Ausflugstipps Das sind die schönsten Schlösser und Burgen in Sachsen-Anhalt

Auf Hundisburg durch Barockgarten und Schloss wandeln, tafeln wie die Grafen auf der Wasserburg Egeln oder Raubritter auf dem Regenstein im Vorharz spielen – das alles kann man in Sachsen-Anhalt. Wir haben spannende Ausflugsziele zu den schönsten Burgen und Schlössern des Landes für Sie zusammengestellt, die Geschichte lebendig werden lassen.

Schloss Hundisburg bei wolkigem Himmel mit Gartenanlage im Vordergrund
Schloss Hundisburg bei Haldensleben Bildrechte: MDR/Roman Behrens

Altmark: Burg und Schloss Tangermünde

Hier wird man ins Tanzhaus Kaiser Karls IV. gebeten – oben, etwas auf dem Berg liegend, mit schönem Blick auf die Stadt und die Weite der Altmark. Was einst Burg und Schloss war, ist heute ein Hotel mit Restaurant. Auch die ehemalige Schlosskanzlei kann man mieten, beispielsweise für Krimi- oder Märchendinner. An den Wänden der Kanzlei zeugen Filmausschnitte von der wechselvollen Geschichte Tangermündes: Die Stadt war einst groß und mächtig, denn von hier aus regierte Kaiser Karl IV. von 1373-1378 Deutschland.

Seine wirtschaftliche Blütezeit erlebte Tangermünde im 15. Jahrhundert durch die Hanse. Für Geschichtsinteressierte ist der Ort ohnehin ein Eldorado, denn Tangermünde ist auch mit Grete Minde verbunden, deren Geschichte von Theodor Fontane aufgeschrieben wurde.

Am zweiten Wochenende im September findet jährlich das Burgfest statt, bei dem man auch den Kapitelturm besuchen kann. Außerdem liegt Tangermünde direkt am Elberadweg und bietet so einen abwechslungsreichen Aufenthalt. Und auch, wenn hier abends kein Kino oder Theater lockt, gibt es viel Kultur: Eindrucksvoll ist vor allem die Backsteinromanik, die die Kirchen, Stadttore und Mauern prägt.

Die Burg von Tangermünde vor blauem Himmel mit weißen Wolken
Der rote Backstein prägt die Burg genauso wie das gesamte Stadtbild von Tangermünde. Bildrechte: MDR JUMP/Katja Woldt

Weitere Informationen Schloss und Burganlage Tangermünde
Amt 1, 39590 Tangermünde

Die Burganlage ist frei zugänglich.

Bei Dessau: Schloss Wörlitz

Schloss Wörlitz liegt inmitten des Wörlitzer Gartenreichs. Zusammen mit den weiteren Schlössern Luisium, Georgium (Museum) und Oranienbaum und dem Wörlitzer Park bildet es die UNESCO-Welterbestätte. Schloss Wörlitz selbst sieht aus wie aus dem Bilderbuch: Frisch saniert in hellem Gelb strahlt es durch die Bäume der Wörlitzer Anlagen. Der Eingang – der Portikus – ist flankiert von mächtigen weißen Säulen. Gebaut wurde das Schloss von Friedrich Wilhelm Freiherr von Erdmannsdorff, eingeweiht wurde es 1773. Damals galt es als modernster Landsitz auf dem europäischen Kontinent.

Die Architektur wirkt eher schlicht und ohne überbordende Dekoration – kein Wunder, denn das Schloss gilt auch als Gründungsbau des deutschen Klassizismus. Modern, aber nicht prahlerisch wollte sich der darin lebende Fürst Franz von Anhalt-Dessau geben, wie etliche Details verraten: etwa das exklusive Bad des Fürsten im Souterrain mit Heißwasser! Ein ausklappbares Bett erinnert daran, dass die Diener damals mit im Herrschaftszimmer schliefen.

Der repräsentative Festsaal ist heute ein Ort für Klavierkonzerte. Im Obergeschoss lockt eine Dauerausstellung über den Südseeforscher Georg Forster – passend dazu führt ins Belvedere eine wacklige Schiffstreppe in den Palmensaal, wie eine Reminiszenz an die Südsee.

Neben dem Schloss, im Küchengebäude, kann man im angrenzenden Restaurant speisen oder einen Kaffee trinken. Am schönsten ist es auf Schloss Wörlitz im Sommer, wenn man im Garten sitzt, mit Blick auf die Kapelle. Gerade nach einem Spaziergang durch die Anlagen – inklusive der Insel Stein mit nachgebauter Landschaft Neapels und des Vesuvs – lohnt sich die Pause hier.

Weitere Informationen Der Park von Schloss Wörlitz ist ganzjährig geöffnet.

