Nitrat und Oxalsäure Spinat – giftig oder nicht giftig?

Wie giftig Spinat ist, darüber entscheidet der Erntezeitpunkt. Er sollte nur abends und als junge Pflanze geerntet werden.


Das sollten Sie vor dem Verzehr von Spinat wissen:

Spinat enthält Nitrat und Oxalsäure. Damit der Gehalt an den Bestandteilen, die in der Oxalsäure enthalten sind, besonders niedrig ist, werden vor allem jüngere Pflanzen als Nahrungsmittel genutzt. Das gilt auch für andere Pflanzen, wie Rhabarber. Außerdem sollte Spinat nur spät am Tag geerntet werden, denn abends ist der Nitratwert am niedrigsten.

Gekochter Spinat sollte unbedingt in den Kühlschrank gestellt werden, sonst bilden sich erneut giftige Stoffe aus. Erwärmen ist dann allerdings problemlos möglich. Sie können dafür sowohl einen Topf auf dem Herd, als auch die Mikrowelle verwenden.


Darum sind Nitrat und Oxalsäure giftig:

Nitrat, das zu Nitrit umgewandelt wird, kann zur sogenannten Blausucht führen. Dabei wird verhindert, dass neuer Sauerstoff ins Blut gelangt. Das kann tödlich sein. Auch Oxalsäure kann beim Menschen zum Tod führen: Nur fünf Gramm Oxalsäure reichen dafür aus.

Spinatblätter in einer Schüssel.
Spinatblätter in einer Salatschüssel. Bildrechte: PantherMedia/olhaafanasieva

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 01. November 2020 | 08:30 Uhr