ATACMS-Raketenwerfer der US Army
ATACMS-Raketenwerfer der US Army: Die USA haben nun auch Raketen mit einer Reichweite von 300 Kilometern geliefert. Bildrechte: picture alliance/dpa/U.S. Army via AP | Sgt. 1st Class Andrew Dickson

Ukraine-News USA liefern Ukraine ATACMS-Raketen mit großer Reichweite

24. April 2024, 22:33 Uhr

Diese Ukraine-News vom Mittwoch, 24. April sind beendet.

Ukraine-News vom Mittwoch, 24. April 2024

22:33 Uhr | USA liefern ATACMS-Raketen

Die USA haben der Ukraine nach Angaben des US-Außenministeriums Kurzstreckenraketen vom Typ ATACMS mit größerer Reichweite geliefert. Einem Ministeriumssprecher zufolge sollen sie für den Einsatz innerhalb des ukrainischen Staatsgebiets vorgesehen sein. Auch das Pentagon bestätigte, dass es sich bei den nun gelieferten Raketen um die Variante mit einer größeren Reichweite bis 300 Kilometer handelte.

Laut Außenministerium sind die Raketen Teil eines Hilfspakets aus dem März, die in diesem Monat in der Ukraine angekommen sind. Die Lieferung sei zunächst nicht bekannt gegeben worden, um die "operative Sicherheit der Ukraine" aufrechtzuerhalten. Den Angaben zufolge sind die erwähnten Raketen nicht Teil des am Dienstag vom US-Kongress verabschiedeten Hilfspakets für die Ukraine. Die USA hatten der Ukraine erstmals im vergangenen Jahr ATACMS-Raketen geliefert - allerdings nur mit einer geringen Reichweite von 165 Kilometern.

22:18 Uhr | Ukraine stoppt Reisepass-Ausgabe an wehrfähige Auslandsukrainer

Die Ukraine stoppt die Ausgabe von Reisepässen an im Ausland befindliche Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. In einer am Mittwoch im amtlichen Online-Portal der Regierung veröffentlichten Verordnung heißt es, der Versand von Pässen an diplomatische Vertretungen der Ukraine im Ausland werde "nicht mehr praktiziert". Somit können ukrainische Männer im wehrfähigen Alter ihre Reisepässe künftig nur noch in der Ukraine selbst abholen.

Durch die Maßnahme will die ukrainischen Regierung, Männer zur Rückkehr in die Ukraine drängen. Am Dienstag hatte das Außenministerium in Kiew bereits die vorübergehende Aufhebung konsularischer Dienstleistungen für männliche Auslandsukrainer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren bekanntgegeben - mit Ausnahme der Ausgabe von Personalausweisen für die Rückkehr in die Ukraine.

18:55 Uhr | Scholz bleibt bei Taurus-Nein auch bei ATACMS-Zusagen der USA

Bundeskanzler Olaf Scholz will bei seinem Nein zur Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern in die Ukraine bleiben, auch wenn die USA ATACMS-Raketen mit 300 Kilometern Reichweite liefern sollten. Der SPD-Politiker erklärte bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak, seine Entscheidung Taurus betreffend werde sich nicht ändern. "Meine Entscheidung ist sehr klar, was das eine Waffensystem betrifft. Meine Entscheidung ist aber auch klar, dass wir weiter der größte Unterstützer der Ukraine in Europa sein werden, dass wir weiter mit Großbritannien die beiden sein werden, die das meiste tun."

Bundeskanzler Olaf Scholz während Pressekonferenz.
Bundeskanzler Scholz erteilte während einer Pressekonferenz mit dem britischen Premier Sunak Taurus-Lieferungen an die Ukraine eine erneute Absage. Bildrechte: IMAGO/Bernd Elmenthaler

Mit der Bewilligung des 61 Milliarden Dollar schweren Rüstungspakets der USA ist auch die Lieferung von ATACMS-Raketen mit einer Reichweite von 300 Kilometern im Gespräch. Bisher hatte die Ukraine nur 165 Kilometer weitreichende Raketen erhalten. Beobachter hatten deshalb spekuliert, dass Deutschland – wie zuvor bei weitreichender Artillerie und schweren Kampfpanzern – auch bei diesem Thema dem Eskalationskurs der USA folgen könnte. Beim Marschflugkörper Taurus bleibt Scholz jedoch bei seiner Absage. Der Kanzler hatte seine Ablehnung in der Vergangenheit unter anderem damit begründet, dass das Waffensystem nicht ohne deutsche Fachleute eingesetzt werden könnte. Dies würde aber einer deutschen Kriegsbeteiligung gleichkommen.

