Eine Hand in einem bunt gestreiften Gartenhandschuhe hält eine Rosenschere an einen vertrockneten Trieb an einem Rosenstrauch
Braune, abgestorbene Triebe werden am besten mit einer scharfen Gartenschere entfernt. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Gartenarbeit im Frühling Rosenschnitt: Tipps zur Pflege

Wenn die Forsythien im Frühling blühen, wird es Zeit für den Rückschnitt der Rosen. Doch wann genau, wie und warum überhaupt sollten Sie die Gartenschere bei den edlen Blumen ansetzen? Tipps zur Rosenpflege finden Sie hier.

Eine Hand in einem bunt gestreiften Gartenhandschuhe hält eine Rosenschere an einen vertrockneten Trieb an einem Rosenstrauch
Braune, abgestorbene Triebe werden am besten mit einer scharfen Gartenschere entfernt. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Für den Zeitpunkt des Rückschnitts hat sich folgende Regel bewährt: Rosenfans können in der Zeit von der Forsythien- bis zur Kirschblüte die Gartenschere ansetzen.

Warum brauchen Rosen einen Rückschnitt?

Rosen sollten zurückgeschnitten werden, weil sie sonst vergreisen. Ihre Wuchskraft und ihre Blühfähigkeit lassen mit der Zeit nach, sie verholzen. Vor allem bei Tee- und Beetrosen ist das sehr auffällig. Ohne Rückschnitt werden die Rosen zu sogenannten "Kleiderständern" - also tristen Stielen ohne jegliche Neutriebe. Wer sich kräftige Triebe mit gesunden, prächtigen Blüten wünscht, muss die Pflanzen also zurückschneiden.

Was ist beim Schnitt zu beachten?

Verwenden Sie eine saubere, scharfe Rosenschere, damit die Schnittflächen glatt und keine Krankheiten übertragen werden. Die Wunden, die durch den Rückschnitt entstehen, sollten so klein wie möglich sein. Eine leicht schräge Schnittfläche führt dazu, dass Regenwasser besser abläuft. Genauso wie bei Gehölzen auch, muss der Schnitt so angesetzt werden, dass die oberste Knospe, die Sie stehen lassen, nach außen zeigt.

Für alle Rosen gilt, dass zu dünne, vertrocknete Zweige und sich kreuzende Triebe entfernt werden müssen. Solche quer stehenden Zweige können sich durch Reibung gegenseitig verletzen. Das Auslichten sorgt außerdem dafür, dass mehr Platz zum Wachsen bleibt. Triebspitzen können ebenfalls weggenommen werden. Dort hat möglicherweise der Echte Mehltau überwintert.

Bei einmalblühenden Rosen müssen Sie nur das alte Holz entfernen, darüber hinaus ist kein Schnitt nötig. Kleinstrauchrosen können auch mal zwei oder drei Jahre wachsen, ohne dass sie zurückgeschnitten werden. Wenn es dann so weit ist, kürzen Sie die Kleinstrauchrosen auf drei bis vier Augen ein.

Beet-, Strauch- und Kletterrosen zurückschneiden

Beetrosen können genauso weit zurückgeschnitten werden. Ziel ist dabei, dass sich viele Triebe mit zahlreichen Blüten bilden. Bei Strauchrosen sollten Sie die Haupttriebe um ein Drittel kürzen und einige Triebe auf drei bis vier Augen zurückschneiden. So verhindern Sie, dass der Strauch von unten verkahlt. Nehmen Sie Triebe heraus, die mehr als fünf Jahre alt sind. Lassen Sie bei Kletterrosen kräftige Triebe stehen, bis diese fünf Jahre alt sind, dann schneiden Sie sie herunter, so dass sie sich verjüngen.

Lockern Sie im April auch den Boden, befreien Sie das Rosenbeet von unerwünschten Kräutern, düngen Sie und bringen Sie Mulch aus. Ab dem Frühsommer ist dann regelmäßiges Ausputzen angesagt, damit die Rosen fit bleiben.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 10. Juni 2018 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Juni 2018, 12:24 Uhr