Landespolitik CDU Thüringen wählt Mario Voigt zum Spitzenkandidaten für Landtagswahl

24. Februar 2024, 12:19 Uhr


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CDU-Landesparteichef Mario Voigt geht als Spitzenkandidat der Thüringer Union in die Landtagswahl im September. Er wurde am Samstag beim Landesparteitag in Ilmenau mit 91,7 Prozent der Delegiertenstimmen auf Listenplatz eins gewählt.

Die Sonnebergerin Beate Meißner wurde mit 81 Prozent auf Platz zwei gewählt. Auf den weiteren Plätzen folgen Thadäus König aus dem Eichsfeld, Andreas Bühl aus dem Ilm-Kreis, Christoph Zippel aus dem Altenburger Land, Christina Tasch aus dem Eichsfeld, Henry Worm aus dem Kreis Sonneberg, Marion Rosin aus dem Kreis Gotha und Carolin Gerbothe aus dem Kreis Nordhausen.

Mike Mohring nicht auf CDU-Wahlliste

Keinen Platz auf der Liste erhielt Thüringens früherer CDU-Parteichef Mike Mohring. Hintergrund ist, dass Mohring nach der Party-Affäre im Weimarer Land vom Landesvorstand aufgefordert wurde, seine politischen Ämter niederzulegen.

Mehrere menschen sitzen an Schreibtischen vor einer Bühne
Die Thüringer CDU tagte am Samstag in Ilmenau. Bildrechte: MDR/Wolfgang Hentschel

Mohring forderte beim Parteitag die CDU auf, geschlossen aufzutreten. Er frage sich, ob es klug sei, einzelne Mitglieder nicht mitzunehmen und außen vor zu lassen. Generalsekretär Christian Herrgott machte aber klar, dass der Beschluss des Landesvorstandes zur Causa Mohring weiter gilt. Mohring will bei der Landtagswahl in Thüringen als Direktkandidat antreten.

Voigt: Keine CDU-Koalition mit AfD oder Linke

Zuvor hatte Mario Voigt seine Partei auf das Wahlkampfjahr 2024 eingeschworen. Ziel sei, nicht nur bei den Kommunalwahlen im Mai erfolgreich zu sein und zum Beispiel alle kreisfreien Städte zu gewinnen. Die CDU wolle auch nach der Landtagswahl im Herbst Regierungsverantwortung übernehmen.

Eine Koalition mit AfD oder Linke schloss Voigt aus. Damit trat er Diskussionen entgegen, dass die CDU bei absehbar schwierigen Mehrheitsverhältnissen auch neue Wege gehen müsse, um einen AfD-Ministerpräsidenten zu verhindern. So hatte sich vor allem Voigts Vorgänger Mohring geäußert.

Der habilitierte Politologe Voigt ist seit knapp vier Jahren CDU-Fraktionsvorsitzender und seit September 2022 auch CDU-Parteichef in Thüringen. Der 47-Jährige lebt in Jena und ist Vater zweier Kinder.

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MDR (mm), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 24. Februar 2024 | 13:00 Uhr

51 Kommentare

martin vor 7 Wochen

@guter schwabe: Ja, dann steht eine Alternative zum "Schönsaufen" zur Verfügung. Aber glaube aber bei diesem Thema nicht an einen grundsätzlichen Wechsel der Rauschmittel bei der Mehrheit der Thüringer.

Übrigens: Schon heute KANN sich jeder, der es möchte, in aller Ruhe das Leben schönrauchen. Aber April DARF er es dann auch legal.

Der Matthias vor 7 Wochen

@ Professor Hans

" Wer klare Inhalte will weiß was er wählen sollte."

Und wer genau diese teils höchst grafwürdigen Inhalte NICHT haben will (Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland, Kotau vor Putin, Rechtsextremismus, konspirative Treffen und Netzwerke mit Neonazis, Hass auf die EU und NATO, Hass auf Menschen mit anderer sexueller Orientierung etc.) wählt dann eben genau dieser 'Inhalte' wegen NICHT die von Ihnen aufgezählten Parteien!

Professor Hans vor 7 Wochen

Hobby Virologe
Richtig analysiert. Genau deswegen sind viele aktive Politiker aus der CDU ausgetreten und heimatlos. Jetzt haben wir die Wahl zwischen afd, bsw und werteunion. Wer klare Inhalte will weiß was er wählen sollte. Auf keinen Fall die deren Agenda das zerstören unserer Wirtschaft ist. Ich habe auch die Hoffnung das die ganzen rechtsextremen Führungskräfte die im Westen sozialisiert wurden von den entsenderländern zurückgenommen werden. Aber das war nicht alles. Die rechte in Thüringen hätte nie so groß werden können ohne die finanzielle und logistische Unterstützung durch West führungsbeamte des Verfassungsschutzes. Wenn sie Quellen brauchen. U Ausschüsse zu Verfassungsschutz, NSU. Verhandlungen am Landgericht gera zur Sache. Und das entlarven selbstbiographische Buch des ehemaligen Präsidenten des Verfassungsschutzes Thüringen Anfang der 90iger FDP Beamter kam aus dem bmi.

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