Winterlinge im Schnee
Winterlinge treiben schon bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt aus. Bildrechte: IMAGO

Kleine Bienentrachtpflanze Winterling: pflanzen, pflegen, vermehren

Botanischer Name: Eranthis hyemalis

Winterlinge bringen die ersten Farbtupfen in den noch winterlichen Garten. Sie gehören zu den Hahnenfußgewächsen und erfreuen ab Februar Menschen und die ersten Insekten mit ihren gelben Blüten. Die pflegeleichten Frühblüher gibt es seit dem 16. Jahrhundert in deutschen Gärten. Durch Selbstvermehrung bilden sie oft große Teppiche.

Winterlinge im Schnee
Winterlinge treiben schon bei Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt aus. Bildrechte: IMAGO

Winterlinge zeigen ihre gelben Blüten bereits im Februar. Das macht sie in milden Wintern zu den ersten Bienentrachtpflanzen des Jahres. Schon seit dem 16. Jahrhundert wird die Pflanze in Deutschland kultiviert und sorgt durch Selbstvermehrung für duftende Blütenteppiche zum Frühjahrsbeginn.

Auf einen Blick
Heimat Südeuropa
Pflanzenfamilie Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Wuchs 5 bis 15 Zentimeter hohe Stiele, Blätter direkt unter der Blüte
Blüte gelbe Blüten
Blütezeit Februar bis März
Standort sonnig bis halbschattig, windgeschützt unter sommergrünen Bäumen
Winterhart ja
Mehrjährig ja
Besonderheiten treibt schon bei Bodentemperaturen kurz über dem Gefrierpunkt aus

Winterlinge pflanzen

Winterlinge sollten Sie möglichst früh im Herbst pflanzen. Die Knollen werden fünf bis sieben Zentimeter tief mit einem Abstand von etwa acht bis zehn Zentimetern in den Boden gesteckt. Da die Wurzelknollen schnell austrocknen, sollte sie vor dem Einpflanzen über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt werden. Im Wasserbad können die Speicherorgane auftanken und erholen sich wieder. Die eingepflanzten Knollen können mit etwas Kompost abgedeckt werden. Alternativ zu den Knollen gibt es im Frühling blühende Pflanzen, die in den frostfreien Boden gepflanzt werden.

Winterlinge pflegen

Gelbe Winterlinge vor einer schwarzen Wand
Damit sich Winterlinge (im Bild die Sorte 'Sachsengold') ausbreiten, müssen sie in Ruhe gelassen werden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Winterlinge sind unkompliziert. Haben sie sich einmal im Garten etabliert, blühen sie immer wieder und breiten sich aus. Sie können die Frühblüher aber mit einer Gabe Kompost unterstützen. Da die Knollen der Winterlinge nicht tief in der Erde liegen, darf er aber nicht in die Erde eingearbeitet werden. Die Gefahr, dabei die Wurzel zu verletzen, ist zu groß. Verteilen Sie den Kompost einfach oberflächlich um die Pflanze.

Es ist wichtig, die Winterlinge in Ruhe wachsen und verwelken zu lassen. Stehen die Blümchen im Rasen, sollte dieser erst Ende Mai gemäht werden. Erst zu diesem Zeitpunkt sind die Nährstoffe aus dem Laub der Winterlinge vollständig in die Knolle eingezogen. Wird früher gemäht, wird das Laub der Winterlinge beschädigt und die Pflanze so geschwächt. Wenn der Boden während des Sommers sehr trocken ist, sollten die Pflanzen gegossen werden.

Winterlinge vermehren

Vorwiegend vermehren sich Winterlinge durch Samen selbst. Nach drei bis vier Jahren blühen die Sämlinge. Jedoch können das nicht alle Sorten, manche sind steril. Darauf sollten Sie beim Kauf achten, wenn Sie möchten, dass sich die gelben Blüten von alleine im Garten ausbreiten. Aber auch durch Teilung können Winterlinge vermehrt werden. Einzelne Pflanzen können dafür aus ihrem Horst ausgestochen und an einer anderen Stelle neu gepflanzt werden.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 10. Februar 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2019, 07:03 Uhr