Szene aus dem Film "Thelma" - junge Frau geht einen Gang entlang
Auf schmerzhafte Art und Weise muss Thelma ihre Einzigartigkeit verstehen lernen. Bildrechte: Koch Films

Mystery-Thriller aus Norwegen In "Thelma" braucht es keine Spezial-Effekte

von Knut Elstermann, MDR KULTUR Filmkritiker

Szene aus dem Film "Thelma" - junge Frau geht einen Gang entlang
Auf schmerzhafte Art und Weise muss Thelma ihre Einzigartigkeit verstehen lernen. Bildrechte: Koch Films

Thelma, eine stille junge Frau, verlässt ihre tief religiöse, repressive Familie und geht nach Oslo zum Studieren. Hier verliebt sie sich unsterblich in eine Kommilitonin, während immer klarer wird, dass sie übersinnliche Fähigkeiten besitzt, von denen sie zunächst selbst erschüttert und entsetzt ist.

Eilie Harboe spielt mit magischer Ausstrahlung diese Frau, die schmerzlich ihre Einzigartigkeit zu verstehen lernt. Mit "Thelma" ist dem Norweger Joachim Trier ein überaus feinsinniger Mystery-Thriller gelungen, der keine Spezialeffekte in den Mittelpunkt rückt, sondern die tragische Geschichte seiner Heldin, die durch ihre unheimliche Hochbegabung von der Welt ausgeschlossen ist. Ein intensiver Film über religiöse Unterdrückung und die Befreiung von auferlegter Schuld und Scham.

Szene aus dem Film "Thelma" - Poträt einer jungen Frau mit Elektroden am Kopf
Thelma hat übersinnliche Fähigkeiten. Bildrechte: Koch Films
Genre: Thriller  
Regie: Joachim Trier  
Darsteller: Eili Harboe, Kaya Wilkins, Henrik Rafaelsen  
Im deutschen Kino ab: 22.03.2018  
Produktionsland: Deutschland  
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)  

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Die Filme der Woche | 22. März 2018 | 08:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. März 2018, 03:00 Uhr

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