der Mitte einer Straße, rechts und links sind Menschen.
Der Polizeieinsatz in Leipzig am sogenannten "Tag X" im Sommer 2023 hat kritische Eltern zu einer Demo veranlasst. Sie fordern Gespräche mit der Stadt und eine Aufklärung zu dem polizeilichen Vorgehen auch gegen minderjährige Demonstrierende. (Archivbild) Bildrechte: Konstantin Henß

Ermittlungen wegen versuchtem Tötungsdelikt

An dem von teils linksradikalen Gruppen ausgerufenen "Tag X" war es zu Ausschreitungen gegen die Polizei und zu Vandalismus gekommen. Bei einer Demonstration gegen die Verurteilung der Linksextremistin Lina E. war ein Brandsatz in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Die Ermittlungen dazu wegen eines mutmaßlichen versuchten Tötungsdeliktes seien noch nicht abgeschlossen, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz MDR SACHSEN, ohne Details zu nennen.

Verfahren gegen Kinder eingestellt

Da einige vermummte Demonstranten auch Steine warfen und Pyrotechnik zündeten, werde zudem weiterhin wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Zwei Verfahren gegen zwei strafunmündige Kinder wurden Schulz zufolge eingestellt. Die Beschlagnahme von Demonstranten-Handys ist demnach inzwischen durch das Leipziger Amtsgericht als rechtmäßig bestätigt worden. Das betreffe alle bisherigen Fälle von Beschwerden dazu.

MDR (wim/bbr)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 04. Dezember 2023 | 19:00 Uhr

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