Eine Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr und Paletten mit Munition
Deutschland unterstützt die Ukraine mit der Lieferung von Waffen wie der Panzerhaubitze 2000. Bildrechte: IMAGO/Björn Trotzki

Ukraine-News Deutschland will offenbar Militärhilfen für Ukraine verdoppeln

12. November 2023, 20:58 Uhr

Diese Ukraine-News vom Sonntag, 12. November 2023 sind beendet.

Ukraine-News vom Sonntag, 12. November 2023

20:58 Uhr | Selenskyj warnt vor mehr russischen Luftangriffen im Winter

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bevölkerung vor mehr russischen Luftangriffen im kommenden Winter gewarnt. Russland bereite sich auf den Winter vor, sagte Selenskyj in seiner Abendansprache. Die Ukraine müsse daher darauf vorbereitet sein, dass Moskau die Zahl der Drohnen- und Raketenangriffe auf die Infrastruktur erhöhen könnte. Zugleich versprach Selenskyj besseren Schutz vor russischen Angriffen als im vergangenen Winter. Die ukrainische Luftverteidigung ist ihm zufolge stärker als noch vor einem Jahr.

19:13 Uhr | Widerständler töten drei russische Offiziere in Melitopol

In der russisch-besetzten Stadt Melitopol sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens drei russische Offiziere bei einer Explosion getötet worden. Es habe sich um einen Racheakt lokaler Widerständler gehandelt, teilte das im ukrainischen Verteidigungsministerium angesiedelte Geheimdienstdirektorat mit. Von russischer Seite liegt keine Stellungnahme zu den Angaben vor.

13:25 Uhr | Kreml: Russland ist auf dem Schlachtfeld nicht zu besiegen

Der Kreml hat die Ukraine und die USA zu einem Einlenken im Ukraine-Krieg aufgerufen. "In Kiew und Washington müssen alle einsehen: Russland ist auf dem Schlachtfeld nicht zu besiegen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Agentur Tass dem russischen Fernsehen ungeachtet russischer Rückschläge. Wenn US-Präsident Joe Biden nach eigenen Worten noch an eine Rückeroberung ukrainischer Gebiete glaube, dann zeige dies, dass die US-Politik in einer Sackgasse stecke.

11:01 Uhr | Bericht: Bundesregierung will Militärhilfe für Ukraine verdoppeln

Die Bundesregierung will die bisher für 2024 geplante Militärhilfe für die Ukraine auf acht Milliarden Euro verdoppeln. Darauf habe sich die Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen im Grundsatz verständigt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag von einem Insider der Koalition. Auch dem ARD-Hauptstadtstudio liegen die Informationen vor.

Die Erhöhung der sogenannten Ertüchtigungshilfe für die Ukraine solle in der am Donnerstag beginnenden Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages zum Entwurf des Bundesetats 2024 beschlossen werden. "Die Bereinigungssitzung wird aber noch verhandelt", sagte der Insider einschränkend. Durch die Erhöhung erreiche Deutschland 2024 eine Nato-Quote von 2,1 Prozent.

10:56 Uhr | Fast fünf Millionen Binnenflüchtlinge in der Ukraine

Die Ukraine zählt im eigenen Land etwa fünf Millionen Vertriebene wegen der seit Jahren andauernden russischen Angriffe. Die für Flüchtlingsfragen zuständige Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk sprach im Fernsehen von 4,9 Millionen registrierten Binnenflüchtlingen. Allein 3,6 Millionen Menschen seien seit der großangelegten russischen Invasion vom Februar 2022 innerhalb der Ukraine geflüchtet.

07:57 Uhr | Ukraine: Verfügen über ausreichend Energie für den Winter

Die Ukraine verfügt ihrem zuständigen Minister zufolge über genügend Energieressourcen für den Winter. Es stelle sich vielmehr die Frage, inwiefern russische Angriffe sich auf die Infrastruktur auswirkten, sagte German Galuschtschenko im ukrainischen Fernsehen. Im vergangenen Winter hatte Russland mit Raketen und Drohnen verstärkt die Infrastruktur angegriffen und so vielerorts für Ausfälle gesorgt.

07:28 Uhr | Früherer Nato-Chef für Teilbeitritt der Ukraine ohne besetzte Gebiete

Der frühere Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen schlägt einen Beitritt der Ukraine zum transatlantischen Militärbündnis ohne die von Russland besetzten Gebiete vor. Indem man die besetzten Gebiete im Süden und Osten des Landes außen vor ließe, würde das Risiko eines offenen Konflikts zwischen Russland und der Nato gesenkt, sagte der Däne dem britischen "Guardian". Ein Teilbeitritt und die damit verbundene Beistandsverpflichtung der Bündnispartner "würde Russland von Angriffen auf ukrainisches Gebiet innerhalb der Nato abschrecken" und den ukrainischen Streitkräften so ermöglichen, sich auf Frontkämpfe abseits des Kernlandes zu konzentrieren.

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
Bildrechte: MDR / Erhard Bühler
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00:00 Uhr | Ukraine-News am Sonntag, 12. November 2023

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Berichterstattung zum Ukraine-Krieg

Die Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, da wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter vor Ort sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum überprüft werden können.

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
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Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 12. November 2023 | 06:00 Uhr

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