Öffnungszeiten Schloss:
24. März - April: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
Mai - 7. Oktober: Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr
8. - 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr

Blankenburg: Burg und Festung Regenstein

Beliebtes Ausflugziel im Vorharz ist der Regenstein bei Blankenburg: Dort sind die denkmalgeschützten Reste der im Jahre 1162 erstmals erwähnten Burg zu besichtigen. Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert war sie Herrschaftsitz der Grafen zu Regenstein. Einer von ihnen, Graf Albrecht II., fiel negativ als Raubritter auf. Vermutlich wusste er die spektakuläre Lage auf einem 290 Meter hohen Sandsteinfelsen, der nach drei Seiten steil abfällt, für seine Beutezüge zu nutzen.

Der Felssporn des Regensteins war einfach ideal für die Anlage einer Höhenburg nahe einer wichtigen Heer- und Handelsstraße im Dreieck von Wernigerode, Halberstadt und Quedlinburg. Vom Mauerwerk sind heute nur die Reste eines Turms vorhanden. Auch von der späteren kurbrandenburgischen Festung blieben nur Ruinen. Dennoch lohnt sich der Besuch schon wegen der Aussicht. Spektakulär sind außerdem die großteils zugänglichen Sandstein-Höhlen im Heers und die Regenstein-Mühle. Für Wanderfreunde bietet sich eine große oder kleine Rundtour über die Höhlen zur Regenstein-Mühle und Burg an. Taschenlampe und Frisbee nicht vergessen!

Graf Albrecht II. verärgerte die Bürger von Quedlinburg übrigens so sehr, dass sie ihn 1336 gefangen nahmen und bis zur Zahlung des Lösegeldes in einen Holzkasten setzten. Der so genannte Raubgrafenkasten lässt sich im Museum des Schlosses Quedlinburg besichtigen. Im 15. Jahrhundert wurde die Burg aufgegeben, die Grafen zogen vom Regenstein ins Blankenburger Schloss. 1671 konfiszierte Friedrich Wilhelm von Brandenburg das Gelände. Schließlich grenzte der Regenstein an die Herrschaftsgebiete der Brandenburger, Preussen und Braunschweiger. Erdschanzen und die Überreste der Heerstraße, die aus Richtung Goslar kommend bis nach Bernburg an der Saale führt, lassen sich im Wald um den Regenstein finden.

Zu Ostern, zu Pfingsten und im Juli wird die Vergangenheit der Burg Regenstein etwa bei Ritterspielen lebendig. Verpflegen kann man sich an einem Kiosk. Oder man bringt alles für ein Picknick mit und genießt den Panoramblick über das Harzvorland.

Die Burgruine Regenstein.
Blick auf den Regenstein mit den Überresten der Höhenburg Bildrechte: dpa

Weitere Informationen Burg und Festung Regenstein
Am Platenberg
38889 Blankenburg (Harz)

Öffnungszeiten:
April bis Oktober:
Täglich von 10 - 18 Uhr

November bis März:
Mittwoch - Sonntag 10 - 16 Uhr

Weihnachtsferien (bundesweit):
Täglich 10 - 16 Uhr
Winterferien (bundesweit):
Täglich 10 - 17 Uhr
Geschlossen am:
24./25./31 Dezember und 1. Januar
sowie bei extrem schlechter Witterung

Einlassschluss:
30 Minuten vor Schließzeit

Eintrittspreise:
Erwachsene 3 Euro
Kinder ab 6 Jahre 1,50 Euro

Gruppen ab 20 Personen:
2,40 Euro pro Person
1,20 Euro pro Kind

Jahresdauerkarte:
Erwachsene 24 Euro
Kinder 12 Euro

20 % Ermäßigung mit dem Blankenburger Urlaubsticket und der Harzgastkarte
Mit der Harzcard freier Eintritt

Parken
Freier Parkplatz ca. 500 Meter unterhalb des Regensteins
Menschen mit Behinderung können bis in den Vorhof fahren.
Die Begehung der Anlage ist stellenweise anspruchsvoll.

Anreise
Vom Parkplatz aus ist die Anlage nach einem kleinen Waldspaziergang zu erreichen. Oben angekommen bietet sich ein wunderbarer Panoramablick über das Harzvorland. Für Kinder geeignet, aber Vorsicht geboten. Informationen über die Anlage bietet ein Faltblatt, das vor Ort zu erwerben ist.

Mit der Bahn über Halberstadt und Blankenburg, dann mit der Buslinie 250 Richtung Wernigerode (nicht täglich)

Egeln: Wasserburg

Die Burg an der Bode südlich von Magdeburg hat schon viele berühmte Gäste gesehen: den späteren schwedischen König, General Bernadotte, Blücher oder den Hofstaat der Königin Luise von Preußen. Unter Erzbischof Günther von Schwarzenburg (1403-45) wurde sie zum Renaissanceschloss umgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg war sie zeitweilig Hauptquartier der Schwedischen Armee und Wohnsitz der Familie von Generalfeldmarschall Johann Banér. Danach wurde sie als preußische Domäne an verdiente Offiziere verpachtet.

