Ein Mann gibt bei der Präsidentschaftswahl in Russland seine Stimme ab.
Stimmabgabe bei der russischen Präsidentschaftswahl in einem Wahllokal in Melitopol in der von Russland besetzten Region Saporischschja (Themenbild). Bildrechte: IMAGO/SNA

Ukraine-News Ukrainische Drohnen setzen Wahllokal in Saporischschja in Brand

17. März 2024, 23:15 Uhr

Die Ukraine-News vom Sonntag, 17. März sind beendet.

23:15 Uhr | Putin will über Waffenruhe während Olympia reden

Russlands Präsident Wladimir Putin sagt, er sei offen für Gespräche über den Vorschlag Frankreichs für eine Feuerpause während der Olympischen Spiele. Allerdings müssten dabei die Interessen des russischen Militärs an der Front berücksichtigt werden.

Frankreich wird laut Präsident Emmanuel Macron Russland zu einem Waffenstillstand während der Olympischen Spiele auffordern. "Wir werden darum bitten", sagte Macron in einem Interview des ukrainischen Fernsehens. Die Olympischen Spiele finden vom 26. Juli bis zum 11. August in Paris statt.

17:46 Uhr | Drohnenschwärme unterwegs – Luftalarm in der Ukraine

In mehreren Regionen der Ukraine ist am frühen Abend Luftalarm ausgelöst worden. Grund waren mehrere Schwärme sogenannter Kamikaze-Drohnen, die das russische Militär gestartet hatte, wie die ukrainischen Medien unter Berufung auf die Luftaufklärung berichteten. Der Luftalarm galt für die Regionen Charkiw, Poltawa, Sumy sowie Dnipro im Osten des Landes. Weitere Angaben lagen zunächst nicht vor.

16:09 Uhr | Russische Armee will südukrainisches Dorf erobert haben

Die russische Armee hat nach eigenen Angaben das Dorf Myrne im südukrainischen Gebiet Saporischschja erneut erobert. Eine entsprechende Mitteilung machte das Verteidigungsministerium in Moskau. Bestätigungen von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht. Auf Karten ukrainischer Militärbeobachter ist der Ort seit Längerem als umkämpft gekennzeichnet worden.

14:13 Uhr | Protest gegen Putin vor russischer Botschaft in Berlin

Hunderte Menschen haben vor der russischen Botschaft in Berlin gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin protestiert. Sie schwenkten weiß-blau-weiße Fahnen, ein Symbol gegen Russlands Krieg in der Ukraine. Sprechchöre forderten in russischer und deutscher Sprache ein Russland ohne Putin. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf rund 800. Anlass der Demonstration war die russische Präsidentschaftswahl.

Teilnehmer der Demonstration «Schluss mit Putin, mit Krieg, Lüge und Repressionen» des Bündnisses «Demokratie - Ja» protestieren einen Monat nach dem Tod von Kreml-Kritiker Nawalny gegen die Politik von Präsident Putin.
Teilnehmer der Anti-Putin-Demonstration in Berlin. Bildrechte: picture alliance/dpa | Carsten Koall

Teile der russischen Opposition betrachten die Abstimmung als Scheinwahl. Sie riefen dazu auf, am Sonntag um 12 Uhr massenhaft zur Wahl zur gehen, damit sich Schlangen vor den Wahllokalen bilden. Zu der Protestaktion mitaufgerufen hatte Julia Nawalnaja, die Witwe des in Lagerhaft gestorbenen russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny. Nawalnaja reihte sich vor der Berliner Botschaft in die Warteschlange zur Stimmabgabe ein. Ein AFP-Reporter beobachtete, wie sie bei den Wartenden eintraf, die Menschen klatschten und ihr Blumen überreichten.

13:47 Uhr | Brandanschlag auf russische Botschaft in Moldau

In der Republik Moldau ist nach einem Agenturbericht ein Brandanschlag auf die russische Botschaft verübt worden, in der am Sonntag für dort lebende Russen die Stimmabgabe zur russischen Präsidentschaftswahl stattfand. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Botschaftsangaben berichtete, hatte ein Mann habe zwei Benzinbomben in den Hof der Botschaft in der Hauptstadt Chisinau geworfen. Der Mann sei von der moldauischen Polizei festgenommen worden.

10:55 Uhr | Straßenverkehr auf Krim-Brücke zeitweise unterbrochen

Russische Behörden haben den Straßenverkehr auf der Kertsch-Brücke zwischen der Krim und dem südrussischen Festland am Sonntagmorgen zeitweise unterbrochen. Einen Grund für die Unterbrechung nannten sie nicht. Mittlerweile fließt der Verkehr aber wieder. In früheren Fällen wurde der Verkehr über die 18 Kilometer lange Brücke mehrmals aus Sicherheitsgründen unterbrochen.

09:48 Uhr | Ukrainische Drohnen setzen Wahllokal in Saporischschja in Brand

Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge am Sonntagmorgen mit Drohnen ein Wahllokal in dem von Russland besetzten Teil der Region Saporischschja (russisch: Saporoschje) angegriffen. Wie der Vorsitzende der Bewegung "Wir sind mit Russland zusammen", Wladimir Rogow, auf seinem Telegram-Kanal schrieb, geriet das städtische Kulturzentrum in der Kleinstadt Kamjanka-Dniprowska bei dem Angriff in Brand. Verletzte habe es keine gegeben. Allerdings könnten die Beamten des Katastrophenschutzministeriums nicht mit den Löscharbeiten beginnen, da die Drohnenangriffe andauerten. Die Ukraine greift Russland während der laufenden Präsidentenwahl verstärkt mit Drohnen und Raketen an.

