Mit ihr wird der Sommer noch schöner Tigerblume – Pflegeleichte Blüten für den Sommer im Garten

Bot: Tigridia, weiterer Name: Pfauenblume

Redakteurin Teresa Herlitzius in drei verschiedenen Aktionen.
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Sie ist perfekt für den Sommer: Die Tigerblume verzaubert den Garten von Juli bis August mit ihrer Blüte. Die Zwiebelpflanze eignet sich sowohl fürs Beet als auch für den Kübel, ist pflegeleicht und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen befallen.

Tigerblumen mit roten Blüten
Tigerblumen blühen zwischen Juli und August. Bildrechte: MDR/Uwe Schachschal
Die Tigerblume auf einen Blick
Heimat Mittelamerika
Pflanzenfamilie Schwertliliengewächse (Iridaceae)
Wuchs aufrechter, horstbildender Wuchs
Blüte ja, ganz verschiedene Farben (gelb, rot, weiß, violett) mit Zeichnung in der Mitte
Standort volle Sonne
Boden durchlässig
Winterhart nein
Mehrjährig ja
Besonderheiten Die Blüte der Tigerblume hat eine Zeichnung in der Mitte, die an Tigermuster erinnert (deshalb der Name) und wird nur wenige Stunden alt. Weil die Tigerblume aber immer wieder neue Blüten bildet, erstreckt sich ihre Blütezeit trotzdem über zwei bis drei Wochen.

Die Tigerblume in Garten oder Topf pflanzen

Die ideale Pflanzzeit für Tigerblumen ist zwischen Ende April und Mitte Mai. Tigerblumen können sowohl in den Garten ausgepflanzt als auch in einen Topf oder Kübel gesetzt werden. Wichtig ist, dass Sie sich für einen sonnigen Standort entscheiden und die Tigerblume in durchlässigen Boden setzen. Weil Zwiebelpflanzen keine Staunässe vertragen, ist bei Kübelpflanzungen eine Drainageschicht, beispielsweise aus Tonscherben oder Kieselsteinen, hilfreich.

Beim Pflanzen gilt die Faustregel: Die Pflanztiefe sollte zweimal tiefer sein als die Zwiebel hoch ist. Lassen Sie zwischen den Zwiebeln einen Abstand von fünf bis zehn Zentimetern, rät Gartenmeister Uwe Schachschal. Es ergibt ein schönes Bild, wenn sie dichter beieinander wachsen.

Pflanztiefe = Höhe der Zwiebel x 2

Im Topf können sie ruhig für sich stehen, ganz ohne Begleitpflanzen. Für das Beet eignet sich eine Unterpflanzung mit Männertreu, Leberbalsam oder Zauberschnee. Durch eine Unterpflanzung haben sie nicht nur tagsüber, sondern auch am frühen Morgen und nach dem frühen Abend Blütenfreude im Beet. Denn die Blüten der Tigerblume halten nur wenige Stunden: Erblüht sie am Morgen, kann die Blüte schon gegen 17 Uhr desselben Tages wieder vergangen sein. Ihre zahlreichen Blüten bildet sie über zwei bis drei Wochen hinweg immer tagsüber. Ihre Blütezeit erstreckt sich auf Juli und August.

Tigerblume mit weiteren Pflanzen
Die Tigerblume (rote Blüte, rechts im Bild) im Beet mit weiteren Pflanzen. Bildrechte: MDR/Uwe Schachschal

Tigerblumen durch Teilung vermehren

Tigerblumen können durch Teilung vermehrt werden. Wenn sich an einer Mutterzwiebel zwei bis drei Tochterzwiebeln gebildet haben und diese groß genug sind, können Sie diese einfach abreißen und anschließend einpflanzen.

Tigerblumen gießen, pflegen und düngen

Weil Zwiebelblumen ihr eigenes Speicherorgan haben (die Zwiebel selbst ist ein Wasserspeicher), brauchen Tigerblumen nur gegossen werden, wenn es sehr heiß und trocken ist. Ausgepflanzte Tigerblumen sollten dann etwa zweimal pro Woche gegossen werden. Tigerblumen im Topf brauchen während trockener Perioden alle zwei Tage Wasser.

Während der Hauptwachstumszeit im Juni und Juli freut sich die Tigerblume zusätzlich über Flüssigdünger. Diesen können Sie nach Herstellerangaben verwenden.

Ist der ganze Blütenstand verblüht, sollten Sie ihn zurückschneiden, damit die Tigerblume ihre Energie nicht in die Samenbildung, sondern in das Pflanzenwachstum steckt. Weil die Anzucht mit Samen im Vergleich zur Teilung der Knollen zwar ergiebiger, aber deutlich aufwändiger ist, besteht für einen Hobbygärtner kein Grund die Samen stehen zu lassen.

Rote Blüte einer Tigerblume
Die Tigerblume verdankt ihren Namen dem markanten Muster in ihrer Blütenmitte. Die Zeichnung erinnert an das Fell eines Tigers. Bildrechte: MDR/Uwe Schachschal

Tigerblumen überwintern

Hören Sie etwa ab September damit auf, die Tigerblume zu gießen. Entfernen Sie spätestens nach dem ersten, oberirdischen Frost trockene Blätter. Oberirdischen Frost verträgt die Tigerblume, einen durchfrorenen Boden allerdings nicht. Die Zwiebel sollte also aus dem Boden genommen werden, bevor die Erde friert.

Hängen Sie die Zwiebeln anschließend zum Trocknen in einem Netz ins Gewächshaus. Kontrollieren Sie den Winter über regelmäßig die Zwiebel auf Fäulnis. Ab Ende April bis Mitte Mai kann die Zwiebel dann wieder ins Freie gebracht werden.

Tigerblumen im Kübel sollten ebenfalls drinnen überwintern. Bringen Sie die Kübel vor dem ersten Frost ins Winterquartier. Hierfür eignet sich beispielsweise ein frostfreier Keller.

Schädlinge und Krankheiten bei Tigerblumen

Obwohl Schnecken hin und wieder über Tigerblumen herfallen, wird die Tigerblume eigentlich nur selten von Schädlingen und Krankheiten befallen.

Im Winterquartier kann es ab und an zu Zwiebelfäulnis kommen. Es lohnt sich daher, die Zwiebeln im Winterquartier regelmäßig zu sichten. Faule Zwiebeln müssen dann weggeschmissen werden, um eine Weiterverbreitung der Fäule zu verhindern. Weitere Krankheiten oder Schadbilder sind bei der Tigerblume nicht bekannt.

Uwe Schachschal
Uwe Schachschal ist Gartenmeister und arbeitet beim egapark in Erfurt. Er ist Experte für Zwiebel- und Knollenpflanzen. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Zwiebel- und Knollenpflanzen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 04. April 2021 | 08:30 Uhr