Ein Feuerwerk über der Wasserburg in Egeln im Salzlandkreis
Ein Feuerwerk zur Hochzeit über der Wasserburg in Egeln im Salzlandkreis, denn trauen lassen kann man sich dort auch. Bildrechte: dpa

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage Volkseigenes Gut, die historischen Gebäude verfielen. Auf Initiative des Heimatvereins wurden Bergfried und Torhaus ab 1987 restauriert und beherbergen seitdem das Egelner Museum für Vor- und Früh- sowie Stadtgeschichte. 1995 übernahm die Stadt die Burganlage, die seitdem zum kulturellen Zentrum ausgebaut wurde. Entstanden sind eine große Freilichtbühne, eine mittelalterliche Taverne im Kellergewölbe der Burg sowie ein Kräutergarten. Seit 1999 gibt es dort sogar ein Kinder- und Jugendtheater.

Während sich der rührige Egelner Heimatverein um das Museum und die Erforschung der Stadtgeschichte bemüht, bringt der 1994 gegründete Förderverein Wasserburg Egeln e.V. mit mittelalterlichem Burgspektakel, Irish Folk Festival oder Romantischer Burgweihnacht Leben in die alten Mauern. Veranstaltet werden auch Antik- und Trödel- sowie Bauernmärkte, Country Open Airs oder Museumsnächte. "Tafeln wie die Grafen" lässt sich übrigens im Burg Café, das am Sonntag geöffnet ist.

Weitere Informationen Wasserburg Egeln
Wasserburg 6
39435 Egeln

Öffnungszeiten:
Sonntag 14 - 17 Uhr
und nach Vereinbarung per E-Mail wasserburg@email.de

Eintrittspreise:
Erwachsene 3 Euro,
Kinder 1 Euro
Familienkarte (2 Erw. 2 Ki.) 6 Euro

Führungen für Schulklassen:
Burgführung inkl. Museum (ca 1,5 Stunden) 5 Euro je Person
Burgführung inkl. Museum und mit Turnierspielen
(z.B. Bogenschießen) 7 Euro je Person
Bei den Führungen ist der Museumseintritt inklusive.

Nach Vereinbarung per E-Mail wasserburg@email.de

Das Burg Café öffnet sonntags von 14:30 - 17 Uhr. Im Obergeschoss des Herrenhauses (Palas) der Egelner Wasserburg kann auch übernachtet werden.

Anreise
Auch mit dem Bus ist Egeln zu erreichen, zwischen Mageburg und Egeln verkehrt die Linie 161, elf Mal täglich in der Woche, inzwischen auch am Wochenende. Vom Bahnhof geht es zu Fuß in wenigen Minuten über Markt und Schlossstraße zur Wasserburg.

Salzlandkreis: Schloss Bernburg

"Die Krone Anhalts" – so hat der Maler und Schriftsteller Wilhelm von Kügelgen das Bernburger Schloss im 19. Jahrhundert bezeichnet. Auch heute noch liegt es wundervoll über der Saale, nur das Städtchen hat sich verändert, geprägt durch die größte Sodafabrik der Welt und durch zwei sehr unterschiedliche Gesellen: den schöngeistigen Fürsten Christian den Ersten (dessen Geschichte man hier entdecken kann) und Till Eulenspiegel, der stark mit dem Mittelalterlichen Bergfried des Schlosses verbunden ist. Tatsächlich soll Till Eulenspiegel hier einst auf dem Turm gewesen sein – so jedenfalls steht es in der 22. Historie des 1510 oder 1511 erschienen Buches.

Nachlesen können Besucher die Geschichte noch mal im Schlossmuseum, wo es dazu noch wechselnde Ausstellungen gibt. Unbedingt anschauen sollte man auch die Schlosskirche, die der Künstler Moritz Götze aus Halle gestaltet hat. Fast gegenüber steht dazu noch eine Kunsthalle, in der wechselnde Ausstellungen stattfinden. Nicht zu vergessen: In Bernburg gibt es ein wundervolles Theater.

Mehr Informationen Schloss Bernburg
Schloßstraße 24
06406 Bernburg

Öffnungszeiten:
Aufstieg zum Eulenspiegelturm:
01. November - 31. März:
Dienstag bis Donnerstag 10 - 16 Uhr
Freitag 10 - 13 Uhr
Samstag, Sonntag 10 - 16 Uhr

01. April - 31. Oktober:
Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr

Das Schlossmuseum ist bis auf Weiteres wegen Baumaßnahmen geschlossen.

