Emily Mortimer hockt zwischen Bücherstapeln und liest in einem Buch.
Florence Green liebt Bücher und will einen Buchladen eröffnen. Bildrechte: Lisbeth Salas

Filmrezension "Der Buchladen der Florence Green" - ein Film für Leseratten

von Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker

Emily Mortimer hockt zwischen Bücherstapeln und liest in einem Buch.
Florence Green liebt Bücher und will einen Buchladen eröffnen. Bildrechte: Lisbeth Salas

Es sind die 1950er-Jahre. Florence hat früh ihren Mann verloren, mit dem sie die Liebe zur Literatur teilte. Jetzt beschließt die junge Frau (Emily Mortimer), in dem idyllischen englischen Küstenstädtchen Hardborough einen Buchladen zu eröffnen, gewissermaßen ein lebendiges Denkmal für den Gatten.

Bill Nighy sitzt am Ende eines Tisches auf dem einige Bücher liegen.
Selbst der Eigenbrötler Mr. Brundish (Bill Nighy) ist von der Idee überzeugt. Bildrechte: Lisbeth Salas

Unterstützt wird sie dabei von dem exzentrischen Sonderling Mr. Brundish (Bill Nighy), erbittert bekämpft von der allmächtigen Grande Dame des Ortes, Violet Gamart (Patricia Clarkson), die aus dem alten Haus ein Kulturzentrum machen wollte. Das sind wunderbare Schauspieler mit perfektem Gefühl für ihre Figuren, denen man gern bei den Kleinstadtintrigen zusieht.

Der Film von Isabel Coixet, basierend auf einem Buch von Penelope Fitzgerald, ist etwas zu brav geraten, aber als ehrliche Liebeserklärung an die bedrohten Wohnstuben des Geistes, die guten alten, aussterbenden Buchläden, berührt er jeden leidenschaftlichen Leser unbedingt.

Genre: Drama
Regie: Isabel Coixet
Darsteller: Emily Mortimer, Bill Nighy, Patricia Clarkson u.a.
Im deutschen Kino ab: 10. Mai 2018
Produktionsland: Spanien, Deutschland, Großbritannien
Bewertung: ★ ★ ★ ☆ ☆ (3 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Filme der Woche | 10. Mai 2018 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Mai 2018, 00:00 Uhr

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