Bauarbeiten Clara-Zetkin-Straße in Erfurt für sechs Wochen gesperrt

Am 1. November startet der Umbau der Clara-Zetkin-Straße in Erfurt. Laut Stadtverwaltung wird die "Clara" in der Nähe des Erfurter Stadtparks dafür zunächst für sechs Wochen voll gesperrt. Mindestens zwei Jahre werden die Arbeiten an der "Übergangslösung" dauern, bis der endgültige Umbau der Straße folgt.

Ein Traffipax-Radarmessgerät steht in der Clara-Zetkin-Straߟe, Erfurt.
Als Ergebnis eines Verkehrsexperimentes wird die "Clara" in Erfurt künftig zweispurig. Autos sollen dann langsamer. Bildrechte: dpa

Eine der wichtigsten Verkehrsadern in Erfurt, die Clara-Zetkin-Straße, wird neu geordnet. Auf dem Weg zu einer "Grünen Clara" - die der Stadtrat im Juni 2022 beschlossen hatte - wird der Verkehr ab 1. November zwischen Stadtzentrum und Erfurt-Südost großräumig über die Arnstädter Straße umgeleitet.

Zwei Spuren und mehr Park- und Grünflächen

Die Clara-Zetkin-Straße ist dann - außer für Anwohner - für sechs Wochen voll gesperrt. Langfristig soll die "Clara" nur noch zwei-, statt vierspurig ausgebaut sein. Für Autofahrer sollen künftig die vielen Spurwechsel entfallen.

Stau an der Baustelle am Schmidtstedter Knoten, hier staut sich die Clara-Zetkin-Straße in Richtung Schmidtstedter Knoten
Stau an der Baustelle am Schmidtstedter Knoten, hier staut sich die Clara-Zetkin-Straße in Richtung Schmidtstedter Knoten Bildrechte: IMAGO / Steve Bauerschmidt

In der Übergangszeit sollen die Fahrzeuge auf den beiden inneren Fahrstreifen rollen, die beiden äußeren Streifen werden als Park- und Grünfläche genutzt. Der "Baustellenlook", den die Straße seit dem Start des Verkehrsprojekts hat, soll entfallen.

Drei Bauabschnitte für "Clara" geplant

Die Umgestaltung der Clara-Zetkin-Straße erfolgt in drei Bauabschnitten. Begonnen wird im nördlichen Teil der Straße. Schritt für Schritt wandern die Bauarbeiten dann weiter in Richtung Süden. Fahrzeuge, die bis jetzt noch in der "Clara" parken, mussten bis Dienstag umgeparkt werden. Ansonsten sollten sie laut Stadtverwaltung abgeschleppt werden.

Die Clara-Zetkin-Straße bleibt demnach in den kommenden sechs Wochen für Anwohner geöffnet. Ausgenommen sind dabei allerdings die Bereiche, in denen gerade die Bauarbeiten stattfinden.

Schild an der Clara-Zetkin-Straße in Erfurt
Ein Verkehrsversuch an der "Clara" wurde als Erfolg gewertet. Er ergab, dass die vielbefahrene Straße künftig zwei- statt vierspurig sein soll. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Neue Verkehrsschilder und Markierungen

Nachdem die Baken und transportablen Verkehrsschilder weggeräumt sowie die jetzigen Gelbmarkierungen entfernt wurden, richtet die beauftragte Firma die neue Verkehrsführung ein. Dazu werden Leitschwellen und Verkehrsschilder installiert sowie eine neue Fahrbahnmarkierung aufgebracht. Im südlichen Teil der Straße entsteht zudem im dritten Bauabschnitt eine Verkehrsinsel, damit Fußgänger leichter über die vielbefahrene Straße kommen.

Die temporäre Verkehrsführung soll bis Mitte Dezember eingerichtet sein und mindestens für die nächsten zwei Jahre bestehen bleiben.

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MDR (ifl)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. Oktober 2022 | 13:00 Uhr

39 Kommentare

Bric22 vor 13 Wochen

Bus und Bahnen sind im Augenblick wohl keine Alternative, Busse stehen im Stau, Strassenbahnen fahren teilweise nur eingeschränkt Baustellen, Krankenstand usw.), von den Beeinträchtigungen durch Demos und ähnlichem ganz zu schweigen. Fahrrad? Super. In Ermangelung eines guten Radwegenetzes ist mir das eindeutig zu stressig. Es geht doch nicht nur um die Anwohner und Durchfahrer. Auch der Kieferverkehr wird beeinträchtigt und salzbrots Kommentare sind völlig frei jeglicher Logik. Wie unfähig die Planer der Stadtverwaltung sind, zeigte bereits die Eröffnung der Decke Baustelle am Schmidtstedter Knoten zu BUGA Zeiten. Man möchte Touristen anlocken, verhindert aber, dass sie stressfrei in die Stadt gelangen können. Es gibt gar viele Beispiele der letzten Jahre die belegen, wie die Stadt Erfurt sich selbst die Verkehrsadern zuschnürrt. Schade. Es könnte anders gehen.

Tpass vor 13 Wochen

Viele Menschen haben sich jetzt bemüht einen aufzuklären warum und weshalb. Das Problem ist nur das es Bürger gibt die genau dort täglich zur Arbeit müssen oder wollen. Nur das eben genau der ÖPNV hier nicht funktioniert ist das wesentlich Problem..wie kommt man im Winter auch nach 23 Uhr sicher nach Hause von der Arbeit wohlgemerkt??? Im Herbst mit solchen Dingen anzufangen um dann festzustellen das es kein Material gibt keine Mitarbeiter der Bauunternehmen weil alle krank sind und dann geht der Stadt wieder das Geld aus oder es gibt falsche Entscheidungen zwecks der Absprache der unterschiedlichen Maßnahmen der Unternehmen!!! So wird es kommen und das ganze Viertel rund um die Baustelle wird einen Stau erzeugen der dann den ganzen Tag von 6-18 Uhr andauern wird. Da ja auch die Umleitungen nicht frei von Baustellen oder Behinderungen sind . Die Anwohner wird es freuen so oder so . Grüße 🖖 und wir sehen uns im Stau. Danke nochmals an die Stadt und das Verkehsamt

Quantix vor 13 Wochen

Mir ist nicht bekannt, dass neben der Clara ein 300 Meter breiter Fluss verläuft, dessen Wasser während des Baus und im späteren Betrieb für Kopfschmerzen sorgen würde. Die Analogie zum Rheinufertunnel war auch auf den städtebaulichen Aspekt bezogen. Die Baukosten für einen Tunnelbau in der Clara in offener Schachtung dürften recht gut kalkulierbar sein. Die Verlegung der Medienanschlüsse muss ohnehin erfolgen, wenn die "grüne Clara" wirklich "grün" werden soll.

Ich hätte mir nur gewünscht, dass sie auf den wichtigeren ersten Teil meines Kommentars genauso engagiert eingegangen wären.

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