Logo MDR 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Haldensleben: Schloss Hundisburg

Auf eine Legende soll der Name zurückgehen: Als sich im Hochmittelalter in der Gegend der Orden der Tempelritter auflöste, suchte ein Hund seinen flüchtigen Herren. Als er ihn endlich fand, machte er sich, vor der Burg sitzend, durch freudiges Gebell bemerkbar ... Fest steht: Das monumentale Ensemble mit Schloss, rekonstruiertem Barockgarten und einem 100 Hektar großer Landschaftspark hat eine bewegte Geschichte. Bei einem Besuch lässt sich dort allerhand unternehmen.

Erstmals erwähnt wurde die Burg 966. Später fungierte sie als Grenzfeste des Erzbistums Magdeburg. Mitte des 15. Jahrhunderts ging sie an die Familie von Alvensleben, die die Burg zu einem Renaissanceschloss ausbauen ließ, das deren Macht und Reichtum eindrucksvoll demonstrierte. Nach schweren Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg erstand die Hundisburg als grandioses Barockschloss mit großem Park wieder. Prominente Gäste weilten dort, darunter Gottfried Wilhelm Leibniz sowie Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. von Preußen. 1811 erwarb der Magdeburger Kaufmann Johann Gottlob Nathusius das Schloss. Nun kamen Dichterinnen und Dichter wie Carl Leberecht Immermann, Bettina von Arnim und Hoffmann von Fallersleben nach Hundisburg.

Schloss Hundisburg mit Schlosspark
Blick vom Schlosspark aus Bildrechte: Harald Blanke_Kultur-Landschaft Haldensleben Hundisburg e.V

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zu einem schweren Brand, der wieder für schwere Zerstörungen sorgte. Die Anlage wurde Volkseigenes Gut, im Landschaftspark wurde zu DDR-Zeiten Fußball gespielt. Versuche des Wiederaufbaus scheiterten. Der begann erst nach der Wende getragen von großem bürgerschaftlichem Engagement. 1995 übernahm die Stadt Schloss und Garten und betraute den Verein KULTUR-Landschaft Haldensleben-Hundisburg als Träger. Seitdem wurde die Anlage Stück für Stück restauriert. 2000 übertrug der im Juni 2020 gestorbene Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel der Stadt Haldensleben seine Sammlung, die im Schloss Hundisburg zu sehen ist.

Im Nordflügel des Schlosses ist die Landesforstverwaltung mit dem Haus des Waldes ansässig. Stärken kann man sich im Schlossrestaurant. Möglicherweise bei einem Bier aus der Schlossbrauerei, die ebenfalls besichtigt werden kann. Ein Spaziergang könnte danach durch den historischen Obstgarten führen, der schon im 18. Jahrhundert Teil des Barockgartens war. Seit der Rekonstruktion wird versucht, die historische Vielfalt samt Nathusius-Taubenapfel und Caraveilbirne wiederaufleben zu lassen.

Hundisburg, ein Ortsteil der Stadt Haldensleben im Landkreis Börde
Arkaden zum Schloss hin Bildrechte: Sylvia Hensel

Wer dann noch nicht genug gesehen hat, sollte einen Abstecher nach Hundisburg machen. Das Dorf am Nordrand der Magdeburger Börde wurde 1140 erstmals urkundlich erwähnt und ist seit 1994 Ortsteil der benachbarten Kreisstadt Haldensleben. Dort gibt es ein berühmtes technisches Denkmal: Die Ziegelei, wo noch heute Ton von Hand in eine Holzform gestrichen, luftgetrocknet und im Zick-Zack-Ofen nach alter Tradition gebrannt wird. Eine Rundfahrt mit der Feldbahn führt vorbei an der ehemaligen Tongrube, an Eimerkettenbagger und historischen Öfen. Die Geschichte, Ziegelherstellung und Arbeitsgeräte werden in einer Dauerausstellung erklärt. Angeboten wird auch eine multimediale Führung per PDA. Einen Besuch wert sind auch Schulmuseum und Andreaskirche, die auf Anfrage im Gemeindebüro besichtigt werden kann.

Weitere Informationen Schloss Hundisburg
Schloss 1
39343 Hundisburg

Öffnungszeiten:
Historische Schlossräume mit der Alvenslebenschen Bibliothek und den Sammlungen Apel und Loock
April bis Oktober sonntags 14 -17 Uhr

Die Innenräume des Schlosses sind ggf. im Rahmen von Führungen zugänglich. Der Hauptsaal allerdings nicht, wegen Rekonstruktionsarbeiten bis Dezember 2021.

Eine Führung gibt es sonntags ab 14 Uhr, Treffpunkt Schlossladen oder nach Vereinbarung.

Haus des Waldes
Nordflügel des Schlosses
Öffnungszeiten:
Montag nach Vereinbarung
Dienstag - Freitag 9 - 15 Uhr
Sonntag 14 - 17 Uhr

E-Mail: hausdeswaldes@lzw.mlu.sachsen-anhalt.de

Vom Schulprojekt über Kindergeburtstagsfeiern bis hin zum Kletterwalderlebnis gibt es hier zahlreiche waldpädagogische Angebote. Auch eine große Walderlebnisausstellung gehört dazu: mit der 15 Meter hohen "Biomaschine Baum".

