Rot-Weiß Erfurt vs. ZFC Meuselwitz: Die Highlights 1 min
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Fußball | Regionalliga ZFC Meuselwitz gelingt Überraschung bei Rot-Weiß Erfurt

7. Spieltag

16. September 2023, 15:32 Uhr

Der ZFC Meuselwitz hat das Thüringenderby bei Rot-Weiß Erfurt dank einer kämpferischen Topleistung mit 2:1 (1:1) für sich entschieden. Die Mannschaft von Trainer Georg-Martin Leopold überraschte erneut gegen einen Favoriten und sammelte wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Die Landeshauptstädter taten sich lange schwer und vergaben am Ende mehrere große Chancen.

Dem ZFC Meuselwitz ist im Thüringenderby bei Rot-Weiß Erfurt eine echte Überraschung gelungen. Die Mannschaft von Trainer Georg-Martin Leopold gewann im Steigerwaldstadion mit 2:1 (1:1) und kletterte in der Tabelle einige Plätze nach oben, derweil die Landeshauptstädter den Spitzenplatz abgeben mussten.

Erfurts Coach Fabian Gerber tauschte gegenüber dem 1:1 bei der VSG Altglienicke nur auf einer Position: Robin Fabinski ersetzte Robbie Felßberg auf der rechten Abwehrseite. Gleich drei Veränderungen gab es bei Meuselwitz: Dominik Bock fehlte, Leon Schmökel und Luis Fischer saßen nur auf der Bank. Dafür begannen im Vergleich zum 0:1 gegen Viktoria Berlin Felix Rehder, Amer Kadric und Michel Ulrich.

Trübenbach nutzt dicken RWE-Patzer zur Meuselwitzer Führung

Von Beginn an machten es die Meuselwitzer dem Favoriten schwer. Sie griffen früh an und provozierten auf diese Weise auch die schnelle Führung: Malcolm Badu wurde in der eigenen Hälfte unter Druck gesetzt, sein Querpass wurde von Andy Trübenbach abgefangen, und der musste nur noch ins Gehäuse einschieben - 0:1 (6.). Ein richtiges Slapstick-Tor!

Meuselwitz' Andy Truebenbach erzielt den Treffer zum 1:0
Andy Trübenbach erzielt die frühe Führung für den ZFC. Bildrechte: IMAGO/Funke Foto Services

Auch in der Folgezeit taten sich die Erfurter schwer, weil Meuselwitz großen Einsatz zeigte und in vielen Situationen klug gegen den Ball agierte. So ergaben sich kaum gefährliche Momente für die Landeshauptstädter. Nur aus der Distanz - Artur Mergel per Freistoß (14.) und Caniggia Elva (37.) - gab es Abschlüsse. Auf der anderen Seite wäre den Erfurtern fast ein zweiter dicker Patzer unterlaufen, als Torwart Lukas Schellenberg direkt vor der Torlinie angegriffen wurde (42.).

Mergel bringt RWE per Elfmeter zurück

Doch dann reichte Erfurt wiederum ein Fehler des ZFC, um noch vor der Pause auszugleichen. Ein schlechter Abschlag von Keeper Lukas Sedlak wurde zum Bumerang, die Flanke von Maximilian Pronichev fälschte Nils Miatke mit der Hand ab - und Schiedsrichter Christopher Gaunitz zeigte auf den Punkt: Elfmeter! Artur Mergel trat an und verwandelte sicher zum 1:1-Pausenstand (45.).

Fischer lässt Meuselwitz jubeln, RWE vergibt große Chancen

Das brachte die Gäste aber nicht aus dem Konzept, auch nach dem Seitenwechsel hielten sie sich wacker. Wohl verzeichneten die Erfurter nun gefährlichere Abschlüsse: Pronichev prüfte Sedlak aus der Ferne (52.), dann musste der Keeper bei einem Schuss aus Nahdistanz eingreifen (64.). Es blieb aber ein umkämpftes Spiel - in dem Meuselwitz die entscheidende Situation für sich nutzte: Der eingewechselte Luis Fischer ließ einen Gegenspieler stehen und blieb ganz cool vor Schellenberg - 1:2, die Überraschung schien nun zum Greifen nahe (74.).

Rot-Weiß Erfurt - ZFC Meuselwitz
Meuselwitz entschied ein umkämpftes Thüringenduell am Ende knapp für sich. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

In der Schlussphase wachte RWE dann endlich richtig auf. Nach Zuspiel von Keliano Tavares drang Erik Weinhauer in den Fünfmeterraum ein, die Meuselwitzer konnten gerade so klären (87.). Die anschließende Ecke köpfte Elva knapp neben das Tor (88.). Und in der Nachspielzeit entschärfte Sedlak einen Kopfball mit einer Riesen-Parade, den Nach-Kopfball setzte Weinhauer über das Tor (90.). RWE vergab große Chancen zum Ausgleich, Meuselwitz hatte am Ende etwas Glück - doch belohnte sich für die kämpferisch starke Leistung.

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Luis Fischer kam in der zweiten Halbzeit von der Bank und erzielte dann das entscheidende Tor für den ZFC Meuselwitz im Thüringenduell bei Rot-Weiß Erfurt. Nach dem Spiel war die Freude groß.

Sa 16.09.2023 16:31Uhr 01:39 min

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mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 16. September 2023 | 16:00 Uhr

36 Kommentare

erfurt66 vor 34 Wochen

Jede Woche das selbe zu schreiben macht den Kommentar auch nicht besser. Schwacher Kader reicht nicht für den Aufstieg usw.Wir wollen eine gute Saison spielen und oben mitmischen ob es reicht um aufzusteigen kann ich und auch sie nicht vorher sagen. Mit der Leistung vom Samstag brauchen wir nicht von Aufstieg reden aber die Mannschaft und der Trainer werden die Niederlage genau analysieren das so etwas nicht so schnell wieder passiert. Das sie viel besser Fußball spielen können haben sie ja schon oft gezeigt. Ich war am Samstag auch enttäuscht und sauer aber immer optimistisch bleiben und in Eilenburg es wieder besser machen.

leppom vor 34 Wochen

Der Vorsprung schmilzt! Zuschauerzahl auch nicht die Welt! Komisch wo sind eure 7000? Wenn Chemie keine 1300 Leute mitbringt habt ihr nicht mal 6000...das als Spitzenreiter...also ganz ruhig bleiben. Nur der FFC

rwerainer vor 35 Wochen

Also Leute von anderern Vereinen.
Das macht Spaß wa wenn ERFURT
Verliert .
Hab ihr auf'n Sonntag nichts besseres zu tun.Jede Mannschaft verliert auch Mal eins zwei Spiele ..na und.
An alle Neider geht in die Kirche oder Nehmt Euer Handy und Sprecht mit ihn.
Ist gescheiter als jede Woche so ein scheiß zu Schreiben.
NUR DER RWE.
ERST DENKEN DANN SCHREIBEN
EUCH NOCH ALLEN EIN SCHÖNES WOCHENENDE 💐

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