Jessica Chastain in Molly's Game
Molly Bloom wandelt sich von der Ski-Olympiahoffnung zur illegalen Pokerqueen Bildrechte: SquareOne Entertainment

Filmkritik "Molly's Game" - zähes und lahmes Regiedebüt

von Knut Elstermann, MDR KULTUR Filmkritiker

Jessica Chastain in Molly's Game
Molly Bloom wandelt sich von der Ski-Olympiahoffnung zur illegalen Pokerqueen Bildrechte: SquareOne Entertainment

In dieser wahren Geschichte geht es um die hoffnungsvolle Ski-Sportlerin Molly Bloom (gespielt von Jessica Chastain), die nach einem schwerem Unfall alle Olympia-Träume ziehen lassen musste und ein illegales Poker-Unternehmen für die Superreichen aufzog.

Jessica Chastain und Idris Elba in Molly's Game
Jessica Chastain als Molly und Idris Elba in "Molly's Game" Bildrechte: SquareOne Entertainment

Das zähe, endlos lange und lahme Regiedebüt des großartigen Autors Aaron Sorkin, von dem unter anderem das brillante Drehbuch zu "Steve Jobs" stammt, scheitert leider auf jeder Ebene, weil es einerseits kaum Ambivalenzen zulässt und anderseits keinerlei Haltung zu seiner zwiespältigen Heldin hat. Alles wird überdeutlich kommentiert bis hin zur peinlich-platten Schnelltherapie ihres Vater-Komplexes am Ende. Und selbst die geheimen, verruchten Pokerrunden wirken vollkommen harmlos. Beim Bingo im Altersheim ist mehr los.

Genre: Drama  
Regie: Aaron Sorkin  
Darsteller: Jessica Chastain, Idris Elba, Kevin Costner u.a.  
Im deutschen Kino ab: 08.03.2018  
Produktionsland: USA, China  
Bewertung: ★ ★ ☆ ☆ ☆ (2 von 5 Sternen)  

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Die Filme der Woche | 08. März 2018 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. März 2018, 00:00 Uhr

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