Schlossrestaurant
Mittwoch bis Samstag 11:30 - 21:30 Uhr
Sonntag 11:30 - 17 Uhr

Parken
Parkmöglichkeiten bestehen sowohl auf dem Schlosshof als auch am Garten nahe dem Sportplatz in fußläufiger Entfernung.

Anreise
Schloss Hundisburg liegt bei Haldensleben an der Straße der Romanik.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
DB-Bahnhof Haldensleben (Strecke Magdeburg-Wolfsburg)

Buslinie 600, an Werktagen stündlich (www.boerde-bus.de)

Übernachtungsmöglichkeiten sind wegen Corona eingeschränkt.

Haldensleben in der Börde Sanierung am Schloss Hundisburg: Letzter Bauabschnitt begonnen

Seit mehr als 25 Jahren wird das Schloss Hundisburg in Haldensleben saniert. Nachdem zuletzt die Fassade erneuert wurde, wird nun im letzten Abschnitt der Arbeiten für mehr als zwei Millionen Euro der Hauptsaal saniert.

Schloss Hundisburg
Das Schloss Hundisburg mit saniertem Dach. In den Mittelbau wurden insgesamt 2,2 Mio. Euro investiert. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Schloss Hundisburg
Das Schloss Hundisburg mit saniertem Dach. In den Mittelbau wurden insgesamt 2,2 Mio. Euro investiert. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Fassade eines Schlosses
Zuletzt war auch die Fassade für 570.000 Euro saniert worden. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Ein barockes Deckengemälde, eingefasst ist in ornamentale Stuckelemente.
Die Decke ist vor rund zehn Jahren saniert worden. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Restaurierung der Stuckelemente im Ballsaal.
Aktuell wird an den Gesimsen gearbeitet. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Zwei Männer auf einer Baustelle
Holger Waldmann (l.) von der Stadt Haldensleben und Schloss-Chef Harald Blanke Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Ein Bauplan und Zeichnungen an einer Wand.
Die Sanierungspläne im großen Saal. Die Zeichnungen an der Wand zeigen, wie die Dekoelemente wiederhergestellt werden sollen. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
Ein Baugerüst in einem Schlosssaal
Was an Dekoelementen noch erhalten ist, wurde wieder freigelegt. Bildrechte: MDR/Mario Köhne
die Scheune
Als nächstes soll die Kulturscheune hinter dem Schloss saniert werden.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Juni 2020 | 11:30 Uhr

Quelle: MDR/cw
Bildrechte: MDR/Mario Köhne
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Harz: Burgruine Anhalt und Schloss Ballenstedt

Von der Selketalmühle bei Harzgerode schlängelt sich der Weg 130 Meter in die Höhe, bis man hinter dichtbewachsenen Bäumen die einstige Stammburg der Askanier entdeckt, die sozusagen die "Begründer" Anhalts waren. Der Anblick sorgt für ein erhebendes Gefühl, obwohl die Burg schon 1140 zerstört wurde: Gerade die Ruinen haben offensichtlich etwas mythisches oder magisches.

Ehrenamtlichem Engagement ist es zu verdanken, dass man auf einer Tafel die Geschichte der Ruine nachlesen kann, sonst könnte man sich nicht vorstellen, wie mächtig die Burg einst war: Bereits im 12. Jahrhundert wurde hier mit roten Ziegelsteinen gebaut – quasi "High-Tech" für die damalige Zeit.

Um die Burg im Modell zu sehen und auch etwas mehr über die Askanier zu erfahren, sollte man ins rund zehn Kilometer entfernte Ballenstedt fahren. Denn nach der Zerstörung ihrer Burg zog es die Askanier in das dortige Kloster, woraus sie dann nach und nach das Schloss errichteten. Außerdem liegt dort Albrecht der Bär begraben, eine der Schlüsselfiguren Anhalts. Für Kinder gibt es im Schloss manchmal Taschenlampenführungen, außerdem locken Konzerte im wundervollen Hoftheater.

Schlafzimmer der Herzogin.
Im Inneren von Schloss Ballenstedt können Besucher höfische Wohnkultur erleben. Bildrechte: imago/Köhn

Weitere Informationen Burg Anhalt
Vom Parkplatz an der Selkemühle (Selkemühle 1, 06493 Harzgerode) ist die Burgruine über einen ausgeschilderten Wanderweg erreichbar.

