RWE Vereinsfahnen mit Logo
Seit Jahren läuft das Insolvenzverfahren beim FC Rot-Weiß Erfurt. Nun steht ein Abschluss bevor. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Fußball | Regionalliga Rot-Weiß Erfurt: Spiekermann legt Insolvenzplan vor

18. September 2023, 16:53 Uhr

Das seit mehr als fünf Jahren dauernde Insolvenzverfahren beim FC Rot-Weiß Erfurt nähert sich dem Ende. Ein Insolvenzplan wurde vom neuen Insolvenverwalter beim zuständigen Gericht eingereicht.

Olaf Spiekermann, Insolvenzverwalter des FC Rot-Weiß Erfurt, hat dem Amtsgericht Erfurt, den von ihm erstellten Insolvenzplan vorgelegt. Das teilte die zuständige PR-Agentur am Montag (18. September) mit.

Gremien des Vereins und Gläubigerausschuss erteilen Zustimmung

Das Amtsgericht Erfurt hat nun 14 Tage Zeit, den Plan abzulehnen. Sollte dies nicht geschehen, wird eine Gläubigerversammlung einberufen. Stimmt diese dem Plan zu, wäre RWE schuldenfrei. Sollte das Gericht den Plan dagegen ablehnen, müsste Spiekermann einen neuen einreichen.

Bereits im Vorfeld wurde der Plan mit "den größten Gläubigern des FC Rot-Weiß Erfurt e. V. abgestimmt", heißt es in der Pressemitteilung. Auch die Gremien des Vereins sowie der vom Gericht eingesetzte Gläubigerausschuss haben dem Insolvenzplan ihre Zustimmung bereits erteilt.

Mögliche Klage gegen Ex-Insolvenzverwalter Reinhardt?

Bestehende Haftungsansprüche gegen den vor wenigen Monaten entlassenen ehemaligen Insolvenzverwalter Volker Reinhardt sind von dem Plan unberührt. Spiekermann habe "derartige Ansprüche (...) bereits geltend gemacht", teilte die Agentur weiter mit. Sollten diese Ansprüche nicht zu "einem für die Gläubiger annehmbaren Ergebnis" führen, steht eine Klage gegen Reinhardt im Raum.

Reinhardt selbst hatte nach seiner Absetzung am 19. April zunächst Beschwerde gegen seine Entlassung als Insolvenzverwalter eingelegt. Diese wurde Ende August vom Amtsgericht Erfurt abgelehnt. Aus Sicht des Gerichtes war die Entlassung rechtmäßig, da Reinhardt ohne die erforderliche Zustimmung der Gläubiger drei Darlehen aufgenommen hatte. Es handelte sich um insgesamt 875.000 Euro. Reinhardt war zuvor fünf Jahre als Insolvenzverwalter bei RWE tätig.


red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | Sportblock | 18. September 2023 | 16:40 Uhr

28 Kommentare

erfurt66 vor 43 Wochen

Hallo Berti64 das wissen die ganz genau .Hauptsache sie können ihren negativen Senf dazugeben. Oder diese Informationen stehen Ecuador-Dani nicht zur Verfügung
Wie dem auch sei hab mir angewöhnt nicht mehr alles ernst zu nehmen was hier so von einigen kommuniziert wird. Rot Weiße Grüße 🇲🇨 ⚽️ 🇲🇨

Elxlebener vor 43 Wochen

elxlebener, wieviel ahnungslose schreiben hier nur blöd sinn. Nach einer Insolvenz ist man als Firma oder privat schuldenfrei. Das ist nun einmal Gesetz. Ich freue mich für Rot-Weiss über den in Aussicht gestellten ende der Insolvenz. Der Verein und die GmbH werden weiter zusammen arbeiten. In allen großen Fußballvereinen läuft es so.

Berti64 vor 43 Wochen

@ Miranda Schnee
Warum? Ein normaler Vorgang im Insolvenzrecht und vermutlich auch im Vereinsrecht!
Wieviel Vereine haben in der BRD Insolvenz angemeldet und
diese erfolgreich beendet?
…aber Sie haben recht, bei RWE ist es die 2. Insolvenz nach 1997…

Aktuelle Meldungen aus der Regionalliga