Tierzucht Nach Geflügelpest - Gänsefarm in Wermsdorf hat neues Konzept

Gänse auf der Wiese
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Nach dem Ausbruch der Geflügelpest auf der Gänsefarm Eskildsen ist die Stimmung unter den Mitarbeitern immer noch auf dem Nullpunkt. Kurz nach Weihnachten brach auf der Farm bei Wermsdorf die Vogelgrippe aus, 9.000 wertvolle Zuchtgänse mussten getötet werden. Doch Geschäftsführer Lorenz Eskildsen und sein Team geben sich nicht geschlagen. Mit einem Biosicherheitskonzept will der Chef der Gänse einen Neuanfang wagen.

Kleinere Herden, getrennte Ställe

Das Konzept sieht unter anderem vor, dass die komplette Anlage neu gegliedert wird. Die Herden sollen verkleinert und vor allem getrennt auf überdachten Flächen leben können. Wenn die Behörden dieses Konzept mittragen, könnten ab dem Frühling neue Zuchtgänseküken in Wermsdorf aufgezogen werden. Neue Küken würde Eskildsen von seinem Standort in Königswartha im Landkreis Bautzen bekommen. Doch um 10.000 Tiere aufzuziehen, braucht es Zeit.

Wir müssen ein Jahr ausharren und werden nahezu keine Erlöse erzielen.

Lorenz Eskildsen Geschäftsführer Gänsefarm Eskildsen

Das sei zwar ein wirtschaftlicher Spagat, der aber in Wermsdorf geleistet werden könne, so Eskildsen.

10.000 Quadratmeter Fläche kontaminiert

Doch bis es soweit ist, sind erst noch Reinigungstrupps in den Ställen unterwegs. Es muss ausgemistet, gereinigt und desinfiziert werden. Nicht nur einmal. Rund 10.000 Quadratmeter Hallenfläche müssen laut Eskildsen dekontaminiert werden. Danach werde der Standort beprobt und nach 21 Tagen Wartezeit könnte Eskildsen seinen Standort bei Wermsdorf neu bestücken, wenn die Behörden mitziehen.

Es ist nicht der erste Fall von Vogelgrippe auf der Geflügelfarm. Bereits 2006 musste schon einmal der gesamte Bestand gekeult werden.

Quelle: MDR/fh/bb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.01.2021 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Leipzig

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