Schloss Ballenstedt
Schlossplatz 3
06493 Ballenstedt

Öffnungszeiten:
Mai - Oktober: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr
November - April: Dienstag bis Sonntag 10 - 16 Uhr

Harz: Schloss Wernigerode

Wie entrückt ragen die Türme und Zinnen von Schloss Wernigerode aus den Wipfeln des Waldes – hoch oben über dem Städtchen. Schloss Wernigerode wirkt geradezu wie ein Märchenschloss und diente deswegen bereits verschiedenen Märchenfilmen als Kulisse. Man kann zum Schloss hinaufwandern oder mit einer Bahn fahren und es sich im zauberhaften Innenhof auch kulinarisch gutgehen lassen: zwischen plätscherndem Brunnen und einem faszinierenden Architektur-Mix, denn dieser reicht vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.

Das Interieur wirkt durch viel Holz und feste Mauern eher rustikal und dunkel, aber für Märchenstunden am Kamin ist es damit bestens geeignet (und wird auch dafür genutzt, beispielsweise beim nachweihnachtlichen Markt "Winterschloss"). Im Sommer hingegen dient der Innenhof als Festivalkulisse – die Wernigeröder Schlossfestspiele warten hier durch den abgeschlossenen Raum mit bestem Klang auf. Es lohnt sich auch, die Kapelle zu besichtigen.

Schloss Wernigerode kann man immer wieder besuchen, denn regelmäßig finden Sonderausstellungen statt – über den deutschen Impressionisten Max Liebermann etwa oder über die Geschichte der Schokoladenherstellung. Ab Ende Juni 2019 widmet sich eine Schau dem Art Déco, ein Beitrag des Schlosses zum hundertjährigen Bauhausjubiläum.

Weitere Informationen Weitere Informationen
Schloss Wernigerode
Am Schloß 1
38855 Wernigerode

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 oder 18 Uhr (jahreszeitenabhängig).

Harz: Burg Falkenstein

Auf dem Berg mitten im Wald mutet sie aus der Ferne an wie eine mittelalterliche Festung – und als solche wurde die Anlage zwischen 1120 und 1180 auch erbaut. Burg Falkenstein trotzte in den Folgejahren allen Feinden, dieser Prototyp einer Ritterburg konnte tatsächlich niemals erobert werden.

Ihre Entstehung verdankt Burg Falkenstein der Sage nach einem Mordfall: Allein diese Story lohnt es, sich bei einer Führung erzählen zu lassen. Aber auch sonst gibt es einiges zu sehen, vom Zwinger bis zum Bergfried, die Anlage ist mächtig und in ihrer Architektur so typisch, dass sie auch schon in über 30 Filmen zur Kulisse wurde.

Auf der Burg gibt es nicht nur ein Museum (das u.a. Ritterrüstungen bereithält), sondern auch Sonderausstellungen und eine Falknerei. Jedes Jahr ab Mai fliegen die großartigen Vögel. Seit 2006 findet außerdem alljährlich auf der Burg im Sommer ein "Minneturnier" in Tradition eines mittelalterlichen Sängerwettstreits statt, bei dem bekannte Sänger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien zu hören sind. Anfang Oktober gibt dann noch ein "Burgfest". Auch kulinarisch geht es auf der Burg mittelalterlich zu, so kann man etwa ein zünftiges Rittermahl genießen.

Weitere Informationen Burg Falkenstein
Pansfelde
Burg Falkenstein 1
06543 Falkenstein (Harz)

Öffnungszeiten:
April - Oktober: täglich von 10 - 18 Uhr
November - März: Montags geschlossen, Dienstag - Sonntag von 10 - 16:30 Uhr

Harzvorland: Schloss Blankenburg

Eingebettet in das hügelige Harzvorland erstreckt sich eine vielgestaltige barocke Gartenanlage: an der Stadtmauer entlang, zwischen den beiden Schlössern, das Große auf dem Berg, das Kleine am Fuß. Das Ensemble gilt als größtes noch erhaltenes Welfenschloss – und ist das Wahrzeichen der Stadt Blankenburg mit einer über 900-jährigen Geschichte.

Neben einem relativ kleinen symmetrischen Terrassenidyll reihen sich weitere Erlebnisräume des weitläufigen Gartenensembles den Hang entlang: der 1668 angelegte Tiergarten, der Schlosspark, der heute von Künstlern gestaltete Fasanengarten, der Orangerieplatz als bedeutender Teil des Lustgartens und der Berggarten – zusammen bilden sie eine ästhetisch funktionale Einheit. 

Auch die Bewässerung der riesigen Gartenanlage ist genial, man baute einst ein ausgeklügeltes Brunnensystem mit dem Schlossteich als Wasserreservoir. Immer wieder wurden die einzelnen Gärten überformt, Anfang des 18. Jahrhunderts gestaltete sie der Leibarzt des Herzogs, Dr. Reck, weiter: Er ließ eine 35 Meter lange Sandsteintreppe bauen, von der aus man die schönsten Ausblicke in die Umgebung hat. Und während die Prinzessinnen einst in einem der Wehrtürmchen spielten (heute übrigens eine Ferienwohnung) gab es für das Adelsgeplänkel das Teehaus: sozusagen eine Gartenlaube fürs "Stelldichein", in dem man heute Kaffee und Kuchen genießen kann.