09:35 Uhr | Moskauer Flughäfen schränken Flüge nach Drohnen-Angriffen ein

Die Moskauer Flughäfen Domodedowo, Wnukowo und Schukowski schränken aus Sicherheitsgründen Flugbewegungen ein. Das teilte die russische Luftfahrtbehörde mit. Wie die Behörde berichtete, wurden am heutigen Sonntag bislang fünf ukrainische Drohnen in der Nähe von Moskau abgeschossen.

09:31 Uhr | Schoigu fordert besseren Schutz der Schwarzmeer-Flotte

Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat einen besseren Schutz der Schwarzmeer-Flotte angeordnet. Es müsse regelmäßig geübt werden, wie feindliche Angriffe auf die Kriegsschiffe zurückgewiesen werden, forderte Schoigu nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax bei einem Besuch des Oberkommandos der Marine. Die Schwarzmeer-Flotte hat durch ukrainische Angriffe in der Vergangenheit mehrere Schiffe verloren.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler 72 min
Bildrechte: MDR / Erhard Bühler

08:59 Uhr | Ukraine meldet Drohnen-Angriff auf Odessa

In der Hafenstadt Odessa sind nach ukrainischen Angaben mehrere Gebäude durch einen russischen Luftangriff beschädigt worden. "Die Feuer wurden sofort gelöscht", teilt das Militär mit. Von insgesamt 14 Drohnen seien 13 über der Region Odessa zerstört worden, eine während des Anflugs. Zunächst ist unklar, ob die Brände wegen herabfallender Trümmer oder durch den Einschlag einer Drohne ausgelöst wurden.

07:59 Uhr | Russland meldet Abschuss von 35 Drohnen über mehreren Landesteilen

En Auto, das bei einem ukrainischen Angriff auf das Stadtzentrum in Belgorod, Russland, zerstört wurde.
Ein Auto, das bei einem ukrainischen Angriff auf das Stadtzentrum von Belgorod zerstört wurde. Bildrechte: IMAGO/SNA

Russland hat nach eigenen Angaben 35 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte, hat die russische Luftabwehr in der Nacht und am Sonntagmorgen 35 unbemannte Luftfahrzeuge in acht verschiedenen Regionen "abgefangen und zerstört", darunter vier über der Hauptstadt Moskau. Vorfälle gab es demnach auch in den Regionen Belgorod, Kaluga, Oriol, Rostow, Jaroslawl, Kursk und Krasnador.

In dieser Woche hatten die ukrainischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Russland zugenommen, wo am Sonntag die dreitägige Präsidentschaftswahl zu Ende geht.

05:45 Uhr | Ukrainische Drohnen am Wahlsonntag über Moskau abgewehrt

Russland hat eigenen Angaben zufolge vier ukrainische Drohnen über der Region Moskau abgewehrt. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb auf seinem Telegram-Kanal, die Luftabwehr habe über dem Stadtbezirk Domodedowo, in dem sich auch der Hauptstadtflughafen befindet, zwei Drohnen abgeschossen. In den Bezirken Ramenskoje und Stupino sei je eine Drohne abgewehrt worden. Verletzte oder Schäden seien nicht registriert worden.

03:10 | Macron bekräftigt Äußerung zu Einsatz westlicher Bodentruppen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seine umstrittene Äußerung zu einem möglichen Einsatz westlicher Bodentruppen in der Ukraine bekräftigt. Macron sagte der Zeitung "Le Parisien", vielleicht würden "Operationen vor Ort" irgendwann notwendig, "um den russischen Streitkräften etwas entgegenzusetzen". Er wolle das aber nicht und werde dafür auch nicht die Initiative ergreifen, fügte er hinzu. Macron hatte erstmals Ende Februar gesagt, die Entsendung westlicher Bodentruppen in die Ukraine dürfe nicht ausgeschlossen werden. Seine Äußerung war bei vielen Verbündeten auf Irritation und Ablehnung gestoßen – auch bei der Bundesregierung. Die französische Regierung erklärte später, damit seien keine Kampfeinheiten gemeint gewesen.

02:30 Uhr | Ein Toter bei erneutem Drohnenangriff auf russische Ölraffinerie

Bei einem erneuten Angriff auf eine Ölraffinerie in Russland ist nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Wie die Regionalbehörden der südrussischen Region Krasnodar bei Telegram mitteilten, wurde die Raffinerie in Slawjansk am frühen Sonntagmorgen mit einer Drohne angegriffen. Ein auf dem Raffineriegelände ausgebrochener Brand sei bereits gelöscht. Nach ersten Erkenntnissen sei zum Zeitpunkt des Drohnenangriffs ein Mensch gestorben, hieß es. Die wahrscheinliche Todesursache sei ein Herzinfarkt.

00:15 Uhr | Macron für Waffenstillstand während Olympischer Spiele

Frankreich wird nach Worten seines Präsidenten Emmanuel Macron Russland zu einem Waffenstillstand während der Olympischen Spiele auffordern. "Wir werden darum bitten", sagt Macron auf Französisch in einem Interview, das von einer ukrainischen Journalistin auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht und im ukrainischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Die Olympischen Spiele finden vom 26. Juli bis zum 11. August in Paris statt.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 17. März 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern, die regelmäßig über die Situation berichten. Trotzdem ist es wichtig anzuerkennen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, da viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können, und schwer zu überprüfen sind. Dennoch gibt es auch unabhängige Experten, zivilgesellschaftliche Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen ist daher eine kritische Haltung und die Berücksichtigung verschiedener Quellen unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild der Lage zu erhalten. All dies berücksichtigt der MDR in seiner Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg.

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
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Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
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Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 17. März 2024 | 06:00 Uhr

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