16:03 Uhr | Ukraine erhält weitere 1,5 Milliarden Euro von der EU

Die Ukraine hat nach Angaben der Regierung in Kiew eine weitere Tranche von 1,5 Milliarden Euro im Rahmen eines EU-Hilfspakets erhalten. "Damit haben wir die gesamte Summe der Überbrückungsfinanzierung in Höhe von sechs Milliarden Euro bekommen", teilte Finanzminister Serhij Martschenko mit. Nach Angaben von Ministerpräsident Denys Schmyhal stärken die Mittel die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und Stabilität des Landes.

Die Ukraine gibt den größten Teil ihrer eigenen Einnahmen zur Finanzierung des Krieges gegten Russland aus. Die Gelder ihrer westlichen Unterstützer werden unter anderem benötigt, um Löhne, Renten die Sozialausgaben für Milliuonen Ukrainer zu finanzieren.

14:50 Uhr | Ukraine meldet Treffer auf russische Öldepots in Region Smolensk

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bei einem nächtlichen Angriff zwei Öldepots in der westrussischen Region Smolensk getroffen. Wie der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU mitteilte, gehören die Lager dem russischen Energiekonzern Rosneft und enthielten 26.000 Kubikmeter Treibstoff. Der SBU bezeichnete diese Einrichtungen als legitime Ziele der Ukraine, weil sie die russische Armee mit Nachschub versorgten. Die südwestrussischen Stadt Lipetsk wurde nach dem Angriff teilweise evakuiert. Wie Gouverneur Wasily Anochin bei Telegram mitteilte, gibt es keine Berichte über Verletzte.

06:38 Uhr | Russland meldet Drohnenattacken aus der Ukraine

Die Ukraine hat nach russischen Angaben mit Drohnen Energieanlagen im Gebiet Smolensk in Brand gesetzt. Der Gouverneur des russischen Gebiets, Wassili Anochin, sagte der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge: "Unsere Region ist wieder einmal Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs geworden." Die Luftabwehr der russischen Armee werde eingesetzt. Der Angriff auf zivile Energieanlagen habe Brände verursacht.

Unabhängig ließen sich die Angaben zunächst nicht überprüfen. Auch in der russischen Stadt Lipezk wurde ein Drohnenangriff gemeldet. Eine Drohne sei im Industriegebiet abgestürzt, es habe keine Verletzten gegeben, berichtete Tass unter Berufung auf den Gouverneur der Region.

04:55 Uhr | Selenskyj dankt den USA für Hilfspaket

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem US-Senat nach der Billigung des milliardenschweren Hilfspakets für die "lebenswichtige Hilfe" im Abwehrkampf gegen Russland gedankt. Er schrieb auf der Plattform X: "Diese Abstimmung stärkt Amerikas Rolle als Leuchtturm der Demokratie und als Führer der freien Welt." "Die Langstreckenkapazitäten, die Artillerie und die Luftverteidigung der Ukraine sind entscheidende Instrumente für die baldige Wiederherstellung eines gerechten Friedens."

04:29 Uhr | Biden: Waffenlieferungen an Ukraine noch in dieser Woche

US-Präsident Joe Biden will noch in dieser Woche mit der Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die Ukraine beginnen. Das kündigte er unmittelbar nach der Freigabe neuer Milliardenhilfen für das von Russland angegriffene Land durch das US-Parlament an. "Ich werde dieses Gesetz unterzeichnen und mich an das amerikanische Volk wenden, sobald es morgen auf meinem Schreibtisch liegt, damit wir noch in dieser Woche mit der Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die Ukraine beginnen können", teilte Biden mit.

03:51 Uhr | US-Senat billigt milliardenschwere Ukraine-Hilfen

Der US-Kongress hat mit der Zustimmung des Senats milliardenschwere Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine gebilligt. Der Gesetzentwurf, der Hilfen im Umfang von rund 61 Milliarden US-Dollar (57 Milliarden Euro) für Kiew vorsieht, muss nun noch von US-Präsident Joe Biden unterschrieben werden, was als Formalie gilt.

00:33 Uhr | Russische Raketen treffen Wohngebiet in Charkiw

In Charkiw sind nach ukrainischen Angaben russische Raketen in einem Wohnviertel eingeschlagen. Das teilte Bürgermeister Ihor Terechow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Informationen über Opfer würden noch geprüft, so Terechow. Nach Angaben des staatlichen Radiosenders Suspilne wurde bei dem Angriff die zivile Infrastruktur zerstört. Der Luftalarm in der Region Charkiw wurde später wieder aufgehoben.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Mittwoch, 24. April 2024

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Laufe des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Trotzdem ist wichtig zu wissen, dass die Beschaffung verlässlicher Informationen schwierig ist, weil viele verfügbare Quellen politisch motiviert sein können und schwer zu überprüfen. Dennoch gibt es unabhängige Experten, Organisationen und Journalisten, die differenzierte Einblicke bieten. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 24. April 2024 | 06:00 Uhr

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