Drumherum gibt’s einige Wandermöglichkeiten: zum Beispiel zum Regenstein, einer weiteren Burgruine mit altem Wasserrad. Diese ist bestens erschlossen und bietet viele Klettermöglichkeiten für Kinder.

Schloss Blankenburg
Nach 1991 stand das Schlossensemble jahrelang leer und verfiel in dieser Zeit. Seit 2005 setzt sich ein Verein für die Sanierung ein. Bildrechte: IMAGO

Weitere Informationen Schloss Blankenburg
Großes Schloß 1
38889 Blankenburg (Harz)

Öffnungszeiten:
März bis Dezember: Dienstag bis Sonntag 10 - 16 Uhr

Mansfeld-Südharz: Schloss Oberwiederstedt

Schloss Oberwiederstedt ist ein ehemaliges Rittergut in Wiederstedt und dient heute als Sitz der Novalis-Forschungsstätte für Frühromantikforschung. Das Novalis-Museum ist das einzige Literaturmuseum der Romantik in Sachsen-Anhalt. Es beherbergt in seiner Dauerausstellung Gemälde und Zeichnungen aus der Ahnengalerie der Familie von Hardenberg. Im Schloss werden außerdem wechselnde Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen gezeigt, die das Wissen und Wirken des romantischen Dichters und verschiedene Aspekte seiner Alltagswelt um 1800 präsentieren.

Bekannt ist Novalis wohl weniger durch seine Werke "Hymnen an die Nacht" oder "Heinrich von Ofterdingen", sondern durch die Blaue Blume, die für den Träumer und religiösen Schwärmer zur Quelle dichterischer Inspiration wurde und für die Allgemeinheit zu dem Symbol der Romantik. All das kann man in Führungen lernen, dazu noch, dass Novalis Bergbauer war und ihn nicht nur sein Beruf, sondern auch das Schloss (in dem er seinen Geschwistern Theater und Märchen vorspielte) inspirierte, dichterisch tätig zu werden.

Leider verschwanden spätestens mit der Enteignung 1945 alle originalen Schriften, Dokumente und auch das Mobiliar des Schlosses. Dennoch gibt es eine kleine Rarität zu sehen: das einzig erhaltene Porträt des Dichters. So bleibt der Romantiker, der selbst in seiner Literatur immer wieder die Natur verrätselt hat, selbst ein Rätsel – dem man aber im Schloss seiner Kindheit wunderbar nachspüren kann.

Weitere Informationen Forschungsstätte für Frühromantik und
Novalis-Museum Schloss Oberwiederstedt
Schäfergasse 6
06456 Arnstein OT Wiederstedt

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 - 16 Uhr

Burgenlandkreis: Burg Querfurt

Inmitten der hügeligen Landschaft des Saale-Unstrut-Tales, hoch oben neben der Stadt, thront die mächtige Burg Querfurt. Sie ist mit ihren fast 1.200 Jahren eine der ältesten Burgen Mitteldeutschlands, außerdem ist sie von allen die Größte: Burg Querfurt ist siebenmal größer als die Wartburg, mit drei Burgtürmen, zwei Ringmauern und einer romanischen Burgkirche ist sie deswegen (und weil sie sehr gut erhalten ist) ein Eldorado für Filmschaffende.

"Die zertanzten Schuhe" oder "Jorinde und Joringel" sind hier gedreht worden, der "1½ Ritter"-Film von Til Schweiger und vor allem die "Päpstin" und der "Medicus". Die Drehorte kann man besichtigen sowie im Filmmuseum die Kostüme und Requisiten anschauen. Aber auch ein Burgmuseum gibt es, in dem eine silberne Ritterrüstung bestaunt werden kann. Außerdem interessant ist der unterirdische Gang der mittelalterlichen Adelsburg. Gastronomie ist vorhanden, und in der Burgkirche finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen wie Orgelkonzerte statt.

In direkter Nachbarschaft zur Burg befindet sich das Kreisbauernmuseum "Alte Burgschäferei". Alte Landwirtschaftsmaschinen vom Lanz Bulldog bis zum ersten Mähdrescher-Typen der DDR sind dort genauso zu finden, wie ein mit Originalgegenständen eingerichtetes bäuerliches Wohnhaus. Und wer etwas weiter fährt kommt nach Nebra, wo man die Himmelsscheibe gefunden hat – ein weiteres Ziel, um diesen Ausflugstag komplett zu machen. Aber Achtung: Die Burg Querfurt wird bis 2021 umfassend saniert. Die Museen sind zwar geöffnet, aber der Burghof beispielsweise nicht.

