Filmstart "7 Tage in Entebbe" – Daniel Brühl als deutscher Terrorist

von Knut Elstermann, MDR KULTUR-Filmkritiker

Am 27. Juni 1976 entführten palästinensische und deutsche Terroristen, von Rosamunde Pike und Daniel Brühl gespielt, eine aus Tel Aviv kommende Air France-Maschine und landeten in Entebbe, Uganda. Dort wurden die jüdischen Geiseln von den anderen separiert, ein besonders abstoßendes Kapitel des Terrorismus. Der Film von José Padilha (Goldener Bär für "Tropa de Elite") rekonstruiert die schwere Entscheidung des damaligen israelischen Premiers Rabin: verhandeln oder militärisch eingreifen?

Der berühmte israelische Schauspieler Lior Ashkenazy setzt diesem großen Mann, der seinen Friedenswillen später mit dem Leben bezahlte, ein eindrucksvolles Denkmal. Doch so wichtig und richtig die Botschaft des Films ist, diese klare Verurteilung von Gewalt und Terror gerät leider zu einem papiernen, thesenhaften Polittheater, das auch noch kunstgewerblich überinszeniert wurde.

Genre: Thriller, Biografie
Regie: José Padilha
Darsteller: Daniel Brühl, Rosamund Pike, Eddie Marsan
Im deutschen Kino ab: 3. Mai 2018
Produktionsland: Großbritannien
Bewertung: ★ ★ ☆ ☆ ☆ (2 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Filme der Woche | 03. Mai 2018 | 07:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Mai 2018, 10:24 Uhr

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