Das Rathaus in Nordhausen, daneben ein großer Baum
Am 10. September wird in Nordhausen ein neuer Oberbürgermeister oder eine neue Oberbürgermeisterin gewählt. Bildrechte: IMAGO / Olaf Döring

Wahl im September Nordhausen: Sechs Kandidaten für OB-Wahl zugelassen - Buchmann trotz laufenden Verfahrens dabei

09. August 2023, 08:55 Uhr

Das bestätigte Bewerberfeld für den Posten des Oberbürgermeisters in Nordhausen ist so breit wie noch nie: Sechs Bewerberinnen und Bewerber gehen am 10. September ins Rennen. Auch der zwischenzeitlich suspendierte Amtsinhaber Kai Buchmann ist dabei - obwohl gegen ihn ein Disziplinarverfahren läuft.

Für die Wahl des Nordhäuser Oberbürgermeisters am 10. September sind alle sechs Bewerber zugelassen. Das hat der Wahlausschuss am Dienstagabend entschieden. Mit sechs Kandidaten ist die Liste der Anwärter auf den Oberbürgermeisterposten in Nordhausen damit so lang wie noch nie.

Gegen den parteilosen Amtsinhaber Kai Buchmann treten Herausforderer von CDU, SPD, AfD, FDP und Grünen an. Alexandra Rieger von der SPD ist die einzige Kandidatin. Für die CDU tritt der parteilose Schulleiter Andreas Trump an, für die FDP Stefan Marx und für die AfD der Stadtrat Jörg Prophet. Die Grünen haben den ehemaligen Landtagsabgeordneten Carsten Meyer nominiert.

Buchmann trotz laufendem Verfahren im Rennen

Die Besonderheit in diesem Wahlkampf: Buchmann geht trotz eines laufenden Disziplinarverfahrens ins Rennen. Erst vergangene Woche war der zwischenzeitlich suspendierte Oberbürgermeister ins Rathaus zurückgekehrt. Das Disziplinarverfahren des Landkreis Nordhausen gegen ihn geht aber weiter.

Der Kreis hatte zuletzt außerdem Beschwerde gegen die Entscheidung der Meininger Verwaltungsrichter eingelegt, die Buchmanns Suspendierung aufgehoben hatten. Damit muss sich nun das Oberverwaltungsgericht in Weimar befassen. Für die Meininger Richter waren die Beweise für eine Dienstenthebung nicht ausreichend.

Streit über angebliche Dienstpflichtverletzungen

Seit Monaten wirft der Landkreis dem 47-jährigen Buchmann 14 Dienstpflichtverletzungen vor. Unter anderem geht es um mutmaßliches Mobbing gegen Bürgermeisterin Alexandra Rieger (SPD). Allein fünf Dienstpflichtverletzungen beziehen sich auf den Bau eines Supermarktes in der Nachbargemeinde Harztor. Buchmann hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und war wegen seiner Suspendierung vor Gericht gezogen.

MDR (cgo/dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. August 2023 | 08:30 Uhr

5 Kommentare

Erna vor 37 Wochen

Eine Partei wird dies mit Sicherheit freuen. Was ist in Nordhausen los, schafft man es nicht ein Bündnis für einen Kandidaten mit der Unterstützung mehrerer Parteien zu schmieden? Wie man lernt (oder auch nicht) kann es bei einer Stichwahl trotz Empfehlungen schon nicht mehr reichen.

Wolfilein vor 37 Wochen

Wusste gar nicht, dass Trump jetzt als Parteiloser in Nordhausen antritt. Und das sogar für die CDU ! Wo kommen denn jetzt die vielen Parteiloser her ?

Ovuvuevuevue Enyetuenwuevue Ugbemugbem Osas vor 37 Wochen

Geil, ein AfD-Oberbürgermeister.

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