Burg Querfurt aus der Vogelperspektive.
Seit dem 10. Jahrhundert hatte das einflussreiche, mit dem sächsischen Kaiser verwandte Adelsgeschlecht der Edlen Herren von Querfurt auf Burg Querfurt seinen Stammsitz.  Bildrechte: IMAGO

Weitere Informationen Burg Querfurt
06268 Querfurt

Öffnungszeiten:
April - Oktober: Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr
November - März: Dienstag bis Sonntag 10 - 16 Uhr

Der Innenhof der Burg ist aufgrund von Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2019 nicht begehbar.

Logo MDR 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Burgenlandkreis: Schloss Neuenburg & Schloss Goseck

Schloss Goseck sieht weniger aus wie ein Märchenschloss, alles wirkt recht unfertig, denn viele Jahre verfiel das Gebäude. Seit 1998 aber päppelt ein Verein es wieder auf, außerdem hat er dort das "Europäische Musik und Kulturzentrum" gegründet und organisiert nun viele Konzerte im Jahr, wie beispielsweise das Festival für mittelalterliche Musik "Montalbâne".

Dieses ist auch und vor allem auf dem nahegelegenen Schloss Neuenburg präsent: Im Gegensatz zu Goseck, dass noch nicht ganz saniert ist, strahlt dieses Schloss bereits wieder. In ihm ist die örtliche Winzervereinigung zuhause, aber es gibt auch eine Ausstellung für Besucher von außerhalb. Gerade für Familien bietet es sich an, eine Führung mitzumachen: Kinder dürfen sich hier als Ritter und Burgfräulein verkleiden. Auch die Gastronomie ist auf Schloss Neuenburg gut ausgestattet. Sowohl Schloss Goseck als auch Schloss Neuenburg sind Stationen auf der "Straße der Romanik".

Rund um die beiden Schlösser gibt es weitere Ausflugsziele: Man kann durch das umliegende Weingebiet wandern und in kleinen Weinschenken einkehren. Außerdem liegt in Goseck das 7.000 Jahre alte Sonnenobservatorium. Übernachten kann man im nahegelegenen Freyburg. Oder in Naumburg – hier ist etwas mehr Leben in der Stadt und es gibt ein Theater und den Dom.

Luftbildaufnahme der Neuenburg in Freyburg an der Unstrut.
Luftbildaufnahme der Neuenburg in Freyburg an der Unstrut. Bildrechte: IMAGO

Weitere Informationen Schloss Goseck
06667 Schloss Goseck

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober: täglich 11 - 17 Uhr

1. November bis 31. März: nur bei rechtzeitiger Anmeldung

Schloss Neuenburg
Schloss 1
06632 Freyburg (Unstrut)

Öffnungszeiten:
April bis Oktober: täglich 10 - 18 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr

Burgenlandkreis: Rudelsburg und Burg Saaleck

Gemächlich paddelnd auf der oberen Saale, bei der wohl schönsten Tagestour von Camburg nach Naumburg, kommt man an diesen beiden Burgen vorbei. Zwischen imposanten Felswänden sieht man die dicken Wehrtürme und das ruinenhafte Gemäuer der beiden berühmtesten Saaleburgen hoch oben aus den Bäumen ragen – strategisch positioniert, denn dies war einst eine militärische Anlage zur Absicherung der Grenze zwischen Franken und Sorben, die auf den Höhezügen entlang ging.

1171 wurde die Rudelsburg erstmals urkundlich erwähnt, im 17. Jahrhundert allerdings war sie bereits zur Ruine verwahrlost und ging deswegen als "schauriger Ort" in die Regionalliteratur ein. Im 18. Jahrhundert wurde die Burg wieder rekonstruiert und beherbergt in der Kastellanlage heute eine Gaststätte. Der Innenhof bietet mit seinen alten Bäumen einen wunderschönen Platz zum Verweilen.

Nur ein paar hundert Meter weiter, etwas bergab, steht die bereits 1140 erbaute und recht winzige Burg Saaleck. Von ihr sind tatsächlich nur noch die Reste der Oberburg mit zwei runden Türmen erhalten – die fantastische Aussicht entschädigt hierfür aber mehr als genug.

Die Rudelsburg bei Bad Kösen
Die Rudelsburg liegt etwa 85 Meter über dem Südufer der Saale. Bildrechte: IMAGO

Weitere Informationen Rudelsburg
Am Burgberg 33
06628 Naumburg OT Saaleck

Öffnungszeiten:
April-November: täglich 10 - 18 Uhr
November-April: Mittwoch bis Sonntag 10 - ca. 17 Uhr

Burg Saaleck
Am Burgberg 32
06628 Naumburg OT Saaleck

Öffnungszeiten:
April - Oktober: Montag bis Freitag 10 - 17 Uhr, Samstag/Sonntag 10 - 18 Uhr

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 08. September 2019 | 09:05 Uhr

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